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Professor Heinz Kurt Henisch

Professor Heinz Kurt Henisch
(21. 4. 1922 bis 21 3. 2006)
Bedeutender Neudeker Landsmann und Wissenschaftler von Weltgeltung.


Siehe Neudeker Heimatbrief 3/2006,Seiten 17-18; 4/2006,S.15; 8/2006,S.9-10; 2/2007, S.16-17 in Fotogalerie - Schriftliche Quellen - Neudeker Heimatbrief - Prof. H.K. Henisch

Professor Heinz Kurt Henisch, Wissenschftler von Weltrang, wurde am 21. 4. 1922 in Neudek in der Familie eines anerkannten Advokaten geboren. Sein Vater Dr. Leo Henisch war ein aktiver Antifaschist, ein bedeutender Funktionär der Deutschen Sozialdemokatischen Partei. Er gehörte zu den links orientierten jüdischen Intellektuellen.
Heinz Henisch hat in Neudek die deutsche Volksschule besucht, danach die deutsche Gymnasium in Karlsbad. Im November 1938 emigrierte Familie nach England. Dort schloss er die Mittelschulausbidung (Ottershaw College) in Surrey ab. Er trat in die Universität in Bristol ein, aber nach dem Bombardierung der Stadt trat er in die Universität in Reading über, wo seine Familie lebte. Während des Krieges arbeitete er in einem Luftfahrtinstitut für das Testen von elektronischen Bestandteilen. Nach dem Krieg kam er an die Universität in Reading zurück, wo er Pädagoge wurde. Er beschäftigte sich mit Forschung von Halbleiter; er stand am Anbeginn der Transistorentechnik. Im Jahre 1949 vertedigte er das Doktorat und wurde Professor für Physik. Er wurde von verschiedenen Institutionen zu Vortragsreisen eingeladen (dreimal hielt er auch einen Vortrag in Prag). Im Jahre 1963 nahm er das Angebot in USA zu arbeiten an, in der State University in Pennsylvania in der Stadt State College. Dort begann er sich intensiv außer mit der Physik auch der Geschichte der Fotografie zu widmen und schaffte diese dort als ein neues Studienfach. Diese Universität wurde dann das Zentrum für das Studium von Geschichte der Fotografie in den USA und Professor Henisch erhielt dort sein zweites Doktorat und seine zweite Professur. Er schrieb etwa 200 Fachartikel aus dem Bereich physikalischen Forschung und der Geschichte der Fotografie (er selbst war ein begeisterter Fotograf). Zusammen mit seiner Frau Bridget Ann, Historikerin, gaben sie etwa 15 Bücher heraus, meistens wissenschaftliche, aber auch belletrische Werke und Memoiren. In Nejdek ist sein Buch Erster Tanz in Karlsbad der bekannteste. Auf die Jahren in Vorkriegszeit in der Tschechoslowakischen Republik schaut er menschenfreundlich an.
Heinz Henisch ist am 21. März 2006 gestorben, ein Monat vor seinem 84. Geburtstag. Ein Teil seiner Asche wurde am 27. Oktober 2006 in das Friedfeld auf dem Neudeker Friedhof verstreut. Am 16. July 2007 wurde an seinem Geburtshaus eine Gedenktafel enthüllt.

Diskuse

[1]  valentin schreiber, mail

werte damen und herren! rein zufällig fand ich bei meinen recherchen in der heimat meines großvaters emil und vaters emil schreiber jun. (geb. 26.4.1922) ihre seite. wie es aussieht, hatte wohl heinz henisch selbst keine nachkommen, aber vielleicht noch geschwister? 1. mein großvater (geb. 1897 in trinksaifen) war bis 5.10.1938 chef der polizei in neudek und funktionär der spd und der gewerkschaft, und kam deswegen durch die nazis von der dienststelle sofort ins KZ dachau. 2. und mein vater musste - aus dem gymnasium ein jahr ins bergwerk (anschl. in krieg), - mit der mutter nach sachsen. mein vater (verstarb schon 1984) war also so alt wie heinz henisch: vielleicht gingen sie sogar in die gleiche klasse im gymnasium. ich habe jedenfalls noch bilder aus dieser zeit - natürlich auch aus der zeit des großvaters. hat irgendjemand interesse der zeiten aus neudek in böhmen und unserer vorfahren?? einen freundlichen gruß valentin schreiber aus kitzingen, 17.12.2012

[2]  Kenneth Henley (birthname: Karl Henisch), mail

Heinz Henisch hatte einen "großen" Bruder Karl Norbert Henisch. Dieser Karl Henisch ist mein Vater. Über ihn weiß ich nicht viel. Soviel ist sicher. Er ging in die Grundschule in Neudeck, machte Abitur in Karlsbad und studierte anschließend an der Karls Universität in Prag wo er promovierte in Rechtswissenschaften. Er diente anschließend in der Thechischen Armee bis dort entschlossen wurde (1938) auf jüdische Offiziere zu verzichten. Er ging nach Ägypten und danach zu seinen inzwischen "ausgewanderten" Eltern und Bruder (eben Heinz Henisch) in Reading England. Nach dem Kriege heiratete er Edeltraud Hirth - ursprünglisch aus Zwickau (Sachsen) und hatte mit Ihr 2 Kinder. Eines dieser Kinder bin ich, dass andere Kind wohnt (meiner Kenntniss nach) bei Stuttgart (Deutschland). Karl Henisch (re: Kenneth N. Henley) lebte in UK, danach einige Jahre in der Republik Südafrika, kurz in Israel und danach in den USA. Bis zu seinem Ableben (in Santa Fe, New Mexico) im Jahre 1982 habe ich ihn ein paar mal getroffen. Er hat aber - zu meiem Leidwesen - nie über die Zeit vor dem Kriege gesprochen. Außer sein Studienbücher von der Karlsuniversität habe ich keine Dokumente von ihm aus dieser Zeit. Ein paar Bilder gibt es aber noch. Von Prof. Heinz Henisch gibt es (wie bereits erwähnt) ein kleines Büchlein mit Namen "First Dance in Karlsbad" in dem er das Leben seiner Familie (Familie: Dr. Leo Henisch) von Anfang der 1930 Jahre bis kurz nach dem Kriege nett beschreibt. Wer die Zeit damals verstehen möchte sollte sich das Büchlein besorgen.

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