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AUS DEN GEMEIDEN IM EGERTAL Boxgrün mit Erbelstein Himmelstein und Höll

AUS DEN GEMEIDEN IM EGERTAL Boxgrün mit Erbelstein Himmelstein und Höll

zusammengestellt von Marie Wartusch und anderen Landsleuten

Gemeide 600 m ü. M. (dazu gehören Erbelstein, Höll, Himmelstein). Reg. = Bezirk Eger, Kreis = und Amtsgericht Kaaden, Landgericht Brüx, 370 Einwohner, Eisenbahastation (5 km), Pürstein Postamt, Telegraphenamt Warta (Egertal), Kath. Kirche. (Aus dem Deutschen Reichs-Adreßbuch für Industrie und Gewerbehandel, Ausgahe 1940, Abteilung Sudetenland.)

Gasthofe: Fischer, Julius; Frisch, Reimund; Glaser, Edwin; Glaser, Josef (i. Höl) Gemischtwaren: Weber, Josef;
Schmiede: Weber, Reinhold;
Schuhmacher: Roschberger, Josef;
Spitzenfabriken und Großhandlung: Kilian, Johann;
Stellmacher: Glaser, Edwin.

Boxgrün erscheint in der Ortsgeschichte 1357 als Besitz der Propstei Wotsch und ist jedenfalls eine Gründung der Benediktiner von Postelberg. In der Verkaufsurkunde von Sauthauer Schlick wird Boxgrün mit einem Freigericht erwähnt und 1547 gehörte es mit diesem Freigericht zum Kronlehen Hauenstein. Dieser Richter, mit Namen Gosl (Haus Nr.30 heute noch beim Hausnamen Gosl), war durch seine Weissagungen allgemein bekannt. Pastor M. Johannes Matheus aus Joachimsthal hat niedergeschrieben: Als eines Tages der genannte Richter mit einem Gefährten aus Mühlendorf von Kaaden heimging, soll er gesagt haben - heute wird mich das Wetter erschlagen. Der Gefährte meinte, es sei doch ganz hell am Himmel, da sei Gott vor. Als der Richter fortging, erhob sich ein Gewitter und schlug den Richter wirklich tot.
Dem Urbar zufolge von 1644 hatte Boxgrün 12 Bauern, 7 Gärtner, 6 Häusler. Der Protestantismus fand hier schon frühzeitig Anhänger. In der Schönwalder protestantischen Matrik finden sich 1564 vier Taufakte aus Boxgrün. In dieser Zeit wurde auch die Wotscher Pfarre mit einem Pastor besetzt.

Zur Gemeinde Boxgrün mit 47 Häuser
gehörten Höll 11 Häuser
Himmelstein 7 Häuser
Erbelstein 9 Häuser

Boxgrün hatte eine Volksschule, eine ziemlich große Kapelle, die im Jahre 1866 von Vikar Tschochner aus Klösterle geweiht wurde. Schulunterricht wurde schon im Jahre 1700 erteilt, alle 14 Tage in einem anderen Haus.1823 wurde das obere Gemeindehaus gebaut und ein Schulraum darin eingerichtet. Erst 1866 wurde eine Schule bewilligt, deren erster Lehrer Anton Gruß hieß. Dann folgten die Lehrer Barth, Klingöhrl (später in Klösterle wohnhaft), Ebert - durch 30 Jahre Schulleiter, dann Päckert, Gubin, Baier und während des Krieges noch einige Aushilfelehrer; der letzte war Woitschl aus Berlin.

Boxgrün hatte einen Freiw. Feuerweh=Verein, deren letzter Hauptmann Gastwirt Julius Fischer aus Nr.7, war. Auch eine Motorspritze wurde in den 30iger Jahren angeschafft.
Boxgrün war auf Grund seines großen Waldbesitzes einmal die reichste Gemeinde im Krs. Kaaden, hatte niemals Ortsumlagen zu zahlen, weil alles aus der Gemeindekasse bestritten wurde.
Kirchenmaßig gehörte Boxgrün nach Wotsch, deren Pfarrer Franz Kunz heute noch mit einer Haushälterin und noch einer alleinstehenden Frau dort wohnt und das liebe Kirchlein betreut.

Hausbesitzer und Hausnummern von Boxgrün

Haus=Nr. Besitzer Hausnamen
3 bestand nicht mehr
1 Kilian, Josef Matl
2 Zörkel, Wenzl Christl
4 Lux, Johann Hargl
5 Glaser, Johann Hargl=Bittner
6 Fischer, Josef Eibisch
7 Fischer, Julius, Gasthaus Veit
8 Ehmig, Ernst Voitl
9 Wartusch, Alois Onders
10 Kilian, Franz Peter, Res
11 Zebisch, Franz Wert
12 Glaser, Edwin Konnes
13 Glaser, Josef Konnes, Seff
14 Höll, Paul Weck
15 Fischer, Julius
früher Lux (Luchs), Luxen Gasthaus
16 stand leer
17 Fischer, Julius Peter
18 Lux, Josef Ferscht
19 Gemeinde Haus - leer
20 Glaser, Rudolf Konners, Dolf
21 Voh, Wenzl Placht
22 Beck, Theresia Ennersch
23 Weber, Josef Zierdl
24 Glaser, Johann Bartel
25 Siegl, Anton Toffel
26 Gahler, Franz
27 Schulhaus
28 Röschberger, Josef Peinelt
29 Fischer, Johann Tonl
30 Weber, Johann Gosl
31 Weber, Ernst Neubauer
32 Seidl, Oswald Roller
33 Ziener, Josef Schmie, Franzn
34 Glaser, Josef Feigl, Seff
35 Kunz, Wenzl Wagner, Wenz
36 Kilian, Hans Gloser
37 Glaser, Franz Feigl, Franz
38 Fux, Anton Fuxbauer
39 Zebisch, Franz Kunzmüller
40 Schneider, Wilhelm Bittner
41
42 Schneider, Anton Schusterwenz
43 Weber, Josef Neubauer, Seff
44 Roller, Josef Maxn
45 Weber, Anton Schneider, Tona
46 Kilian, Josef Schmietonl
47 Gemeindehaus mit Schmiede
zuletzt Gemeindekanzlei

Gefallene des Ersten Welkrieges

Beck, Johann Nr. 19 Glaser, Josef Nr. 6
Beck, Josef Nr. 19 Schneider, Franz Nr. 40
Beck, Julius Nr. 19 Zebisch, Josef Nr. 11
Fux, Johann Nr. 26 Ziener, Wilhelm Nr. ??

Gefallene des Zweiten Welkrieges

Beck, Hans Nr. 32(11) Kilian, Franz Nr. 47
Glaser, Ernst Nr. 6 Röschberger, Josef Nr. 28
Glaser, Ernst Nr. 18 Seidl, Johann Nr. 32
Glaser, Heinrich Nr. 20 Siegl, Josef Nr. 25
Glaser, Josef Nr. 24 Schneider, Willi Nr. 40
Glaser, Walter Nr. 12 Weber, Franz Nr. 30
Kilian, Alois Nr. 38 Weber, Hans Nr. 30

Ortsteil Himmelstein-Höll
zusammengestellt von Josef Dengler

Himmelstein mit der Ortschaft Höll war ein Ortsteil vom Boxgrün, ebenso gehörte Erbelstein zur politischen Gemeinde Boxgrün.

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Boxgrün war Josef Weber, vor diesen Johann Kilian.

In der Gemeinde Boxgrün lag ein Teil des Besitzes des Grafen Thun aus Klösterle und zwar das Revier Himmelstein "Steinwald“ mit dem Meierhof kurz "Hof" genannt. Dieser Hof wurde zum Teil von Johann und Marie Dengler und zum anderen von Ernst und Walli Glaser, vorher von Siegl bewirtschaftet. Von Himmelstein kann als wichtigstes die alte Burgruine erwähnt werden.

Hausbesitzer und Hausnamen von Himmelstein-Höll
Haus=Nr. Besitzer
1 Kilian Höll
2 Nickel Höll
3 Baier Höll
4 Peperle Höll
5 Weber Höll
6 Altes Kattner Haus Höll
7 Glaser, Gasthaus Höll
8 Grund Höll
9 ? Höll
10 Kattner Höll
11 Fischer Höll
12 Glaser, Siegl Himmelstein
13 Kattner, Johann Höll
14 Dengler, Johann Himmelstein
15 Grund, Aanton Himmelstein (Sorwiese)
16 Siegel Himmelstein (Steinhäuseln)
17 Dengler, Wenzl Himmelstein (Steinhäuseln)
18 Röckert Himmelstein (Steinhäuseln)
19 Weber, Wenzel Höll

In Erbelstein:
Fiedler Forsthaus
Nr. 1 Peter
Nr. 2 Grund, Johann
Fiedler, Walter
Weisbach
Fiedler, Wilhelm
Grund und Fiedler also insgesamt 8 Anwesen

Unsere Flurnamen
klingen schön und lassen vor unseren Augen blumige Wiesen, wogende Felder und grünen Wald erstehen:

Die Glashütten Chrichtsloh
im Listen der Kramgus
am Spitzberg am Heidacker
in der Leiten die Räuzen
in der Grüben am Engerle
am Flug am Kreuzstein
am Mückenhübl auf der Lohding
die Pfandwiesen die Berge
die Grumäcker am Bühl
auf der Hut die Lohwiesen
auf der Fichzig die Langwiesen
Kohlau die Grünwiesen
Mülloh auf der Eben

Diskuse

[1]  Karin Michel, mail

wer kann mir Angaben machen über meinen Ur-Ur-Großvater Karl Fischer Witrschaftsbesitzer aus Boxgrün Nr. 37 geb.ca 1835 oder weidere Vorfahren ?Karl Fischer hatte einen Sohn Johann geb.1859

[2]  Kaltofen Arno, mail

wer kann Angaben über den Schulleiter Josef Ebert machen. Vielen Dank

[3]  Ehmig, Klaus, mail

Wer kann Angaben über Ehmig Ernst Hausbesitzer Nr.8 von Bocksgrün machen. Vielen Dank

[4]  Anna Gruber, mail

Wer kann Angaben machen über meinen Ur-Großvater Weber Johann (Gosl) in Boxgrün 30 machen.

[5]  Weil Bianca, mail

Wer kann mir ANgaben machen über meine Vorfahren Anna schneider, Tochter Ottilie/Ottilia Schneider die geheiratet hat und dann Pleil hiess und dann Kunz (mit Wenzel Kunz verheiratet nach dem Tod ihres Mannes)und deren Vorfahren? Danke!

[6]  Dengler, Manfred, mail

Hallo, wer kann Angaben machen zu folgenden Personen? Josef Dengler,geb.29.01.1825, Schmiedemeister, Lichtenstadt Nr.16, ist Vater von Josef Dengler, geb.15.Mai.1874, Lichtenstadt,er ist Vater von Franz Dengler,geb.18.05.1916, in Lichtenstadt(ich bin der Sohn v. Franz Dengler!) Geschwister von Josef Dengler,15.05.1874 sind:Karl D. ,Maria D., Franz D.18.08.1867,Ottilia D. 26.02.1858 Danke, mit freundlichem Gruß, Manfred Dengler

[7]  Ulrich Päckert, mail

Wer kann Angaben zu dem im Beitrag "AUS DEN GEMEIDEN IM EGERTAL Boxgrün mit Erbelstein Himmelstein und Höll, zusammengestellt von Marie Wartusch und anderen Landsleuten" genannten PÄCKERT, Lehrer an der Volksschule Boxgrün, machen? Es könnte sich dabei um den am 19.08.1860 in Schmiedeberg Nr. 62 (Kovarska)geborenen VINCENZ PÄCKERT und seiner Ehefrau PAULINE PÄCKERT, geb. DONNER aus Sachsengrün Nr. 2(Zakšov) handeln. In einem anderen Beitrag wird eine Witwe PAULINE PÄCKERT als Handarbeitslehrerin in Kettwa genannt. Vermutlich handelt es sich um die verwitwete Ehefrau des o.g. VINCENZ PÄCKERT.Zur Trauung des Paares am 01.02.1883 in Sachsengrün wird zum Beruf des VINCENZ PÄCKERT "Volksschullehrer in Hermersdorf Nr. 27" angegeben. Ich freue mich über jeden Hinweis zu den vorgenannten Personen. Darüber hinaus nehme ich Hinweise zu "PÄCKERT" jederzeit gern entgegen. Für eingehende Antworten vorab herzlichen Dank. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Päckert

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