Česky Deutch

Abschlußbericht des Projektes Mosaik der erzgebirgischen Kultur

Das Projekt Mosaik der erzgebirgischen Kultur hatte „Schuld“ am Sammeln weiteren Materials völkerkundlichen Charakters, welches sich verbindet mit Geschichte und Kultur der böhmischen und sächsischen Seite des Erzgebirges. Diese Materialien wurden anschließend angeordnet für den Internetgebrauch und zusammengefasst auf der Seite www.znkr.cz.

Weitere Teile des Projektes waren die Schaffung einzelner Seiten www.znkr.cz. Ihre Form und Ausrichtung sollte ausgehen von der einstiegen Webseite: www.znovuobjevenekrusnohori.cz

Diese Seiten bieten so interessante Informationen über das Erzgebirge, welchen Sie auf anderen laufenden Seiten, die sich dem Erzgebirge widmen, nicht finden.
Dieses Vorhaben erfolgreich zu gewährleisten ist gelungen.

Detailliert zu einzelnen Aktivitäten des Projektes:

1) Materialsammler
Im Rahmen der Fotografiensammlung gelang es zu erwerben fotografische Aufnahmen von mehreren Sammlern. Aus dem Umkreis Butlav fanden wir den Sammler Herrn Pavel Rund. Kraslice bot er auf CD-Rom an der Grundschule Havlickova 1717. Fotografien von Hranicne und Publikationen über diese erloschene Gemeinde bot an Herr Klaus Hoyer aus Klingenthal. Eine weitere große Sammlung sind historische Aufnahmen Chomotovs, welche wir erwarben von Herrn Johan Kovarov aus Straze nad Ohri. Ulrich Möckel sorgte für Aufnahmen aus den Gemeinden Vysoka Pec, Potucky und Ryzovna. Herr Hans Knabe lieh die Aufnahmensammlung von der sächsischen Seite des Gebirges. Herr Ivan Cader aus Medenec bot die große Sammlung des Umkreises Medenec an. Frau Bürgermeisterin Jitka Tumova aus Pernik lieh dafür das digitalisierte Jahrbuch der Gemeinde Pernik und viele Fotografien. Herr Bedrich Lühne gab weiteres und wesentliches dazu und bot an das unbekannte Album des Fotografen Rupert Fuchs – dem berühmten Fotografen des Erzgebirges der 20er und 30er Jahre – aus dem Kreis Rolava. Herr Jaroslav Storkan aus Hroznetin bot an aus der Seite eines Albums Fotografien aus Hroznetin und Merklin. Herr Josef Schlosser lieh Originalstücke der gläsernen Platten von Rupert Fuchs und Fotografien aus Nejdek.

Eine sehr präzise Sammlung gelang uns zu erwerben dank Oto Detakov aus Srni na Klaterec. Herr Detak bearbeitete komplex alle Häuser in Srni und schaffte aus ihnen eine Dokumentation. Zugleich verfasste er tschechische Schriften und auch deutsche Schriften der Gemeindechronik und Erinnerungen ehemaliger Einwohner vom hiesigen Leben.
Die Sammlung ist hier zu sehen: http://www.znkr.cz/fotogalerie/album/263-srni/

Eingescannt haben wir auch verschiedene historische Publikationen und Bücher. Es handelt sich zum Beispiel um das Jahrbuch der Gemeinde Pernink, Bücher über die Gemeinden Stribna, Kraslice und Ryzovna. Großer Anteil ist das eingescannen aller Jahrbücher des Neudeker Heimatbriefes vom Jahr 1948 bis zum Jahr 1998. Dieses Material hilft den regionalen Historikern und Interessenten bei der Nachforschung von Erlebnissen, Traditionen und Anschauungen Sudetendeutscher, welche die Region verlassen mussten. Wir erwarben auch alle Jahrbücher des Graslitzer Heimatbrief. Vorläufig gelang es nicht diesen zu digitalisieren.

Es ist klar, dass es gelang die Geschichte des Erzgebirges mit Hilfe des Projektes MKK aufzugreifen und für die kommende Generation zu sammeln.

Allen Sammlern danken wir vielmals und wir schätzen deren Vertrauen.

2) Die Sammlung der Interviews mit Erinnerungen, Sorgen und weiteren interessanten Leuten
Dieser Teil des Projektes war aktuell und logistisch anspruchsvoll, aber zugleich stellt es dar den sehr großen Bedarf in der Erfassung verschwundener Seelen des Erzgebirges.
Im Rahmen des Projektes kamen zustande 60 Gespräche mit Respondenten von Luby bis zum Berg Heilige Katerina.

Namentlich handelt es sich um diese Leute:

Luby – Jindřich Desort
Hraničná, Kraslice – Klaus Hoyer
Bublava – Pavel Rund
Rotava – Petr Rojík
Kraslice – Václav Kotěšovec
Sokolov – Jaroslav Michálek, Romana Beranová
Stříbrná – Jaroslav Zapletal
Přebuz – Antonín Pčouka
Nové Hamry, Jelení – František Kubiš, Marianna Nováková
Nejdek – Antonín Klíma
Vysoká Pec, Rudné – Růžena Severová, Eva Šerá, Tomáš Hüttner
Karlovy Vary – Stanislav Burachovič
Karlovy Vary – Stanislav Wieser
Hroznětín – Marta Rödigová
Pernink – Bedřich Lühne
Horní Blatná – Robert Petro, Vilém Schneider
Hřebečná, Merklín – Josef Iser
Abertamy – Zdeněk Lakatoš, Gerhard Krakl, Pavel Schreiber, Johana Morávková, Josef Grimm,
Ostrov nad Ohří – Jitka Samáková, Josef Nečas
Hauenštejn – Pavel Palacký
Jáchymov – Jaroslav Vondráček, Oldřich Ježek
Boží Dar – Jan Horník, Rudolf Chlad, Dáša Chladová
Loučná pod Klínovcem - Petr Zelenka, Eva Kubešová
Vejprty – Jitka Gavdunová
Kovářská – Jiří Pop, Kurt Frank
Měděnec – Ivan Cáder, Manuela Prchalová
Kamenné – Werner Stütz
Stráž nad Ohří – Johana Kovářová
Srní – Ota Děták
Louchov – Otto Kreissl
Kotlina – Marie Říhová
Výsluní – Hana Klenotová, Jiří Crkal, Marie Tanajevská
Hora Sv. Šebestiána, Chomutov – Hedvika Hurníková
Chomutov, Vernéřov – Anna Marie Goschallová, Stanislav Děd
Hora Sv. Kateřiny – Petr Pakosta
Auf der sächsischen Seite wurden folgende Gespräche geführt:
Klingenthal – Klaus Hoyer, Manfred Gäbler
Morgenräuthe Rautenkranz – Peter Haine
Carlsfeld – Andreas Fleig, Ulrich Möckel, Rainer Glass
Auerbach – Hans Lehrer
Johanngeorgenstadt – Holger Haschek, Krystof Meyer, Hans Wendler
Breitenbrunn – Ralf Fischer
Rittersgrün – Hans Knabe
Oberwiesenthal – Brigitte Roscher
Annaberg – Gabrielle Lorenz
Marienberg – Undine Theml, Hans Wittig, Kurt Ihle
Die Gespräche waren sehr lehrreich und griffen auf die grundlegenden Momente des Erzgebirges. Wir konzentrierten uns zuerst auf persönliche Erlebnisse der Betroffenen und ihrer Familien und später auch auf die Geschichte ihrer Geburtsorte und Wohnorte.
Aus den Gesprächen kristallisierten sich die Grundprobleme der Region heraus, geschichtliche Traumata und heutige Fragen der Entwicklung. Zuhörer werden aus den Gesprächen erfahren wie interessant geschichtliche Zusammenhänge, Merkwürdigkeiten aus den Orten, so auch vielfach bunte Lebensschicksale örtlicher Leute sind. Der Wert der Gespräche besteht im Erfassen der Erfahrungen aus dem Leben im Gebirge ein für allemal.

Nicht in allen Orten gelang es Gespräche zu führen, demsofolge wollen wir in Arbeit weiterführen. Neue Kontakte, Tipps an Gedanken mehren sich. Ich schlage deshalb vor, anknüpfende Projekte zu bilden direkt an die Sicherstellung weiterer Studien der Ereignisse im Erzgebirge.
Das technologische Hinterland ist ausreichend.

3) Die Bildung der Internetseite www.znkr.cz
Die Gesellschaft Flare Ware stellte eine nagelneue Seite her, die funktionell verlegt wurde aus der ursprünglichen web www.znovuobjevenekrusnohori.cz.
Zu allen funktionellen alten Internetschnittstellen kamen eine Menge grundsätzlicher Neuerungen dazu. Die wichtigste Devise ist die hervorragende grafisch ausgearbeitete Seite.

Zu den Erneuerungen gehört:
1) Die Möglichkeit einzuspielen Musikdateien (format.mp3), die sich während des Beitrages online anstellen lassen. Zu den Tondateien kann man hinzufügen Fotografien, welche das Gespräch untermalen.
2) Die Möglichkeit Videodateien einzuspielen (format Avi.mpeg), die sich während des Beitrages online anstellen lassen.
Diese zwei Funktionen bessern prinzipiell die Möglichkeiten der Präsentation des Projektergebnisses. Wir sind nicht mehr angewiesen auf nur geschriebene Gestaltung, sondern der Mensch kann sich das Gespräch einschalten und weiter seiner Arbeit nachgehen. Sehr praktisch.

Weitere Erneuerungen sind kommunikative Funktionen der web. Es handelt sich hauptsächlich um die Möglichkeit einzufügen Aktuelles von allen registrierten Benutzern, Fotoalben einzufügen, die Benennung der Bildunterschriften zu verändern, einen Beitrag zur Diskussion einzufügen und Kalenderaktivitäten. Benutzer können auch das chat nutzen.
Die Seiten verfügen über eine statistische Besucher web, einzelne Beitragstypen und auch eine Statistik der aktivsten Benutzer.
Die ganze web ist konzipiert konsequent zweisprachig. In der heutigen Zeit (11.10.2007) sind auf der Seite registriert 20 Benutzer.
Die Gesellschaft Flare Ware, s.r.o. (GmbH) gewährleistet für die Seite professionellen Service und hosting. Das ist eine bedeutende Neuerung des Projektes.

Übersetzungen
Im Rahmen des Projektes werden übersetzt alle Künstlerportraits zu den Gesprächen, veröffentlicht auf www.znkr.cz, grundlegende Artikel über das Projekt, übersetzt das Gespräch mit Hans Wendler aus Johanngeorgenstadt bis zur geschriebenen tschechischen Gestaltung. Weiter die Abschlussarbeit und Legenden des Erzgebirges.

Zusammenfassung
Das Projekt MMK zeigt, dass in den Regionen von der Vertreibung betroffene deutschen Einwohner, es notwendig ist zusammenzufügen die letzten Teile des ehemaligen Mosaiks des örtlichen Lebens. Noch heute finden wir vor sich Erinnernde, die ihre Erfahrungen selbst weitergeben können. Eine Reihe Informationen sind nicht bekannt und erst ihre Bekanntmachung und Publikation kann die Seele des Erzgebirges aufzeichnen.

Moderne Präsentationsverfahren der erworbenen Daten ist eine große Zusicherung für den Gebrauch der jungen Generation, welche mit dem Internet ganz normal arbeitet.

Wir hoffen, dass es uns gelingt dank der Publizistik Benutzer für die Seite zu gewinnen, die sich auch aktiv einschalten zur Veröffentlichung weiteren Materials. Internetlösungen ermöglichen.
Ich betrachte diese Realisierung des Projektes MMK nur als Anfang des systematischen Sammelns von Material. Schon ein paar Tage nach Abschluss der Sammlung scharrten sich viele weitere Betroffene, denen es möglich wäre mich zu besuchen. Etliche könnten gut zur Sammlung einbeziehen örtliche Schulen, vor allem die mittleren.

Das Projekt MMK betrachte ich als Erfolg. Diese Methode der Arbeit zeigt auf weitere Wege für das Erfassen uneigentlicher und eigentlicher Vergangenheit der Region-

Prag, 02.10.2007
erarbeitet. Mgr. Petr Miksicek

Diskuse

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Dieses Projekt wurde aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen der Initiative INTEREG IIIA teilfinanziert.