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Erzgebirgische Entstehung der Mundharmonika und ihre Verbreitung in die ganze Welt

Verschiedene Autoren in der historischen Entwicklung dieses kleinen Instrumentes beschreiben einvernehmlich , dass der Vorgänger der Mundharmonika das altchinesische Musikinstrument SENG ist.


Es ist natürlich klar, dass dieses Musikinstrument der Vorgänger auch aller platten Blasinstrumente ist. Zu den „Erfindern“ der Mundharmonika wird gezählt Christian Friedrich Buschmann, der im Jahre 1821 dieses Instrument patentierte und AEOLINA nannte.
Sie war mehr oder minder ein nacktes Zünglein Platte ohne Körper und Schutzhülle und insofern würden wir die Originalität dieser Erfindung mindern, würden wir sagen, dass es ein Gebilde einer eintönigen Stimmgabel war die zu einem einfachen Musikinstrument zusammengefügt wurde.

In weiteren Publikationen vereinzelter Geschichtsbeschreibungen der Entwicklung unterscheidet sich die Mundharmonika Anfang des 19.Jahrhunderts bereits. Es sind verschiedene Namen der Hersteller, Geschäftsleute und Anbieter unterschiedlicher Patente genannt, die einleiteten die „Großproduktion“ auch in den Städten u.ä. Nur ein Name fand sich in den meisten Publikationen übereinstimmend – das ist der Name Richter.

Ihre Zusammensetzung der 10 Löcher, brauchten Töne zur Tonbildung und Klangerzeugung, das alles ist bis heute typisch für unsere kleine bekannte Harmonika, die weltweit Hersteller verkaufen mit der Schrift „Richters Entwicklung“.
Das ist also für uns – tschechische Mundharmonikaspieler – ganz logisch, dass wir rückzahlen möchten eine gewisse Schuld der Geschichte und helfen zur Aufklärung der Person Richters, wenn auch sonst nichts, als den imaginären Dank dem Gestalter des Konzeptes des Instrumentes, welches wir gern haben.

Wir rekapitulieren die bekannten Fakten und kommen zurück nach Böhmen zu Anfang des 19.Jahrhunderts. Böhmen war in dieser Zeit Bestandteil der Österreichischen Monarchie (Mehrvölkerstaatengebilde), und war im Schatten Österreichs mit der Weltgroßstadt – Wien. Doch die bisherige feudale Struktur war erschüttert durch die Französische Revolution und den Napoleonkrieg. Es kommt zur Änderung der Produktionsorganisation, Entstehung neuer Manufakturen und Produktionsbetriebe und Entwicklung der Geschäfte. Zentrum dieses Geschehen sind vor allem die großen Städte Paris, Wien, Berlin, aber es wächst auch die traditionelle handwerkliche Produktion in den Örtlichkeiten, wo es schwer ist sich von der Landwirtschaft zu ernähren.
Damals entschließen sich die Fabriken (Manufakturen) nicht gleich darüber, was wir kennen von den ersten Fotografien. Sie konnten vorgehen z.B. über den Meister und Gesellen und mit ihrer Sägen und Klugheit hing es zukünftig ab. Oft war die ganze Produktionsstruktur abhängig von der kleinen Arbeit in den Häusern der Arbeiter, von denen die Waren(Rohlinge) aufgekauft wurden.
Nach der Schlacht am Weißen Berg (1620) eine ganze Generation der Geigenbauer ging fort aus Kraslice ins benachbarte Sachsen, aber die Bindungen zwischen den Einwohnern dauerte weiter an.
Anfang des 19.Jahrhunderts in Kraslice lebte neu auf die Tradition der Produktion von Musikinstrumenten (vermutlich auch durch die gewerbliche Unterstützung des benachbarten Klingenthals). Es entstanden hier Erzeugnisse anspruchslos im Material, deren Wert vor allem die Gescheitheit der Menschen ergab.
Und so begann im Jahre 1823 Johann Langhammer aus Kraslice ins benachbarte Klingenthal zu liefern für J.G. Meisels Metallteile der Mundharmonika. Diese Geschäftsbeziehung war offenbar soweit erfolgreich, dass im Jahre 1827 sie schon sprachen über eine große Menge gelieferter Teile und komplette Erzeugnisse.
Der Historiker J.Fiala führt ein Zitat an, wo geschrieben wird: im Jahre 1827 leitet Johan Langhammer die Produktion der Mundharmonika ein in großem Maß, dass „mindestens 6000 Dutzend von ihnen hier jährlich produziert werden“. In Kraslice sprach man in dieser Zeit über die Produktion der Harmonika als dortige Erfindung.
Der Name Langhammer ist in Kraslice in dieser Zeit schon verbreitet, es sind mit ihnen auch die Hersteller der Musikinstrumente, aber Johan, geb. 1804 in Kraslice, hat im Facharbeiterbrief geschrieben stehen Gießer.
Ale co náš Richter. V matrice narozených na Kraslicku na počátku století, se žádné jméno Richter neobjevuje, zato později již lze nalézt Richterů hned několik (např. r. 1871 sňatek Anny Langhamerové s Josefem Richterem, synem zesnulého Josefa Richtera (narození neuvedeno) , nebo r.1850 narození Richtea Jolbartüsse. Na přelomu 19/20 stol. je pak již Richterů v Kraslicích kolem čtyřiceti.)
Aber was ist unser Richter. Im Personenregister geboren in Kraslice am Anfang des Jahrhundert, entdeckte man keinen Namen Richter, dafür lassen sich dann später ausfindig machen Richter gleich ein paar (z.B. Im Jahr 1871 die Heirat Anny Langhammer mit Josef Richter, der Sohn des Verstorbenen Josef Richter (Geburt unerwähnt), oder im Jahre 1850 Geburt Richtea Jolbartüsse. Zur Wende 19/20.Jahrhundert ist dann schon Richter in Kraslice rund 40 mal).

Aber gehen wir zurück bis ins Jahr 1825, wo Johan Langhammer umhergeht Arbeiter aus Kraslice und ihre Produkte nach Klingenthal verkauft, wo er beträchtliche Aufträge hat. Einer von ihnen ist auch Arbeiter Richter, vermutlich Josef Richter (der erstgeborene Sohn hatte einen christlichen Namen nach dem Vater), geschickter, denkerischer Handwerker und...Musikant. Das was Richter erstellt ist interessant, neu und hat so Erfolg.
Und so gelangt Richter während der Jahre 1825-26 zu den Produkten, die im wesentlichen erzeugt werden bis heute.
Langhammer beginnt im Jahre 1827 selbst, d.h. diese, Erzeugung der Harmonikas aufzunehmen im Großen in seinen Werkstätten am damaligen Lipa-Platz. Er legte den Grundstein der Familienfirma, in der die Produktion überdauert bis in die 40er Jahre des 20.Jahrhunderts. Abb.3
Im Jahre 1847 waren in Kraslice 3 Produktionsstellen der Harmonikas, vor dem 1.Weltkrieg fünf und im Jahr 1939 sieben Produktionsstellen vom Mundharmonikas. Im benachbarten Klingenthal waren die Produktionszahlen noch viel höher. Heute existiert in der Gegend nur noch eine Firma Seydel & Sohn in Klingenthal.
Offenbar stellten auch Richters Nachfahren unter seinem Namen Mundharmonikas her – auch in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts (Harmonikas signiert ANTON RICHTER; JOH.RICHTER).

Mit hohem Maß der Wahrscheinlichkeit können wir daher zu Recht annehmen, was das angeht, dass Josef Richter, der böhmische Arbeiter, entwickelte 10 ... 20er Tonharmonikas der Diatonabstimmung in den Jahren 1825-26. Wir fügen hinzu, dass das war in Kraslice während der Bindung zwischen Hersteller und Kaufleuten aus Kraslice und Klingenthal.
Wieso war Richter Böhme? In dieser Zeit unterscheidet man im tschechisch-deutschen Grenzland nicht, aber der Vorname Josef deutet darauf hin und es ist möglich auch der Grund dafür, dass er praktisch in allen Publikationen als Böhme angegeben ist.
In den Publikationen erscheint, dass Richter im Ort HAIDA geboren wurde. Haida bedeutet Novy Bor. Doch das ist die Stadt am entferntesten von Kraslice und es ist der Ort der traditionellen Glasproduktion. Überdies in der Zeit des Ursprungs der Instrumente war es nur eine Gemeinde mit einigen Häusern. Als wir aber suchen einen deutschen Namen für Bor, kommen wir zu dem Namen Haid, Hayd! Bei den Betrachtungen kommt dann Bor bei Tachov (Tachau) oder das noch nähere Bor bei Karlovy Vary (Karlsbad).
Damit können wir unsere Betrachtungen beenden. Nur noch zum zuende zeichnen der Zeit – in den Jahren 1825-26 entfalteten die Vettern Ververkov ihr „Treiben“ (den landwirtschaftlichen Pflug) und Josef Ressler gelang in denselben Jahren der Propeller, der 1827 patentiert wurde.
Für den Fall Richter war Berliner , oder Wiener, oder er war wohlhabend, vielleicht hätte er sich seine Instrumente patentieren lassen und hätte eine eigene Produktion einleiten können. Möglicherweise spielten wir heute nicht auf Hohnerk, sondern auf Richter. Doch darauf spielen wir ohnehin, wenn auch der Name der Produkte ein anderer ist.

Was bleibt noch zu bemerken? Weiter führen wir fort seine Nachforschungen nach Richter. Im Register Kraslice kamen wir voran bis zum Namen Josef Richter, geb. ungefähr 1830 (offenbar ein Sohn unseres Richters). Weiter kann die Nachforschung aussichtsreich sein im Register Karlovy Vary. Doch darunter sind älteren Datums, daher eine schwierigere Suche, einfach weil wir nicht so gut nachlesen können. Auch wurde uns in die Hand gegeben ein edles Exemplar der Mundharmonika (ein Produkt vermutlich um das Jahr 1850) signiert JOH.RICHTER- es kann sich um ein Produkt des Sohnes unseres Richters handeln, und auf weiteren Fotografien ist eine andere Variante, auch signiert JOH.RICHTER (es befindet sich in den Händen eines privaten Sammlers aus Nizozemi).

Mit Danksagung Herrn V. Kotesovci, Matrikenführer Kraslic, für die ganzen Informationen und Anhaltspunkte.
Bohuslav Pechlák (Asociace HAF) 2006

Diskuse

[1]  Karsten Meinel, mail

Vielen Dank für die interessanten Gesichtspunkte. Würde gerne auf der Strecke weiterforschen, an wen könnte ich mich wenden? Wer hat zum Beispiel das Buch: Haidaer Familiennamen von 1692 bis 1860. Von Karl Würsel, Haida? Danke für die Hilfe Karsten Meinel

[2]  , mail

ich finde das ein scheiss dreck und vi

[3]  tim eckbrett, mail

ich suche gerade verwante aus bömen und der nachname ist richter. Habe auch schon Taufscheine allerdings nur bis 1886 Einen Anton Richter geboren 12 Juni 1886 sohn des Josef Karl Richter einen Leo Richter geboren 22 September 1901 sohn des oben genannten Josef Karl Richter die Taufscheine sind aus der evangelischen Kirche in Frühbuss. könnte da eine verbindung bestehen.haben sie eventuel infos für mich? würde mich freuen tim Eckbrett

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