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Ignaz Sichelbarth aus Neudek

Ignaz Sichelbarth aus Neudek

(1708 – 1780)
Missionar, Maler und Mandarin am Kaiserhof in Peking

Wer von unseren Landsleuten kennt den Namen Ignaz Sichelbarth? Vermutlich ist er den meisten völlig unbekannt, und doch gehört Sichelbarth zu den bedeutendsten und interessantesten Persönlichkeiten aus unserer Heimat-stadt. Die heutigen Neudeker Bürger kennen zumindest seinen Namen und seinen Sterbeort, denn seit dem 24.10.1999 befindet sich am Turmfelsen eine Gedenktafel mit der Aufschrift: * 26.IX.1708 NEJDEK R.P. IGNAC SICHELBARTH S.I. + 6.X.1780 PEKING. 2)

Sichelbarths Lebensweg ist einzigartig. Dass in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein Neudeker bis nach China kam und dort in hohen Ehren starb, ist fast unvorstellbar. Offensichtlich war Sichelbarth künstlerisch recht begabt, und wir dürfen vermuten, dass er schon in seiner Heimat als Maler tätig war. Doch er setzte sich ein anderes Ziel als eine Karriere an einem europäischen Fürstenhof.

1736 trat er in Brünn als Novize in den Jesuitenorden ein, studierte seit 1739 in Olmütz Theologie und bereitete sich vor auf eine Tätigkeit als Missionar. 1743 finden wir ihn mit einer Gruppe von Mitbrüdern in Lissabon; von dort führte ihn seine Reise um Afrika und Indien bis Macao, dem Ausgangspunkt der China-mission. 1745 erreichte er sein Ziel - Peking. Was aber lockte ihn nach China? 3)

Brücken zwischen Kulturen

Bereits 1601, eineinhalb Jahrhunderte vor Sichelbarths Ankunft, hatte der ita-lienische Jesuitenpater und Missionar Matteo Ricci in Peking Fuß gefasst. Da-mit begann ein kultureller Brückenschlag zwischen Europa und China, wie er in der Geschichte ohne Beispiel ist.

Taktvoll und tolerant fügten sich Ricci und seine Gefährten in die chinesische Gesellschaft ein. Sie lernten ihre Sprache, achteten ihre Kultur und gewannen so die Freundschaft hoher chinesischer Beamter und Gelehrter, die sie nicht nur für das Christentum interessierten, sondern die auch andere Elemente der westlichen Kultur dankbar annahmen: die europäische Mathematik und Geo-metrie, Astronomie und Kalenderkunde, Geographie, Kartographie, Technik und Medizin. 4)

Die kulturelle Brücke war aber nicht nur in einer Richtung geöffnet. Die Missio-nare schrieben Bücher und Briefe, sie zeichneten ein sehr positives Bild von China und erregten in Europa ein lebhafte Interesse an dem fernen Land im Osten. Gleichzeitig kamen mit den portugiesischen und im 17. Jahrhundert mit den holländischen und englischen Handelsschiffen immer mehr chinesische Produkte nach Europa: Tee, Seide, Kunstgegenstände und vor allem das viel bewunderte, mit faszinierenden Bildern und Mustern bemalte Porzellan. 5)

Als Ignaz Sichelbarth in Neudek seine Kindheit verbrachte und in Brünn und Olmütz studierte, steigerte sich in Europa das Interesse an China zu einer Chi-namode, ja zu einer Chinabegeisterung, die sicher auch der junge Sichel-barth erlebte und vielleicht seinen Wunsch erregte, selbst als Missionar in den fernen Osten zu gehen.

Die Kunst – eine kulturelle Brücke

Matteo Ricci hatte für den Kaiser „Gastgeschenke“ aus Europa mitgebracht, unter anderem ein Bild der Madonna mit dem Kind und Kupferstiche von Ve-nedig. Die Bilder erregten unter den Beamten und Künstlern am Kaiserhof Er-staunen. Zwar hatten auch die Chinesen eine hoch entwickelte Kunst. Die westliche Malerei zeigte aber Besonderheiten, welche die chinesische nicht kannte: leuchtende Ölfarben, starke Hell-Dunkel-Effekte durch Licht und Schatten und die Perspektive – die Merkmale also der plastischen und realisti-schen Bildkunst der europäischen Renaissance und des Barock. 6)

Ricci und seine Gefährten erkannten sofort die Bedeutung der Kunst für die Mission. Geschickt nutzten sie das Erstaunen der Chinesen über die Bilder, um Interesse an ihrem Inhalt zu wecken. Doch die Missionare brachten nicht nur Heiligenbilder und Illustrationen zur Bibel nach China. Kupferstiche europäi-scher Städte und sogar Lehrbücher der Architektur vermittelten dem Kaiser und seinen Gelehrten Eindrücke westlicher Kultur, und europäische Künstler waren fortan als Bedienstete des Monarchen sehr willkommen.

1715 begann ein neuer Abschnitt der Kunstgeschichte am Kaiserhof. In die-sem Jahr traf dort ein Mailänder ein, der die Malerei mehr als ein halbes Jahr-hundert bestimmte: der Jesuitenbruder Giuseppe Castiglione (1688-1766). Castiglione war der Lehrer seiner jüngeren Kollegen und Nachfolger, des Fran-zosen Jean-Denis Attiret (1702-1768) und des Neudekers Ignaz Sichelbarth. 7)

Die Krise der Mission in China im 18. Jahrhundert

In China hatte sich seit der Zeit der ersten Jesuitenmissionare vieles verändert. Die alte Kaiserdynastie der Ming war 1644 zusammengebrochen, das kriegeri-sche Volk der Mandschu war aus dem Norden in China eingefallen und hatte Land und Kaiserthron erobert. Über das Reich der Mitte herrschte von nun an bis 1911 die neue Dynastie der Mandschu.

Verändert hatte sich auch die Lage der katholischen Chinamission. Seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts war sie in einer schweren Krise. Die chinesische „Staatsphilosophie“, der Konfuzianismus, war dogmatisch erstarrt und nicht mehr bereit, fremde Einflüsse zu dulden. An der Rand des Scheiterns brachte die Mission schließlich die Kirche selbst. Schroff verurteilte die Kurie in zwei Edikten 1704 und 1742 die von den Jesuiten tolerierte Verehrung des Konfuzi-us und der Ahnen, Jahrhunderte alte Elemente chinesischer Kultur. Nun galten solche Riten als Verrat an den katholischen Dogmen. Die Folgen waren Ent-täuschung und Verwirrung unter den neuen Christen und eine zunehmende Feindseligkeit gegen sie und die Missionare, die sich steigerte bis zu Auswei-sungen und offenen Verfolgungen. Christliche Missionen waren fortan uner-wünscht, aber immer noch willkommen waren die Jesuiten als Astronomen, Mathematiker, Geographen, Techniker und Künstler. In dieser Situation er-reichte Ignaz Sichelbarth 1745 Peking. Noch im gleichen Jahr nahm ihn der Kaiser in seinen Dienst. 8)

Leben und Arbeit am Kaiserhof

Sollte Sichelbarth gehofft haben, Heiligenbilder zu malen und Kirchen zu schmücken, dann wurde er sicher enttäuscht. Briefe oder Aufzeichnungen von ihm selbst sind nicht erhalten. Durch die Berichte seines Kollegen und Mit-bruders Attiret und seines Landsmanns, des Paters Johannes Walter aus Bilin, sind wir über die Arbeit und die Lebensverhältnisse am Kaiserhof dennoch gut unterrichtet:

Alles, was wir zu malen haben, wird vom Kaiser angeordnet. Zuerst machen wir Zeichnungen, die er begutachtet und nach seinem Belieben ändern oder umgestalten lässt. Mögen diese Korrekturen gut sein oder schlecht, sie sind auszuführen, ohne dass jemand es wagen darf, sein Werturteil darüber ver-lauten zu lassen. 9)

Die Aufsicht durch den Kaiser war streng und die Arbeitsbedingungen waren hart: Den härtesten Dienst dienen die Mahler –so Johannes Walter- dann wei-len der Monarch ein unersättlicher Liebhaber der Mahlerey ist, müssen sie von fruhe Morgen bis spaten Abend, die ganze Woche dem Werk obliegen, und darffen, allein an Sonntaegen die Hand von der Tafel ziehen. 10)

Dennoch haben die Maler geduldig ausgeharrt. Ihre Dienste für den Herrscher – so hofften sie – würde in dieser für die Mission so schwierigen Zeit auch ihren Mitbrüdern und Mitchristen das Wohlwollen des Monarchen bewahren:

An die glanzvolle Macht eines anderen gekettet zu sein, kaum an Sonn- und Feiertagen Zeit für das Gebet zu haben, selten etwas nach eigenem Ge-schmack und mit eigenem Erfindungsgeist malen zu dürfen, tausend anderen Misshelligkeiten ausgeliefert zu sein, ... all dies ließe mich so schnell wie mög-lich nach Europa zurückkehren, wenn ich nicht den festen Glauben hätte, dass die Kunst meines Pinsels der Religion den besten Dienst erweist, indem sie den Kaiser mit den Missionaren, die sie verbreiten, nachsichtig sein lässt und dass am Ende aller Arbeit und allen Kummers mir das Paradies leuchten wird.

Trotz ihrer Mühen und Tausend ... Misshelligkeiten – den Künstlern aus Europa war wohl bewusst, dass ihnen Ehren zuteil wurden, von denen die meisten Chinesen nur träumen konnten. Was Attiret berichtet, gilt sicher nicht weniger für Sichelbarth:

Und dennoch bin ich vom Kaiser von China so gut empfangen worden, wie eben ein Fremder von einem Herrscher empfangen werden kann, der meint, er herrsche einzig in der Welt und glaubt, dass jeder Mann, besonders, wenn er aus dem Ausland zu ihm kommt, sich glücklich schätzen müsse, in seinen Diensten stehen zu dürfen. Sich aufzuhalten in des Kaisers Nähe, die Erlaubnis zu erhalten, ihn zu sehen und mit ihm zu sprechen, das ist für den Chinesen höchstes Glück, und eine größere Belohnung kennt er nicht. Wenn diese Gunst zu kaufen wäre, so wäre keinem Untertan des Kaisers der Preis dafür zu hoch ... 11)

Sichelbarths Werk

Von Sichelbarths Werk ist nur ein kleiner Teil erhalten. Es sind etwa zwei Dut-zend Tierbilder meist mit Landschaften, die im Museum des alten Kaiserpalas-tes in Peking und im Nationalen Palastmuseum in Taipei aufbewahrt werden. In Taipei befindet sich auch sein bedeutendstes erhaltenes Bild: Hundert Hir-sche in einer Landschaft, ein Streifenbild auf Seide mit einer Höhe von 42 cm und einer Länge von 4,23 m. 12)

Irgendein religiöses Bild von ihm kennen wir nicht. Das ist nicht verwunderlich. Was die Künstler zu malen hatten, bestimmte der Kaiser. Was für einen heuti-gen Regierungschef seine Pressefotografen sind, waren für Qian Long 13) – so sein Name - die europäischen Maler. Unzählige Male porträtierten sie den Herrscher, seine Prinzen, Mandarine, Offiziere, Vasallen und Konkubinen. Wie seine Mandschu-Vorfahren war Qian Long ein begeisterter Reiter und Jäger, also beauftragte er seine Künstler mit der Darstellung von Jagdszenen, von Pferden, Hunden und Hirschen. Brachte ein mongolischer Fürst ein Pferd als Tri-butgeschenk, wurde das große Ereignis im Bild festgehalten. 14)

In den Jahren 1756 und 1757 führte der Kaiser Feldzüge gegen aufständische Mongolenstämme an der Westgrenze Chinas. An alle Kommandanten ging der Befehl, von den Schlachtenszenen Skizzen anfertigen zu lassen. Nach der Rückkehr der siegreichen Armee wurden einige davon wohl unter der Leitung der Jesuitenmaler auf große seidene Hängerollen übertragen und im kaiserli-chen ‚Pavillon des purpurnen Glanzes’ ausgestellt. 15)

Es ist fast unglaublich, dass es damals – mehr als 200 Jahre vor der Gründung der Partnerschaft der Städte Augsburg und Neudek - zu einem künstlerischen Kontakt zwischen Bürgern beider Städte kam – vermittelt durch den Kaiser von China! Die Jesuiten hatten nämlich eine Sammlung von Kupferstichen des Augsburger Künstlers Georg Philipp Rugendas (1666-1752) nach Peking ge-bracht und dem Kaiser vorgelegt. Der Anlass war aktuell: Die Stiche zeigten Schlachtenszenen. Qian Long war von den Bildern des Augsburgers fasziniert. Eine solche Sammlung wünschte auch er: Kupferstiche von seinen Schlachten und Siegen über die Mongolen.

Qian Long gab nun die Anweisung, von den 16 (zunächst vier) der Schlach-tenbilder seiner eigenen Maler verkleinerte Zeichnungen anzufertigen. Die drit-te stammt – wie wir aus dem kaiserlichen Dokument selbst erfahren - von Si-chelbarth. Sie zeigt die Unterwerfung der Bewohner der Gegend von Ili in West-turkestan vor der chinesischen Armee.

Der Kaiser erteilte nun folgenden Befehl: Ich wünsche, dass die 16 Bilder der Siege, die ich bei der Eroberung des Reiches der Dsungaren und der benach-barten mohammedanischen Länder errungen habe und die ich von Lang Shi ning (=Castiglione) und den anderen europäischen Malern habe malen las-sen, die in meinem Dienst in der Stadt Peking sind, nach Europa geschickt werden, wo man die besten Künstler wählen soll, so dass sie jedes dieser Bilder vollkommen in allen Teilen auf Kupferplatten bringen ... 16)

Mit einem Schiff der französischen Ostindischen Companie wurden die Zeich-nungen nach Frankreich gebracht und in der ‚Academie Royal de Peinture et Sculpture’ in Paris von den besten Stechern Frankreichs in Kupfer übertragen. 1775 kamen die letzten Kupferplatten und Bilder nach China zurück. Der Kai-ser war, wie ein Missionar in einem Brief berichtet, sehr beeindruckt: Seine Majestät war so zufrieden mit den Stichen seiner Siege, die er bisher erhalten hat, dass er ... befohlen hat, (neue) Abzüge anzufertigen. 17)

Weitere Aufträge folgten nach den Feldzügen: die Porträtierung verdienter Offiziere, ja sogar der ehemaligen tatarischen Gegner, die zum Kaiser überge-laufen waren. Ohne Zweifel war auch Sichelbarth daran beteiligt. Der franzö-sische Jesuit Amiot schildert, wie die westmongolischen Fürsten das Malen ih-rer Porträts aufgenommen haben: Von den Tataren, die kaum daran ge-wöhnt waren, sich abgebildet zu sehen, berichtet man, dass sie vor Entzücken außer sich gerieten, wenn sie sich auf der Leinwand erkennen und mit all ih-rem Aufputz sehen können. Sie lachten gegenseitig über sich, wenn sie schon nach ein paar Pinselstrichen ein wenig Ähnlichkeit erkennen konnten, und ge-rieten geradezu in Ekstase, wenn das Bild vollendet war. 18)

Sichelbarths Stil

Sichelbarth diente einem Herrn, der Kunst und Poesie liebte und achtete, der Bilder mit eigenen Gedichten und Aufschriften bereicherte und zum Erstaunen der Maler den Kohlestift gelegentlich selbst in die Hand nahm. Natürlich er-wartete der Kaiser, dass seine europäischen Künstler in chinesischem Stil mal-ten. Doch sind in deren Bildern europäische Elemente erkennbar, die der Kai-ser geduldet, vermutlich sogar geschätzt hat. So entstand ein eigenartiger chinesisch-europäischer Mischstil. Castiglione hat ihn eingeführt und zur Meis-terschaft gebracht, und seine jüngeren Mitbrüder Attiret und Sichelbarth ha-ben ihn übernommen.

Menschliche Figuren, Porträts oder Tiere in traditionell chinesischem Stil wirken für europäische Augen flächen- und linienhaft. Die gleichen Motive der Jesui-tenmaler erscheinen plastischer und realistischer, da die Körperrundungen durch Licht und Schatten hervorgehoben sind. Man beachte Sichelbarts Hirsch- und Pferdebilder oder die Äffchen unter dem Kieferbaum. Freilich wird der Schatten - wie es der Kaiser gewünscht hat - oft nur angedeutet. Klar er-kennt man den Unterschied zum chinesischen Stil, aber auch zu den viel aus-geprägteren Hell-Dunkel-Effekten auf europäischen Bildern des Spätbarock. Der Hintergrund von Sichelbarths Tierbildern ist entweder neutral oder er zeigt chinesische Landschaften, die öfter von chinesischen Malern hinzugefügt wur-den, in denen aber ebenfalls europäische Elemente zu erkennen sind. 19)

Ölbilder sind keine erhalten; der Kaiser bevorzugte chinesische Wasserfarben – gemalt auf Seide oder Papier. Ein Sonderfall sind die Kupferstiche der Schlachtenbilder. Hier hat der Kaiser die europäische Technik und den Stil des Augsburger Künstlers ohne Vorbehalte akzeptiert. Freilich darf man nicht an-nehmen, dass die Pariser Kupferstecher die Vorlagen detail- und stilgetreu wiedergegeben hätten. Eigenarten Sichelbarths sind in den fertigen Stichen kaum mehr erkennbar. 20)

Es ist bemerkenswert: Während im 17. und 18. Jahrhundert Europa sich dem chinesischen Einfluss öffnete, übernahm China gleichzeitig Elemente der eu-ropäischen Kunst. In Europa endete diese Periode des kulturellen Brücken-schlags mit dem Ausklang des Rokoko und der Französischen Revolution (1789), in China wenig später mit dem Ableben der letzten Jesuitenmaler.

Ehrung und Auszeichnung

Ein einziges Mal fällt helles Licht auf Sichelbarths Leben und Wirken. Es war – wie seine Mitbrüder in Briefen berichten – an einem Tag im 70. Lebensjahr, dem Glanzpunkt seiner Laufbahn.

An diesem Tag wurde Sichelbarth ... aufgefordert, in den Palast zu kommen. Dort traf ihn der Kaiser. Während er malte, tat der Monarch so, als ob er zum ersten Mal erkennen würde, dass seine Hand zitterte. ‚Aber Ihre Hand’ – so der Kaiser – ‚zittert ja’. ,Das macht nichts, Herrscher; ich bin immer noch in der La-ge zu malen.’ ‚Wie alt sind Sie denn?’ Der Pater antwortete: ‚Siebzig Jahre’. ‚Warum haben Sie mir das nicht gesagt? Wissen Sie nicht, was ich für Castigli-one in seinem 70. Lebensjahr getan habe? Das Gleiche werde ich auch für Sie tun.’

Natürlich wusste Qian Long längst Bescheid, denn die Ehrungen und Ge-schenke waren vorbereitet: sechs Seidentücher erster Qualität, eine Manda-
rin-Robe, ein großes Halsband aus Achat und verschiedene andere Dinge; aber das wirklich Bedeutende waren vier Schriftzeichen (auf einer Tafel), die der Kaiser zum Preis des Paters eigenhändig geschrieben hatte. 21)

Sichelbarth bestieg eine Sänfte unter einem Baldachin, die von acht Trägern gehalten wurde. Zusammen mit den Geschenken zogen sie nun in fünf Viertel Stunden durch die ganze Stadt. 24 Musiker und vier Mandarine zu Pferd gin-gen voraus. Ein weiterer vom Kaiser beauftragter Mandarin begleitete Sichel-barth, gefolgt von einer ungeheueren Menschenmenge. Als der Zug am Sitz der Jesuiten angekommen war, wurde er von allen Missionaren dem Zeremo-niell entsprechend begrüßt. Man führte den neuen Mandarin in den Em-pfangssaal, wo man Tee servierte. Wie ein Hofbeamter gegenüber den Missi-onaren äußerte, war dies eine Ehre, die man nicht um eine Million hätte er-kaufen können. 22)
Ende und Würdigung

Nach dieser Ehrung blieben Sichelbarth noch drei Lebensjahre. Mit großer Ge-duld trug er seine Krankheit, die Abnutzung beider Schienbeine. Vermutlich litt er an Kniearthrose. Am 8. Oktober 1780 starb er. Der Kaiser stiftete ihm ein prachtvolles Grabmal mit Würdigungen in chinesischer und lateinischer Spra-che. Auszüge aus dem chinesischen Text sind hier in Übersetzung wiederge-geben:

... er stammte aus dem Land Böhmen im großen Westen ... Ein lang gehegter Wunsch ging für ihn in Erfüllung, als er nach China kam, um die (christliche) Lehre zu verbreiten ... (1745) wurde er wegen seiner hervorragenden Fähig-keiten als Maler vom Kaiser in die Hauptstadt berufen. Viele Jahre lang arbei-tete er mit Eifer zur großen Zufriedenheit des Kaisers im Ruyi-Institut (der ‚Aka-demie’ im Kaiserpalast). Deshalb erhielt er wiederholt Zeichen der kaiserlichen Wertschätzung und großzügige Geschenke. So wurde er zum ersten Direktor der Verwaltung der kaiserlichen Parkanlagen ernannt und erhielt das Gehalt eines Mandarins dritter Klasse.

Im 42. Jahr der Qian Long Regierung (1777) wurde ihm die Ehre einer offizie-llen Feier zu seinem 70. Geburtstag zuteil. Dabei überreichte man ihm eine Tafel, auf die der Kaiser eigenhändig die Worte geschrieben hatte: „Langes Leben (für einen Gast) aus einem fernen Land“. Man findet kaum Worte, um die Achtung zu beschreiben, die er sich durch seinen untadeligen Lebens-wandel erwarb. Besonders bekannt war er aber durch die Ausübung der Tu-genden der Beständigkeit und Geduld. Er starb ... (am 6. 10. 1780) im Alter von 73 Jahren. Nach seinem Tod stiftete der Kaiser 200 Silber-Tael aus der kai-serlichen Schatzkammer zur Begleichung der Kosten seines Begräbnisses. Im lateinischen Text wird noch erwähnt, dass er mit großer Geduld viele Jahre lang die Abnutzung beider Schienbeine ertragen hat. 23)

Mehr als ein Jahrhundert lang befand sich Sichelbarths Grab ungestört auf dem Friedhof der Missionare in Peking. Während des fremdenfeindlichen Bo-xeraufstands (1900) wurde der Friedhof verwüstet, dann ein zweites Mal wäh-rend der Kulturrevolution in den Jahren 1966 und 1973. Auch Sichelbarths Grabstein trägt Spuren der Zerstörung. In den achtziger Jahren wurden die Steine in einer Ehrfurcht bezeugenden Weise restauriert, wieder aufgestellt und gehören heute zu den staatlich geschützten Denkmälern Pekings. 24)

Am Kapitell des Grabsteins erkennt man zwei ineinander verschlungene Dra-chen, die das chinesische Kaiserreich bedeuten. Sie spielen mit einer Perle – einem alten buddhistischen Symbol für Wunscherfüllung und Glück. Darunter ein Kreuz und das Monogramm der Jesuiten IHS. Dieses Zusammenspiel der Symbole chinesischen und europäischen Glaubens in einer einzigen Skulptur ist selbst wiederum ein Symbol der Toleranz, der gegenseitigen Achtung und eines friedlichen Brückenschlags der Kulturen, an dem Ignaz Sichelbarth einen nicht geringen Anteil hat.

Literaturverzeichnis

Weitere, leicht zugängliche Informationen über Sichelbarth findet man im Egerländer biogra-phischem Lexikon von Josef Weinmann und den Schriften von Josef Jaksch und Rudolf Gru-lich (s. u.). Allerdings beruht Grulichs Meinung, Sichelbarth stamme aus Neuhaus in Südböh-men, auf einem Irrtum (siehe Nachweise,1).

Von einigen Bildern Sichelbarths im Palastmuseum in Peking war es nicht möglich, Kopien zu erhalten. Die hier aufgenommenen Bilder finden sich in den Katalogen The Golden Exile aus Macao und denen des National Palace Museum Taipei (s.u.). Diese Kataloge sind allerdings in Europa kaum zu bekommen. Das Gleiche gilt für das Werk von Edward J. Malatesta und Gao Zhiyu: Departed, yet Present, das die Steinabreibung von Sichelbarths Grabstein und die chinesischen und lateinischen Würdigungen auf dem Stein enthält.

Die historischen Quellen des 18. Jahrhunderts zu Sichelbarths Leben sind angegeben bei De-hergne, Pfister und Thieme (s.u.).

° Grulich, Rudolf: Pater Ignaz Sichelbarth alias Ngai K’I-Mong Sing-ngan, Von Neuhaus nach Peking, in: Sudetendeutsche Zeitung, Folge 6, 6. 2. 2004, S. 3

° The Golden Exile, Pictorial Expressions of the School of Western Missionaries’ Artworks of the Qing Dynasty Court. Museu de Arte de Macau (Kunstmuseum Macao, China), Kata-log der gleichnamigen Ausstellung, Macao 2002

° National Palace Museum, Department of Painting and Calligraphy, Taipei, Taiwan, Kata-loge 14 und 21, Taipei 1994 und 2002

° Mungello, David E.: The Great Encounter of China and the West, 1500 – 1800, Lanham USA 1999

° Malatesta, Edward J. und Gao Zhiyu: Departed, yet Present – Zhalan, the Oldest Christian Cemetery in Beijing, Istituto Cultural de Macau, Ricci Institute, University of San Francisco 1995

° Kao, Mayching: European Influences in Chinese Art, Sixteenth to Eightteenth Centuries, in:
Lee, Thomas H.C., Hsg., China und Europe, Images and Influences in Sixteenth to Eight-teenth Centuries, Hongkong 1991

° Walravens, Hartmut: China illustrata, das europäische Chinaverständnis im Spiegel des 16. bis 18. Jahrhunderts, Katalog der Ausstellung im Zeughaus d. Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel ... 1987, Weinheim 1987

° Weinmann, Josef: Egerländer Biographisches Lexikon, Bd. 2, Bayreuth 1987

° Veit, Veronika: Jean Denis Attiret: Ein Jesuitenmaler am Hofe Qian Longs, in: Europa und die Kaiser von China, Katalog der Ausstellung der Berliner Festspiele GmbH, Frankfurt am Main 1985

° Müller-Hofstede, Christoph, Walravens Hartmut: Paris-Peking, Kupferstiche für Kaiser Qian-long, in: Europa und die Kaiser von China, s.o.

° Grulich, Rudolf: Der Beitrag der böhmischen Länder zur Weltmission des 17. und 18. Jahr-hunderts, Königstein/Taunus 1981

° Grulich, Rudolf : Auf sudetendeutschen Spuren in China, in : Sudetenland, europäische Kulturzeitschrift, München 1977, Heft 2, S. 141

° Dehergne, Joseph: Répertoire des Jésuites de Chine de 1552 à 1800, Rom/Paris 1973

° Sullivan, Michael : The Meeting of Eastern and Western Art : From the Sixteenth Century to the Present Day, London 1973

° Loehr, George : Missionary-Artists at the Manchu Court, in : Transactions of the Oriental
Ceramic Society, 34, 1962 – 1963 S. 51-67

° Jaksch, Josef : Sudetendeutsche in der Weltmission des 17. und 18. Jahrhunderts, König--stein/Taunus 1957

° Fuchs, Walter: Die Entwürfe der Schlachtenkupfer der Kienlung- und Taokuang-Zeit, in: Monumenta Serica, 9, 1944; Die Schlachtenkupfer aus Turkestan von 1765 als historische Quelle, Monumenta Serica 4, 1939

° Pfister, Louis: Notices Biographiques et Bibliographiques sur les Jésuites de l’ancienne
Mission de Chine 1552-1773, Bd. II, Shanghai 1934, Neudruck : Liechtenstein 1971

° Thieme, Ulrich u.a., Hsg. Allgem. Lexikon der bildenden Künstler, Bd. 30, Leipzig 1936

Nachweise und Erklärungen

1) Grulich, Rudolf, hält Neuhaus in Südböhmen für seinen Heimatort (Sudetendeutsche Zei-tung, 6. 2. 2004, s.o.). Dies erwies sich allerdings als Irrtum. Die lateinische Bezeichnung
„Boemus Neodecensis“ (ein Böhme aus Neudek) im Jesuitenarchiv in Rom verweist ein-deutig auf Neudek. Eine Nachforschung im Archiv der Kirchenmatrikeln in Pilsen, veran-lasst durch Msg. Prazan, Nejdek, bestätigte den Herkunftsort Neudek. Der Name Sichel-barth ist in der Neudeker Gegend ungewöhnlich, aber kein Einzelfall. Weinmann weist im Egerländer biographischen Lexikon einen Sichlbart Tadäus aus Platten nach (Bd. II, s.o. S.196), Maler auch er !

2) Miroslav Holecek und Msg. Prazan, Nejdek, gebührt Dank für die Mitteilung. Das Relief am Turmfelsen in Nejdek stellt neben dem Maler Sichelbarth den Neudeker Turm und den Kaiserpalast in Peking dar. Das Relief stammt von Marketa Hornaková, Absolventin der Steinmetzschule Horovice im Riesengebirge.

3) Weinmann, Bd. 2, s.o., S. 196
Dehergne, s.o., S. 247
Grulich, Der Beitrag der böhmischen Länder ..., s.o., S. 117
4) Aus der reichen Literatur zur Jesuitenmission sei genannt: Dunne, George H. S.J.: Das gro-ße Exempel, Die Chinamission der Jesuiten (Übersetzung aus dem Amerikanischen), Stuttgart 1965; siehe auch
Grulich, Von Neuhaus nach Peking, s.o., S. 3
Sullivan, s.o., S. 42
5) Aus der Fülle der Literatur zum Porzellanhandel: Harrison, Barbara: Porzellan – Der Kaiser als Unternehmer, in: Europa und die Kaiser von China, s.o., S. 92
6) Kao, Mayching, s. o., S. 251f. Kao verzeichnet auch die chinesische Literatur.
Sullivan, s.o., S. 46
7) Kao, Mayching, s. o., S. 253 f
Mungello, s.o., S. 46f
Sullivan, s.o., S. 67
Loehr, s.o., S. 54f
Walravens, s.o., S. 48
8) Mungello, s.o., S. 37
Grulich, Der Beitrag der böhmischen Länder, s.o., S. 114

Grulich, Von Neuhaus nach Peking, s.o., S. 3
Sichelbarth erhielt den chinesischen Namen Ai qi-meng, ausgesprochen etwa ‚ai tschi mung’
9) Zitiert nach: Veit, s.o., S. 153
10) Zitiert nach: Grulich, Der Beitrag der böhmischen Länder, s.o., S. 115, siehe auch
Grulich, Von Neuhaus nach Peking, s.o., S. 3
11) Zitiert nach Veit, s.o. S. 153
12) The Golden Exile, s.o., S. 54ff
Kataloge des Nationalen Palastmuseums in Taipei Nr. 14, S. 95f und Nr. 21, S. 145 – 147,
im letzteren das Bild der hundert Hirsche
13) Die Bezeichnung des Kaisers Qian Long wird etwa ausgesprochen wie ‚tjän lung’
14) Kao, s.o., S. 264
Sullivan, s.o., S. 71
15) Walravens: China illustrata, s.o., S. 38f
Müller-Hofstede, Walravens: Paris-Peking, s.o., S. 163f
Fuchs: Entwürfe, s.o., S. 101ff
16) Walravens: China illustrata, s.o., S. 44
Müller-Hofstede, Walravens: Paris-Peking, s.o., S. 166
17) Müller-Hofstede, Walravens: Paris-Peking, s.o., S. 166
18) Veit, s.o., S. 155
19) Kao, s.o., S. 265f
Munghello, s.o., S. 46
Sullivan, s.o., S. 71
The Golden Exile, s.o., S. 257
20) Walravens: China illustrata, s.o., S. 44
21) Pfister, s.o., S. 831
Nach chinesischen Vorstellungen galt er schon ab 1777 als 70 Jahre alt.
22) Die Angaben über den genauen Verlauf der Ehrung weichen in den Berichten der fol-genden Verfasser etwas voneinander ab:
Pfister, s.o., S. 831
Jaksch, s.o., S. 28
The Golden Exile, s.o., S. 253
23) Malatesta, s.o., S. 233
‚Tael’ könnte man mit dem europäischen ‚Taler’ vergleichen.
24) Malatesta, s.o., S. 45f
.
Bilder

1 Ausschnitt aus dem Bild ‘Hundert Hirsche in einer Landschaft’
Katalog des Nationalen Palastmuseums in Taipei (NPM) Nr. 21, S. 147
Länge: 423 cm, Höhe 42,5 cm, Seide
Das Bild wurde von kaiserlichen Beamten dem Kaiser gewidmet.
Sowohl Kaiser Qian Long als auch sein Sohn und sein Enkel haben das Bild geschätzt. Der Kaiser hat die Aufbewahrung in der Kaiserlichen Halle angeordnet.

1a ‚Hundert Hirsche in einer Landschaft’, Gesamtansicht
Katalog des NPM Taipei Nr. 21, S. 145/146

2 Zwei Äffchen unter einer Kiefer
Katalog des NPM Taipei Nr. 14, S. 107, 139 cm mal 100,8 cm, Papier

3 Zwei Bergkatzen unter einem Baum
Katalog des NPM Taipei Nr. 14, S. 109, 121 cm mal 90 cm, Papier

4 Zwei Affen unter einer Platane
Katalog des NPM Taipei Nr. 14, S. 105, 121 cm mal 90 cm, Papier

5 ‚Die Stute der leuchtenden Wolke’
Katalog ‚Golden Exile’, S. 54, 228,5 cm mal 275 cm, Seide
Links oben eigenhändige Aufschrift des Kaisers

6 ‚Die kostbare glückbringende Stute’
Katalog ‚Golden Exile’, S. 55, 228,5 cm mal 275 cm, Seide
Rechts oben eigenhändige Aufschrift des Kaisers

7 Pferd ‚Eisenhuf’
Katalog des NPM Taipei Nr. 14, S. 95, 229,3 cm mal 276,5 cm, Seide
Das Pferd wurde 1772 von einem mongolischen König dem Kaiser ge-
schenkt. Rechts oben eigenhändige Aufschrift des Kaisers

8 Pferd ‚Gutes gelbes Glück’
Katalog des NPM Taipei Nr. 14, S. 97, 229,5 cm mal 276,6 cm, Seide
Das Pferd wurde 1772 von einem hohen Beamten dem Kaiser geschenkt. Links oben eigenhändige Aufschrift des Kaisers.

9 „Kostbares glückbringendes Pferd“ unter einem Baum
Katalog des NPM Taipei Nr. 14, S. 103, 207 cm mal 163,4 cm, Seide
Das Pferd wurde von einem mongolischen König dem Kaiser geschenkt.

10 ‚Zehn prächtige Hunde’, Album mit zehn Blättern
Katalog ‚Golden Exile’, S. 56 – 65
19 jeweils 24,5 cm mal 29,3 cm, Papier

20 Weißer Adler auf einer spanischen Wand
Katalog des NPM Taipei Nr. 14, S. 101, 179,2 cm mal 89,5 cm, Seide
Der Adler wurde von einem mongolischen König dem Kaiser geschenkt.

21 Weißer Adler auf einer spanischen Wand
Katalog des NPM Taipei Nr.14, S. 99, 178,4 cm mal 98,5 cm, Seide
Der Adler wurde 1776 vom Marschall von Heilongjiang dem Kaiser geschenkt.

22 Mongolische Offiziere
Werkstatt des Giuseppe Panzi und Ignaz Sichelbarth, um 1776
Katalog ‚Europa und die Kaiser von China’, Berliner Festspiele, Frankfurt
1985, S. 152. Der Italiener G. Panzi war als einer der letzten europäischen Maler von 1772 – etwa 1812 in Peking.

23 Das Bild zeigt illusionistische Wand- und Deckengemälde im sogenannten Juan Qin Zhai, in einem Palastkomplex, den der Kaiser 1771 bis 1776 für seinen Ruhestand errichten ließ. Wände und Decke sind so geschickt be-malt, dass der Eindruck entsteht, man könne durch sie durch eine Blu-menlaube an der Decke und einen Bambuszaun rechts nach draußen sehen. Die Künstler sind nicht bekannt, der europäische Einfluss ist aber unverkennbar. Da zur genannten Zeit Castiglione und Attiret schon ge-storben waren, ist es durchaus möglich, dass Sichelbarth hier mitgearbei-tet, das Projekt vielleicht sogar geleitet hat. War Sichelbarths Ehrung ein Jahr später ein Dank des Kaisers für diesen Dienst? (so Mayching Kao: Eu-ropean Influences in Chinese Art, S. 269f. Siehe unten Literaturverzeich-nis).

24 Kupferstich von B. L. Prevot nach der Vorlage von Sichelbarth: ‚Die Entge-gennahme der Unterwerfung der Bewohner von Ili’
Kupferstich, Frankreich 1769
Katalog ‚Europa und die Kaiser von China’, Berliner Festspiele, Frankfurt
1985, S. 167

25 Sichelbarths Dienstherr, der Qian Long Kaiser (reg. 1736 – 1796)
Der Maler ist Giuseppe Panzi.
Katalog ‚Europa und die Kaiser von China’, s.o., S. 163

26 Steinabreibung von Sichelbarths Grabstein mit Würdigungen in Chine-sisch und Lateinisch
Malatesta: Departed yet Present ..., S. 233, siehe Literaturverzeichnis

27 Sichelbarths Grabstein auf dem Friedhof der Missionare Zhalan, Peking Foto: Marlies Rötting, Peking

Diskuse

[1]  Dieter Krauße, mail

Es ist schade, dass Sichelbarth in Neudek und im übrigen Erzgebirge so wenig bekannt ist. Vor Jahren gab es in Nejdek in sehr informative Ausstellung (privat ?) Die sollte in seinem Geburtsort einen ständigen Platz bekommen. Sichelbarth ist doch ohne Zweifel der bdeutendste Einwohner dieser Stadt. Dieter Krauße

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Dieses Projekt wurde aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen der Initiative INTEREG IIIA teilfinanziert.