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Geschichte des Pfarrbezirks Wotsch Von Nikolaus von Urbanstadt

Geschichte des Pfarrbezirks Wotsch
Von Nikolaus von Urbanstadt

Diesen Pfarrbezirk bilden die Ortschaften Wotsch, Mühlendorf, Kleingrün, Bocksgrün, Erbelstein und Himmetstein.
Mit dem ersten Dämmern der Geschichte tritt uns die Schlucht der Eger von Klösterle bis Schlackenwerth als Urwald entgegen. Die älteste Straße von Kaaden nach Elbogen und Eger ging - noch zu König Johanns Zeiten - von Kaaden über das Gebirge nach Rodesfurt. Wir finden daher auf der ehemaligen Herrschaft Klösterle mehrere Orte (Okenau, Woslowitz, Tunkau, Redenitz, Horkau usw.) mit böhmischen Namen auf dem rechten Ufer der Eger, während uns am linken Ufer nur Wotsch entgegentritt. Wenn - was aber nicht urkundlich nachgewiesen ist - in Klösterle schon im 12. oder 13. Jahrhundert eine Probstei des Benediktinerstiftes von Postelberg bestand, so kann wohl mit aller Wahrscheinlichkeit angenommen werden, daß selben die Kultivierung der Gegend von Klösterle, Pürstein und Wotsch zu verdanken sei. Diese waren auch wohl Besitzer der ganzen Gegend.
Um das Jahr 1277 soll aber Przemysl Ottokar Klösterle mit Zugehör an die königliche Kammer eingezogen haben. Die Besitzung Klösterle (nachweisbar seit 1358) und Pürstein (angeblich seit 1343) findet sich aber später im Besitze der Familie Schönburg, die dieselbe aber auch schon viel früher - da diese Familie schon seit 1248 in Böhmen vorkommt - besessen haben dürfte. Dagegen finden wir Wotsch im Jahre 1358 und 1360, wo Karl IV. zum dortigen Pfarrbenefizium (als Patron) präsentierte, im königlichen Besitze. Daher wird auch Himmelstein (Gut) nicht in der Lehnsurkunde der Schönburger vom Jahre 1352 erwähnt. Wenn nun Frind (Kirchengeschichte, Seite 92 I) im Jahre 1383 die Pfarre WOC mit einem Beitrage von 3 gr. unter einem geistlichen Collator aufführt, so haben wir hierüber keinen weiteren urkundlichen Beleg. Diese Collatur konnte aus den Zeiten der Klösterler Probsteie nicht herrühren, weil inzwischen - wie oben gesagt - schon Karl IV. als Patron präsentiert hatte. Nun sagt er aber auch von Klösterle, daß es damals (1383) einen geistlichen Collator hatte und 1379 (Seite 251 II) Klösterle eine Commenda des deutschen Ordens war. Sollte vielleicht auch Wotsch - etwa durch die Gnade Karl IV. und aus Erinnerung an den alten Klosterbesitz von seiten der Benediktiner - in den Besitz des deutschen Ordens gekommen sein? Dieser Besitz hätte aber nur kurzen Bestand gehabt, da im Jahre 1397 shon König Wenzel als Patron von Wotsch vorkommt. Es war dies die Zeit, wo er - wie wir bei der Geschichte der Stadt Komotau erwahnt haben - begonnen hatte, an den Besitzungen der Komotauer Commenda zu rupfen.
Wenn und wie aber Wotsch später in Privatbesitz überging, ist nirgends erwähnt. Man weiß nur, daß sich aus den jetzigen Pfarrorten - mit Einschluß von Endersgrün und Weigersdorf - das Gut Himmelstein gebildet hatte. Höchstwahrscheinlich reicht die Anlage des Schlosses Himmelstein nicht über diese Zeit, wo ein Privatbesitzer eintrat, hinaus. Die Dörfer MILNDORF und ERBELSTEIN sind alteren, die Dörfer KLEIN- und BOXGRÜN jüngeren deutschen Ursprungs, so daß nur Wotsch in die slawische Zeit der Gegend hinaufreicht.
Die ersten bekannten Besitzer des Gutes Himmelstein waren die Herren von Sathaner. Ob selbe - wie Kilian versichert - eine Linie der Stambach waren - können wir nicht nachweisen. Im Jahre 1494 wird der edle und ehrenfeste Ulrich Sathaner, auf dem Himmelstein gesessen, im ältesten Kaadner Stadtbuche erwähnt. Am St. Martinstag 1523 kommt Panel (Paul) Satanar von Drahowitz und auf Himmelstein auf dem Freibriefe von Klösterle als Zeuge vor. Sie besaßen jedenfalls das Gut nur als Lehen, wie dies auch bei den ihnen im Besitz folgenden Grafen Schlick der Fall war. Vom Jahre 1543 bis 1565 finden wir nämlich, daß der Wirth in der Wotsch und uf der wilden Henne dem Caspar Schlick (Grafen von Passau, Herrn zu Passau, Herrn zu Weißkirchen, Elbogen und auf Hauenstein) untertänig war. Es sagt daher Auersperg (in Balbins Lieb Curial, Seite 151 II), daß zu dem Kronlehen Hauenstein, welches Caspar Graf zu Schlick von Holegcz, Passaun und Elbogen im Jahre 1547 im Besitz hatte, auch die Dörfer Pogram (das heutige Boxgrün) mit dem Freigerichte, Milndorf (jetzt Mühlendorf), Blsstein (Bilstein, wahrscheinlich das heutige Erbelstein) in der Warth der Untertan Veit Kowacz, Himmelstein (ödes Schloß samt Zugehörungen) ein Bauernhof in Drachonitz, das Dorf Grün samt Meierhofe mit Zinsen und das Dorf Endersgrün samt Meierhofe mit Zinsen gehörten.
Am Sonntag nach Erasmi 1551 gab Graf Caspar dem Millendorfer Kretschmen einen Freibrief. An der Eger hob er einen Holzzoll ein. Im Jahre 1574 war das Lehen Hauenstein bereits auf seine Söhne Friedrich, Heinrich und den minderjährigen Prokop, Grafen zu Passaun, Herrn zu Weißkirchen, Elbogen, auf Hauenstein und Himmelstein übergegangen. Selbe verkauften am Donnerstag nach St. Jakobstag (29. Juli) 1574 der Stadt Kaaden ein Stück Waldes bei Mühlendorf. In der betreffenden Urkunde heißt es auch: Sollten sie inzwischen von den Königen zu Böhmen zuwege bringen, daß sie ihre Lehengüter Hauenstein und Himmelstein in die Erbschaften brächten, so wollen sie auch dieses verkaufte Stück Waldes der Kaadner Gemeinde erblich (mit der Landtafel, wie es 1585 wirklich geschah) gewähren. Mittels eines vom Kaiser Maximilian II. (Wien, am Samstage St. Galli 1574) ausgefertigten Rescriptes wurden auch die Lehen Hauenstein mit ihren Zugehörungen auf Ansuchen der Schlick gegen Erlag einer Summe von 1000 Schock böhm. Groschen in die königlichen Renten aus der Lehenseigenschaft in das freie Allod entlassen. Im Jahre 1576 verkauften die drei Bruder ein Stück Holz an einen Wotscher Untertan. Im Jahre 1581 kommt noch Friedrich Schlick auf Himmelstein und Hauenstein vor. Im Jahre 1585 ließen die drei Brüder auch noch den Verkauf der Mühlendorfer Waldung in die Landtafel eintragen. Am 22. Dezember 1586 befahl Kaiser Rudolf dem Berghauptmann zu Joachimsthal, beim bevorstehenden Verkauf der Güter Hauenstein und Himmelstein darüber zu wachen, daß die königli-chen Bergwerks-Regalien und Vorbehalte gewahrt bleiben.
Wir finden daher im Jahre 1587 auch schon den Christof Vitzthum auf Neu- Schönburg und Klösterle zugleich als Grundherrn auf Himmelstein, Der Simon Ungnad von Sunek, der „in Bornsdorff und Himmelstein“ im Jahre 1588 das Inkolat erhilt (Riegers Materialien 12, Heft) dürfte auf unser Himmelstein keine Beziehung gehabt haben. Letzeres hatte mit Klösterle seitdem gemeinschaftliche Besitzer an den Vitzthum und Thun. Von den Handscharbringer Häuslern und Hausgenossen des Himmelsteiner Gutes heißt es am 3. Juni 1654, daß sie 2 Flöß buchen Törrholz, welches gehörig ist vor das Klösterlische Törrhaus, auf Stein Walte abgefällt und ausgeschelt haben und daß von aters her ihr gesetzer Lohn von jedem Floß 2 Gulden sei.
Den Pfarrbezirk Wotsch bilden nun:
Das Dorf Wotsch, Wocz (1468), Woischitz (eine ehrle Waldgegend), Woytsch (1576), Bocz (1358 u. 1395), Bocze (1361).
Von dem Urwalde (böhmisch Hwozd), der einst unsere Gegend bedeckte, soll das Dorf seinen Namen erhalten haben. Die Namen „im Bärenweg“ und „im Wolfen“ dürften noch jetzt auf den alten Urzustand deuten. Ein altes Urbar erklärt Woischitz als eine ehrle Waldgegend, wodurch es freilich fraglich wird, ob dies nicht eine alte deutsche Bezeichnung ist. Kilian erzählt uns nun, daß die Schönburge - was wohl ein Irrtum ist - um 1264 in der Gegend des jetzigen Wotsch einen Meierhof anlegten, welcher der Sage nach in der Nähe der heutigen Mühle unter dem Koschbrunnen gestanden sein soll. Noch heute werden Felder „der öde Hof“ genannt. Aus diesem Meierhofe - sagt Kilian weiter - wurde noch 1352 ein Dorf, das zugleich für die Gegend zum Pfarrdorf bestimmt wurde, gebildet. Die Ansiedlung soll bereits durch Deutsche aus benachbarten älteren Schönburgischen Dörfern geschehen sein. Die noch bestehende Familie Scherling dürfte von dem ersten Erbauer von Nr. 19 stammen, da dieser Hof noch jetzt „beim Scherling“ heißt. Eine Waldwiese, die zu Nr. 9 gehört, wird „in der Glashütte“ genannt, was auf den ehemaligen Bestand einer Glashütte deuten dürfte.
(Fortsetzung folgt)

In Ergänzung zum Bericht über Wilken bringen wir heute noch ein Bild von der Glockenweihe 1921. Vor dem Altar Dechant Ambros aus Radonitz, dahinter in Bildmitte mit weißem Bart und Haar Fürst Ferdinand von Lobkowitz, re. neben ihm Gutsverwalter Probst.

Diskuse

[1]  Bohumir Pospisil, mail

Dobry den, rad bych se s Vami zkontaktoval a poslal Vam kopii litografie "Bohmishen Muhle" u Fichtelbergu. Potreboval bych pomoc s informacemi. Jestli muzete ozvete se mi. Dekuji a jsem s pozdravem, B. Pospisil

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