Česky Deutch

Aberthamer Mundart - hören Sie audio Aufnahmen

Die ursprünglichen Mundarten der Erzgebirgstäler verschwinden und man kann sie als Kulturarten kurz vor Aussterben betrachten. Ein der letzten Orte, wo sie diese Dialekte noch hören können, ist Graslitzer-Land und auch Abertham. Gerade hier hat der örtliche Bürgerverein Abertham eine Grundsatzveranlassung in der Geschichte der deutschen Minderheitskultur vollgeendet – fünf Ortsbewohner haben 25 Geschichten des Gebürtigen Alexander Wüst im ursprünglichen Dialekt gelesen und auch 10 ausgewählte Geschichten in tschechischer Sprache. Wir alle haben dank denen ein einzigartiges Vergleichshilfsmittel und Restbestand der deutschen Kultur zur Hand. Dank dem Projekt "Erhaltung der Aberthamer Mundart" können wir also zumindest eine der vielen Erzgebirgsmundarten retten. Allen, die an dieser gottgefälliger Tätigkeit teilgenommen haben, kann man nur danken und den Hut ziehen: sie haben geholfen das Gedächtnis des Erzgebirges zu retten.

Danksagung
Für die finanzielle Unterstützung des Projektes bedanken wir uns bei:
Kulturministerium der Tschechischen Republik
Stadt Abertham/Abertamy
Ehemalige Aberthamer Bürger
Ferner danken wir allen, die an der Projektverwirklichung teilgenommen haben:
Gertrud Lühne, gebürtige Aberthamerin – Geschichteneinstudierung und -lesung in Aberthamer Mundart
Anna Gorawská, gebürtige Aberthamerin – Geschichteneinstudierung und -lesung in Aberthamer Mundart
František Beer, gebürtiger Aberthamer – Geschichteneinstudierung und -lesung in Aberthamer Mundart
Pavel Schreiber, gebürtiger Aberthamer – Geschichteneinstudierung und -lesung in Aberthamer Mundart
Eduard Kraus, gebürtiger Aberthamer – Geschichteneinstudierung und -lesung in Aberthamer Mundart
Gerhard Krakl, gebürtiger Aberthamer – Einstudierung und Lesung des Geleitwortes in Aberthamer Mundart
Eduard Schröter, ehemaliger gebürtiger Aberthamer – Zurverfügungstellung kurzer Geschichten in Aberthamer Mundart
Sabine Büttner – Sprachkorrektur
Kamil Prachař, Schauspieler des Westböhmischen Theaters in Eger/Cheb – Geschichteneinstudierung und -lesung in Tschechisch
Zdeněk Bartoš, Kunstchef des Westböhmischen Theaters in Eger/Cheb – Regie der Geschichtenlesung in Tschechisch
PhDr. Iva Votroubková, Ethnografin des Museums Eger/Cheb – Empfehlung des Projektes
PhDr. Stanislav Burachovič, Historiker und Publizist – Empfehlung des Projektes
Mitglieder des Bürgervereines Abertham – Projektverwirklichung
Petra Kosová, Tschechischer Rundfunk Pilsen/Plzeň – Koordination der Aufnahmeerstellung in Tschechisch
Pavel Bouda, Tschechischer Rundfunk Pilsen/Plzeň – Gewährung der Marketingunterstützung
RNDr. Johana Morávková – kostenlose Zustimmung mit Werknutzung
Luděk Neužil – graphische Entwürfe von Bedrücken und Drucksachen der DVDs
Pavel Rak, Zeichner – kostenlose Zurverfügungstellung seiner Zeichnungen für diese Präsentation
Der Abschlussdank gehört auch allen anderen, die wir vergessen haben oder die aus Bescheidenheit gewünscht habe nicht genannt zu werden.
Dankeschön!

Verfügbarkeit der DVD
Den Tonträger für die Öffentlichkeit zusammen mit dem Buch „25 heitere Geschichten aus Abertham“ kann man an der Adresse des Bürgervereines Abertham (Perninská 178, Abertamy), per Nachnahme (Bestellungen unter [email protected] oder unter +420 728 550 146) und im Infocenter der Stadt Abertham/Abertamy kaufen. Die DVD für Fachinteressenten kann unter [email protected] oder unter +420 728 550 146 angefordert werden.
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Das Buch Gesichter des Erzgebirges schon bald

„Gesichter des Erzgebirges“ ist ein neues Buch in dem es um das gesamte Erzgebirge von Cheb / Eger bis Ústí nad Labem / Aussig an der Elbe geht. Es ist in drei Teile gegliedert: Grundlagen, Menschen und Bilder. Das Buch erscheint am 25.5.2009 in einer Auflage von 3000 Stück und hat 650 Seiten. Zu kaufen wird es im Berghotel Lesná / Ladung, im „Informationszentrum“ Bozi Dar / Gottesgab und auch in Informationszentern und Buchhandlungen der gesamten Region sein. Herausgeber ist die Gesellschaft Fornica Graphics und finanziell beteiligen sich das Unternehmen „Dienstleistungen Bozi Dar / Gottesgab“ und der Fonds „Erneuerung des Erzgebirges“ daran. Der ganze Artikel


Ein Gespräch mit frau und herr Hennig aus Deutschneudorf im Erzgebirge

Ich bin Frau Hennig, ich bin einegeboren wie Kaden (Kadenová ??) aus ein Ort Deutschen Neudorf. Ich war zu der Zeit 16. Jahre alt und Oberschüllerin. Ich habe diese vertriebung erlebt als Junges Mädchen und wurde da gefragt. Ob ich nicht an der Grenze mit behelfsausweisse ausschreibe. Die vertriebenen die rüber kamm bekomm bei uns im Dorf ein Zettel und wo sie registriert waren. Das ist eingentlich das was ich zu der Grenzen Sache getanhabt. Ich hab natürlich Erdbekannte wieder getroffen ich hatte eine Familie aus „Černice“ die wir kannten und die ich dann nach Hause geschickt habt zu meinen Eltern und sich mal in der Badewanne zulegen und sich zu es war die Leute die komm waren alle was soll ich sagen zerstört alles und aufgerät, hungrig und schmutzig und es ich habt erlebt das ein Kind auf der recht auf der Grenze gestorben ist ein kleines Kind in Kinderwagen wo war nicht wussten wo musst das jetzt registriert werden. Auf der Tschechische Seite oder auf der Deutsche Seite. Der ganze Artikel


Daniela Tylová und Petra Zavázalová aus Fojtovice / Voigtsgrün: UNSERE OBERSTE DEVISE IST RUHE

„In Voitsdorf wohne ich schon fast sechs Jahre. Wir sind im Grunde durch Zufall hierher gekommen, denn wir haben einen Wohnort irgendwo am Ende der Welt gesucht, wo es Berge und Schnee gibt. Ich stamme aus Teplitz, habe aber einige Jahre im Riesengebirge gelebt und wollte wieder zurück in die Berge. Voitsdorf hat am Anfang eigentlich keinen Eindruck auf uns gemacht, hier gab es nur Wind und asoziale Leute. Als wir etwa ein Jahr hier gelebt hatten, haben wir zusammen mit dem hiesigen Hofbesitzer Michal Krajhanzl den Bürgerverein für die Erneuerung Voitsdorfs gegründet. Wir haben beschlossen, dass wir Voitsdorf ein bisschen instand setzen und den Menschen ins Bewusstsein bringen wollen. Damit das nicht nur so ein heruntergekommenes Nest ist. Wir begannen an unserer Vision zu arbeiten – um Menschen hierher zu locken und in der Lage zu sein, unsere Aktivitäten zu finanzieren. Wir bieten Urlaub auf dem Bauernhof und Pferde für den Erlebnistourismus.“ Der ganze Artikel


Jan Horník – Ich dachte, dass die Sanierung von Gottesgab etwa 10 Jahre dauert. Jetzt meine ich, dass es fünfzig Jahre braucht…

Ing. Jan Horník ist der Bürgermeister im Erzgebirge, der am längsten im Amt ist. Wenn Bürgermeister auf der sächsischen Seite wissen wollen, was sich in Tschechien tut, dann rufen sie ihn an. Dank seines Engagements wurde aus dem Ort mit sozialistischen Erholungsheimen und Wochenendhäusern einer der wenigen aufblühenden Orte des Erzgebirges. Gemeinsam mit vielen begeisterten Einwohnern konnten sie erreichen, dass der Ort von seinem Haushalt leben kann, nicht verschuldet ist, sondern im Gegenteil noch weiteres Eigentum erwerben konnte. Gottesgab ist heute ein tschechisches Musterbeispiel für finanzielle Einnahmen aus Fonds der EU. Es ist aber wahr, dass Gottesgab gute Voraussetzungen für diesen Erfolg hatte. Vor allem der Grenzübergang für PKW, der Touristen und Kunden in die hiesigen Geschäfte, Hotels und auch zur hiesigen Tankstelle brachte.

Ab 2008, wenn der Grenzübergang Vejprty/Johanngeorgenstadt öffnet, endet aber diese goldene Zeit für Gottesgab. Wie wird der Bürgermeister auf diese veränderte Situation reagieren? Was kann Gottesgab den Touristen und einkaufssüchtigen Deutschen bieten, damit sie auch weiterhin auf den Kamm des Erzgebirges kommen?
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Harry Meinel: Der Keilberg ist keine Konkurrenz für den Fichtelberg, im Gegenteil, wir brauchen ihn. Erneuerung einer alten Zusammenarbeit.

Harry Meinel ist Hotelier im Kurort Oberwiesenthal. Geboren wurde er in Aschberg bei Klingenthal im westlichsten Ausläufer des Erzgebirges.

Gemeinsam mit seiner Frau sorgt er sich um zwei Hotels in Oberwiesenthal. Das Fichtelberghaus auf dem Berg und das Panorama-Hotel unten in der Stadt direkt an der Drahtseilbahn.

Herr Meinel ist ein beispielgebender Unternehmer, der sowohl das städtische Potenzial, als auch die Chancen der Berglage nutzt. Stets ist er sich bewußt, was für die Entwicklung der Region nötig ist und seine Tätigkeit zeigt Erfolg in der Zusammenarbeit mit Künstlern, lokalen Aktivisten, sowohl in Sachsen als auch auf böhmischer Seite. Er ist interessiert am Geschehen in der ganzen Region. Sein Erfolg macht ihn weder übertrieben Stolz noch hochnäsig. Als Hoteldirektor hat er stets offene Ohren und spricht mit erfrischender Herzlichkeit mit Jedem. Kurz und gut, Geschäfte kann man auch menschlich machen, herzlich und offen sein und nicht nur hart und ohne Rücksicht auf das Umfeld wie beispielsweise eine Prager Firma im Erzgebirge.

Herr Meinel kennt eine Unmenge interessanter Zusammenhänge zwischen dem Fichtelberg und dem Kurort Oberwiesenthal. Man kann Herrn Meinel öfter auf Wanderungen auch auf der tschechischen Seite treffen. Er ist nett und bescheiden, obwohl er der größte Arbeitgeber und Investor in Oberwiesenthal ist.

Wenn wir doch auch solche Lokalpatrioten für den Ausbau des Keilbergs hätten !
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Eva Šerá aus Hochofen – Ein spektakuläre Geschichte von der Flucht vor der russischen Armee am Ende des Zweiten Weltkrieges aus Schlesien nach Prag.

Frau Šerá stammt aus einer deutschen reichen Hoteliersfamilie aus Schlesien. Vor der vorrückenden sowjetischen Armee flüchtete sie 1945 mit Mutter und Vater in Richtung amerikanische Zone. In Böhmen teilte aber die russische Armee die deutschen Transporte, mit denen sie fuhren. Seit dieser Zeit hat sie ihre Mutter nie wieder gesehen, und ihren Vater erst nach drei Jahren…

Sie verbrachte zwei wilde Jahre in Gefangenschaft, in Lagern und arbeitet auf einem Hof für einen tschechischen Nationalverwalter bei Böhmisch Leipa. Während dieser Zeit musste sie sich immer wieder vor russischen Soldaten verstecken.

Ruhe fand sie erst, als sie endlich ihr Vater gefunden hatte und beide gemeinsam nach Neudeck im Erzgebirge gingen. Hier heiratete sie und gründete eine Familie. Das Leben wurde wieder normal.

Hören Sie die Geschichte von einer abenteuerlichen Reise aus Schlesien nach Prag, die Ihnen den Atem verschlägt…
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Hedvika Hurníková aus Komotau: Ein Gründungsmitglied des Kulturverbandes – geboren in Sebastiansberg

Hedvika Hurníková ist eine sehr lebendige ältere Dame, die fast das ganze 20. Jahrhundert erlebte und sich noch im 21. Jahrhundert für das kulturelle Leben der deutschen Minderheit in Nordwestböhmen engagiert.

Sie wurde in Sebastiansberg geboren. Ihr Vater und die älteren Brüder wurden 1938 von der nazistischen Polizei verhaftet und gefangen gehalten. Sogar der jüngere und geistig behinderte Bruder kam ins Gefängnis, und trotzdem wurde er nach Kriegsende vertrieben. Ein wirklich hartes Schicksal.

Die Eltern von Frau Hurníková waren anerkannte Antifaschisten. Und auch wenn sie nicht vertrieben wurden, dachten sie später über einen Weggang nach. Ihre Hochzeit feierte Frau Hurníková genau am Tag der Abschiebung der Deutschen aus Komotau. Die Verwandten hinter dem Stacheldraht bekamen wenigstens Hochzeitskuchen…

Frau Hurníková erzählt eindringlich und spannend von der dramatischsten Zeit in den deutsch-tschechischen Beziehungen, vom Leben in Sebastiansberg und in Komotau.
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Bedřich Lühne aus Bärringen. Die Familiengeschichte von anerkannten Antifaschisten und deren Vertreibung aus Aussig an der Elbe noch im Jahre 1948.

Herr Lühne wurde im Jahre 1936 in Schöbritz in Aussig an der Elbe geboren. Drei Jahre, bis 1945 besuchte er die deutsche Grundschule. Sein Vater war Sozialdemokrat; und weil er kurz vor dem Kriegsende aus der totalen Mobilmachung in Deutschland zurück kehrte und im Braunkohlebergbau zu arbeiten begann, wurde er zum unentbehrlichen Spezialisten und seine Familie konnte bleiben. Er blieb den hiesigen Tschechen aber offensichtlich ein Dorn im Auge und wurden 1948, als er begann, auf einem staatlichen Gut zu arbeiten und kein Spezialist mehr war, mit der ganzen Familie innerhalb von 24 Stunden nach unbekannt ausgesiedelt. Am Ende kamen sie nach Bärringen im Erzgebirge.

Hier begann Herr Lühne mit zehn Jahren die tschechische Grundschule zu besuchen – aber nur vier Jahre, weshalb er später nirgendwo weiter studieren konnte.

Endlich fand er dann Arbeit bei der Wartung von Nähmaschinen in der hiesigen Fabrik Triola.

Herr Lühnes Leben zeigt die Unbarmherzigkeit mit der Krieg, Vertreibung und die nationale Homogenisierung eines Landes das Schicksal des Einzelnen und dessen Möglichkeiten negativ beeinflussen können.
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František Kubiš – Wegen einer Cholera-Epidemie fand die Vertreibung in Neuhammer fast nicht statt

František Kubiš wurde 1946 in der Gemeinde Hirschenstand geboren. Er erlebte noch den Zustand des Ortes bevor er im Zuge der Errichtung des Grenzstreifens abgerissen wurde. Die meisten Leute gingen in die umliegenden Orte.

Die darauf folgenden Jahre verbrachte er in Neuhammer, wo er seit 2002 Bürgermeister ist.

An seine Jugend in Hirschenstand erinnert er sich gern. Ein interessanter Grund für die Nichtabschiebung vieler Familien aus Neuhammer war eine Cholera-Epidemie, aufgrund dessen der Ort unter Quarantäne stand. Als diese endlich aufgehoben wurde, gab es keine Transporte mehr nach Deutschland.

In den 60er Jahren brachte der Uranbergbau bei Hochofen der Mikroregion einen vorübergehenden Wohlstand.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde Neuhammer beliebt bei Touristen und Ausflüglern. Die Natur war und ist hier wunderschön.

Heute hat der Bürgermeister Pläne, wie man sowohl Neuhammer als auch Hirschenstand wieder beleben könnte. Der Geburtsort des berühmten Sohnes und Fotografen des Erzgebirges, Rupert Fuchs, verdient dies sicherlich. In Hirschenstand sollen ein Golfplatz und etwa zehn Pensionen entstehen. Und wie steht es um den Windkraftpark bei Neuhammer? Glücklicherweise stammt der Bürgermeister von hier und wehrt sich gegen den Bau. In Hirschenstand ist noch dazu ein Vogelschutzgebiet, das den Bau von Windkraftwerken ausschließt.

Hören Sie die Geschichten aus diesem Winkel des Erzgebirges, der sich mit der am besten erhaltenen Natur rühmen kann.
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Gerhard Krakl – Die Geschichte von Ruhm und Fall der Handschuhbetriebe in Abertham.

Herr Krakl wurde 1940 in Neudeck geboren. In Abertham wohnt er aber bereits seit 67 Jahren. Seine Familie konnte nach dem Krieg in Abertham bleiben, denn seine Eltern waren Spezialisten auf dem Gebiet der Handschuhherstellung. Sogar ihr Haus konnte die Familie behalten; das war für die damalige Situation sehr ungewöhnlich. 1946 begann Herr Krakl tschechisch zu lernen.

In den 50er Jahren musste die Familie für die Joachimsthaler Gruben arbeiten. In den 60er Jahren begann Herr Krakl in den Handschuhwerken. Nach und nach hat er sich von der Pike auf bis zum Betriebsleiter hochgearbeitet.
Leider erst zu der Zeit, als sich die Werksleitung in Dobříš entschied, den Betrieb ganz einzustellen. Im Jahre 1998 musste die Fabrik Bankrott anmelden.

Herr Krakl erzählt von den Handschuhwerken als dem Motor Aberthams, und flicht weitere regionale Themen ein: erzählt vor allem von der Natur, dem Aussichtsturm auf dem Plessberg, von der nie fertig gebauten Turnhalle und von der schweren Gegenwart, in der sich die Gemeinde vom Niedergang der Handschuhwerke erholt und sich schrittweise auf den Tourismus orientiert.
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Antonín Herzán : Eigentümer des angenehmen Berghotels Ladung / Lesná, in das man sich sofort verliebt.

Lesna ist ein Ort, der in vieler Hinsicht einzigartig ist. Einst war es eine ganze Ortschaft - heute einsam - verstreut über den Erzgebirgskamm, in 910 m Höhe. Auch wenn das Erzgebirge kein Hochgebirge ist, wo bizarre Spitzen in den Himmel ragen und es einem auf den Aussichtspunkten schwindlig wird, so ist die Lage des Berghotels Lesna vergleichbar. Man möchte laut ausrufen. Man befindet sich weit oben über aller Umgebung, vor einem ein klaffender Abgrund mit 700 m Tiefe. Man sieht die Städte und Dörfer der Vorgebirgslandschaft. Der Weg von Lesna nach Pyšna ist wirklich vergleichbar mit den wildesten Bergen. Vielleicht auch deshalb organisiert man hier jedes Jahr Aufstiegsrennen mit Lasten, die an das Leben und Schicksal der Sherpas im Hymalaja erinnern. Außerhalb des Hotels in der Nähe geheimnisvoller Felsen kann man Sonnauf- und untergänge erleben und den ganzen Gebirgskamm überschauen.

Antonín Herzán stellte sich im Jahr 2000 der Aufgabe,ein bisher ausdruckloses Hotel zu hohem Niveau zu führen. Heute nach acht Jahren Arbeit kann man sagen, dass das Hotel zur Schönheit der umliegenden Berge aufgeschlossen hat. Es ist eine so im mittleren und östlichen Erzgebirge einzigartige Unterkunft entstanden. Mit Sicherheit hat heute niemand mehr das Empfinden, er sei in die 70er Jahre zurückversetzt worden, aber man fühlt sich doch durchdrungen von freundlicher Geschichtstradition und hoffnungsvoller Gegenwart. Einen kurzen Eindruck von Stil und Geschmack :hier auf der Internetseite des Hotels

Hotel und Umgebung bieten eine stilvolle Unterkunft und das auch noch für wenig Geld. Eine ausgezeichnete Küche, die sofort Ihre Geschmacksnerven trifft,. Spiel-und Sportplatz für Vati, Mutti und Kinder, im nahen Apartmenthaus ist auch Platz für größere Gruppen in privater Atmosphäre und schließlich kann man auch noch die Sauna nutzen. Es werden hier Foto-Workshops organisiert, Studienreisen, Hochzeiten ... Im Winter werden täglich Langlaufloipen gespurt. Abfahren nach Pysna kann man auch und Herr Herzán schleppt sie dann mit dem Schneemobil wieder hoch zum Hotel :-) Im Sommer sind hier ideale Bedingungen für Montainbiker. Nun, wir wollen noch nicht alles verraten :-) Doch wenn sie das Gespräch gehört hätten, würden sie sicher sofort als Gast kommen :-)

Des weiteren bemüht sich Herr Herzán um die Rekonstruktion auch der ursprünglichen Orschaft Lesná. Erbauen möchte er hier eine kleine Kapelle - eine Kopie dieses ursprünglichen und so traditionsreichen Erzgebirgshauses, welches Ausstellungen über das Leben der Bergbewohner im 19. und 20. Jahrhundert beherbergen soll. Aber das ist noch nicht alles, mehr können sie im persönlichen Gespräch erfahren.
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Ivan Cáder aus Kupferberg: Wir wollen hier im Gebirge leben, aber der Staat sollte uns unterstützen

Kupferberg ist ein altes, legendenumwobenes und fantastisch gelegenes Städtchen auf dem Kamm des Erzgebirges. Vom Gipfel des Kupferbergs kann man in alle Himmelsrichtungen blicken. Ivan Cáder kam wegen des Bergbaus nach Kupferberg. Der letzte Stollen stellte aber 1992 den Betrieb ein, die Ära des hiesigen Bergbaus fand so ihr Ende.

Da er nicht mit seiner Familie wegen einer anderen Arbeit von hier wegziehen wollte, sondern weiter in Kupferberg leben wollte, musste er einen anderen Lebensunterhalt finden. Heute führt er das Restaurant Kupferberg, ein kleine Bergbaumuseum und erhält so die Symbole der Bergbauvergangenheit am Leben. Dazu gehört die Öffnung des Schacht Maria Hilf im Mai des vergangenen Jahres. Herr Cáder ist ein an Erfahrungen reicher und engagierter Mensch, mit dem man sich gerne unterhält. Und einer, der wunderbar kochen kann – zum Beispiel die so genannten Kupferberger Steine.

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Das Erzgebirge mit allen Sinnen: Der Ökologe und Botaniker Jaroslav Michálek aus Falkenau.

Jaroslav Michálek arbeitet im Falkenauer Museum. Sein Hauptinteresse gilt der Botanik. Zu seiner Arbeit gehört aber auch die Kartierung, Aufnahme und der Schutz des Naturreichtums im Erzgebirge.

Wenn es Sie interessiert, wie das Erzgebirge entstanden ist, wie das Gebirgsvorland in seiner ganzen Länge von 130 Kilometern verändert, wie es um den Waldbestand des Erzgebirges, die geschützten Pflanzen und Tiere in den Bergen, neu ausgewiesene Schutzgebiete oder mit klimatischen Besonderheiten steht, dann hören Sie hier herein.


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Jaroslav Vondráček – Frischer Wind für Joachimsthal

Im Oktober 2007 wurde Herr Vondráček zum Bürgermeister von Joachimsthal gewählt. Er ist Mitglied des Vereins „Hoffnung für Joachimsthal“. Nach vielen Jahren, in denen die Gemeinde keinen festen Stadtrat hatte und sich die Bürgermeister einer nach dem anderen die Klinke in die Hand gaben, kommen nun hoffentlich für diesen Ort bessere Zeiten. Herr Vondráček hat ein gutes Team von Lokalpatrioten hinter sich und sogar den Senator Jaroslav Hadrava, der schon Geld für die Sanierung von Loket beschaffen konnte. Vielleicht gelingt dies nun auch in Joachimsthal.

Im Interview können Sie sich anhören, was das Joachimsthaler Rathaus bereits geleistet hat und was noch vor ihm liegt.

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Anna Marie Goschallová – Ein Leben ohne die Heimatgemeinde Wernsdorf

Frau Goschallová wurde in Wernsdorf bei Kaaden geboren. Sie stammt aus einer gemischten Familie. Die Eltern wurden nicht vertrieben, da ihr Vater als ein unentbehrlicher Spezialist galt. Später haben sie dann über einen Umzug nach Deutschland nicht mehr nachgedacht. Gegen Ende der 80er Jahre wurde Wernsdorf ganz sinnlos dem Erdboden gleich gemacht und die Familie Goschall musste nach Komotau ziehen. Zuhause fühlten sie sich hier aber nicht mehr… Der ganze Artikel


Jaroslav Zapletal aus Silberbach: kultivierte Tschechen konnten die Sudetendeutschen erst kennen lernen, als in den 60er Jahren Leute aus dem Landesinneren im Grenzgebiet Wochenendhäuser kauften.

Die Gemeinde Silberbach ist in vielerlei Hinsicht einmalig. Vor dem Zweiten Weltkrieg war es die größte Gemeinde des Karlsbader Kreises, und dank ihrer Lage hat sie sehr gute klimatische Bedingungen. Gleichzeitig ist hier der höchste Anteil der ursprünglichen deutschen Bevölkerung – zusammen mit den gemischten Ehen ungefähr 50%.

Jaroslav Zapletal wurde in einer solchen Mischehe geboren. Von seinen Eltern und Großeltern lernte er Sprichwörter, Traditionen, Legenden und auch den hiesigen Dialekt. Er versteht so die innersten Gefühle der hier lebenden Deutschen und ihre Meinungen zur Tschechoslowakei, zu Hitlerdeutschland, den Verhältnissen nach dem Krieg und zu den Tschechen selbst.

Herr Zapletal hat ein unwahrscheinliches Erzähltalent, vertraut uns sehr wertvolle Zeugnisse dieser Zeit an. Man kann so vieles von ihm über fast verloren gegangenes Wissen der sudetendeutschen Gemeinschaft erfahren. Ich denke, aus ethnografischer Sicht ist dieses Interview das wertvollste überhaupt.
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Jindřich Desort – Wie die Stadt Schönbach von und mit der Musik lebt

Jindřich Desort ist Stadtschreiber in Schönbach.
In diese Stadt zog er in den 80er Jahren – wegen der Arbeit und auch, um eine Wohnung zu
bekommen. Und natürlich aufgrund seiner Liebe zur Musik.
In der hier ansässigen Fabrik Strunal arbeitet er in der Violinenfertigung, mit Hunderten anderer Kollegen. Der Geigenbau wurde zum Symbol für die ganze Stadt. Leider stagniert diese alte Tradition; die Berufschule, die neue Geigenbaumeister ausbildete, wurde bereits geschlossen.

Kann diese Tradition trotzdem überleben?
Und wie lebt die Stadt mit der Musik?
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Ulrich Möckel, Autor vieler Publikationen über verschwundene Orte im Erzgebirge : Deutsche, die die tschechische Seite der Berge besuchen, sind ein sehr kleines Grüppchen Liebhaber dieser Landschaft. Würdigt sie !

Ulrich Möckel, 43-jähriger Landsmann aus dem sächsischen Schönheide. Wie kaum ein Tscheche, Deutscher oder Sudetendeutscher kennt er Geschichte und Geschichten tschechischer Orte im Erzgebirge. Er beschrieb schon sechs Gemeinden auf dem Gebirgskamm, welche verschwunden oder nur noch in Spuren erhalten sind. Dazu sammelte er auch Material in sudetendeutschen Archiven.

Welche Orte hat Ulrich Möckel schon beschrieben ? Jeliní (Hirschenstand), Rolava (Sauersack), Chaloupky (Neuhaus), Přebuz (Frühbuss), Rudné (Raudney) und Ryžovna (Seifen). In Zukunft will er weiter machen, jetzt ist Měděnec (Kupferberg) an der Reihe. Wir können nur hoffen, daß sich auf unserer Seite jemand findet, der diese Publikation übersetzt und dem tschechischem Leser zugängig macht.

Sehr interessiert sich Uli auch für die Frage, wer sind die Deutschen, die so of die tschechische Seite der Berge heimsuchen. Manchmal bewegen sie sich wie Eroberer. Aber man könnte sich auch vorstellen, daß es ein kleines Grüppchen wahrer Liebhaber unserer Landschaft sind. Schlecht für uns ist nur, daß diese Touristen zwar periodisch zu uns kommen, aber auf deutscher Seite der Grenze ihre Unterkünfte buchen. Seien wir aber froh über diese Schwärmer für die böhmische Landschaft, denn sie helfen doch unseren Hotels und Restaurants zu überleben, wenn wir sie auch lieber hier bei uns in Tschechien beherbergen würden.
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Jiří Crkal aus Sonnenberg – Weil wir die Kirche selbst angezündet haben, müssen wir sie auch wieder allein aufbauen

Jiří Crkal stammt aus der Gegend um Brüx, lebt aber in Sonnenberg.
Er ist beim Forst beschäftigt und arbeitet als einer von Wenigen direkt hier in Sonnenberg. Die meisten Einwohner sind entweder arbeitslos oder außerhalb beschäftigt. Man sieht es dem Ort an, dass sich niemand um ihn kümmert. Nur die Kirche Hl. Wenzel ist sehr schön saniert. Da sie von Kindern aus Sonnenberg in den 90er Jahren angezündet wurde, spendeten die hiesigen Bewohner für die Erneuerung Geld.

Vom harten Leben in Sonnenberg, der Entwurzelung und den drohenden Windkraftwerken erzählt Jiří Crkal.
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Mirko Ernst: Windkraftanlagen passen nicht zu unseren Vorstellungen von einer touristischen Entwicklung Oberwiesenthals.

Mirko Ernst ist geborener Oberwiesenthaler. Er ist leidenschaftlicher Fotograf und lebt mit seiner ganzen Persönlichkeit für die Stadt. Unlängst wurde er mit 7-jährigem Mandat zum Bürgermeister gewählt. Es erwarten ihn 7 Jahre Arbeit zur Entwicklung der Stadt und auch Jahre fruchtbarer und finanziell ertragreicher Zusammenarbeit mit der tschechischen Seite. Was sich alles bis zum Jahre 2013 ereignen wird, das müssen wir danach fragen, aber was plant der Herr Bürgermeister ? Der ganze Artikel


Matthias Greifenhagen: Schlettau ist eine der ältesten Städte des Erzgebirges. Man erkennt das auch an der Gestaltung des Marktplatzes. Kein typisches Renaissance- Quadrat mit Diagonalen, wie sonst überall in den Bergbaustädten.

Matthias Greifenhagen ist schon seit 1990 Bürgermeister der Stadt Schlettau. Deshalb stand er Pate bei der Geburt neuer Traditionen. Teil davon war die Herausgabe eines Buches über die Geschichte der Stadt mit Texten und Bildern. Zugleich betreibt er sehr aktiv die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Tschechien. Wir begegneten ihm bei einer Vernissage zum Thema Sudetendeutsche im Jahre 2003 und bei einer Ausstellung über das "wiederentdeckte Erzgebirge" in Chemnitz.

Schlettau wurde viel früher gegründet, als die benachbarten Renaissance-Städte Annaberg, Oberwiesenthal, Jöhstadt sowie Bärenstein. Die Stadt liegt wunderschön zwischen Bärenstein, Pöhlberg und Scheibenberg. Man findet hier eine Wasserfestung, Schloß mit Garten, wo regelmäßig jedes Jahr ein Sommerfest stattfindet. Es treffen sich dabei hier bis zu 10.000 Menschen aus der weiteren Umgebung.

Die Stadt und ihr Bürgermeister haben Erfahrung, wie das Naturschutzgebiet die Stadtentwicklung beeinflußt. Seine Erfahrungen sind aber nur gut. Mit den Windkraftanlagen ist es dagegen schlechter. Der Bürgermeister weiß, daß die Windenergienutzung von deutscher Seite angetrieben wird, aber er meint auch, daß in dem Maße, wie jetzt in der Nähe von Přísečnice gebaut wird, es völlig unsinnig ist. Niemand darf zerstören, was das Erzgebirge so einzig macht - die schöne Natur und die herrlichen Ausblicke.
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Klaus Hoyer: Markhausen war das größte Vergnügungszentrum im Erzgebirge

Herr Hoyer wurde in einer Kleinstadt direkt an der Grenze zwischen den größeren Städten Graslitz und Klingenthal geboren – in Markhausen. Kurz nach der Vertreibung hatte er keine Gelegenheit mehr diesen Ort zu besuchen. Seine Familie ließ sich gleich in Klingenthal nieder. Sie beobachteten, wie Markhausen nach und nach verfiel, zuwuchs und gegen Ende der 50er Jahre praktisch nicht mehr existierte. Auch an der Grenze zum Bruderland DDR wurden Grenzorte liquidiert. Damit haben wir den spezifischen Genius loci dieser Region teilweise verloren. Heute sind wir hinter einem Dschungel versteckt. Bis in die 90er Jahre gab es zwischen Klingenthal und Graslitz keine Verbindung. Im Jahre 1968 war in Klingenthal auch die ostdeutsche Armee postiert, die zusammen mit anderen Armeen des Warschauer Paktes in die vom Frühling berauschte Tschechoslowakei einrücken sollte. Die Soldaten blieben aber an der Grenze, damit sie nicht an den Einmarsch der Hitlerarmee erinnerten, die durch Graslitz fuhr.

Herr Hoyer begann Informationen von anderen Vertriebenen zu sammeln und gab dann Mitte der 90er Jahre ein wunderschönes Buch voller interessanter Fotografien und Texte heraus. Seine Kontakte zu den Vertriebenen in Aschaffenburg waren beim Umzug der Heimatstube von dort nach Klingenthal von großem Nutzen. Leider bleibt das Archiv noch auf deutscher Seite, aber vielleicht kehrt die Geschichte eines Tages wieder an ihren Heimatort zurück. Hier hören Sie von den Geschichten und Schicksale der Grenzorte, sudetendeutsch-tschechischen Städten und der heutigen Politik.
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Manfred Gäbler – die Geschichte von Klingenthal und des Archivs der Vertriebenen aus Graslitz.

Herr Gäbler ist Mitglied des Stadtrates im sächsischen Klingenthal. Dort ist er für die Kultur verantwortlich. Auch deshalb haben wir uns auf der Vernissage in Graslitz kennen gelernt. Unser Gespräch fand dann im Gebäude des Klingenthaler Museums statt. Herr Gäbler erzählt wunderbar und begeistert von der Geschichte der Stadt. Über deren Anfänge, die Anfänge der Industrie und später der Musikinstrumentenherstellung. Auch vom Wintersport, der um den Aschberg immer noch lebendig ist.

Eines der Themen ist auch der Umzug des Archivs Graslitzer Vertriebener aus Aschaffenburg nach Klingenthal. Warum konnte es nicht direkt nach Graslitz kommen?

Hören Sie interessante Erzählungen aus der Erzgebirgsmetropole an der Grenze dreier Länder: dem böhmischen Erzgebirge, dem Westerzgebirge und dem Vogtland.
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Hans Wendler aus Johanngeorgenstadt – die Lebensgeschichte eines Klassenfeindes aus den 50er Jahren und eines politischen Gefangenen der 60er Jahre.

Hans Wendler wurde 1926 in Johanngeorgenstadt geboren. Er erlebt hier die Zeit des Nazismus, des Kommunismus und vor allem die Wismut.
In den 50er Jahren wurde er wegen seiner Herkunft und seiner Tätigkeiten zum Klassenfeind. Noch bevor die Berliner Mauer gebaut wurde, flüchtete er nach Westdeutschland. Nach dem Tod seines Vaters kehrte er für dessen Beerdigung nach Leipzig zurück. Hier wurde er aber sofort von der Staatssicherheit verhaftet und für drei Jahre gefangen gehalten.

Nach 1990 engagierte er sich im Johanngeorgenstädter Rathaus und erlebte auch den riesigen Bevölkerungsrückgang der Stadt. In der Gegenwart kümmert er sich um das Museum im alten Bahnhofsgebäude.

Seine Geschichte zeigt, wie ein totalitärer Staat, die Zerstörung der Landschaft, der traditionellen Beziehungen und Orte die Stabilität der Region auch im benachbarten Sachsen gefährden können.
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Dr. Gabrielle Lorenz, die Leiterin des Erzhammers – Museum und Kulturzentrum in Annaberg, sagt: Weihnachten im Erzgebirge sind kein Marketingtrick.

Gabrielle Lorenz leitet das Museum Erzhammer in der Kreisstadt Annaberg. Gleichzeitig ist sie Kulturmanagerin der Stadt.

Frau Lorenz erzählt von ihrer Beziehung zum Erzgebirge, zu Annaberg. Sie beschreibt die wichtige Rolle der Stadt für das ganze Erzgebirge. Dabei kommt sie auch auf das Klöppeln und dessen Entstehung gerade in Annaberg, das von Barbara Ullman mitgebracht wurde.

Ein weiteres Thema sind für das Erzgebirge typische Traditionen, die heute auf der böhmischen Seite nicht so bekannt sind. Dazu gehören vor allem die Weihnachtsbräuche im Erzgebirge, die in ganz Deutschland berühmt sind. Und auch die riesige Anna-Kirche in Annaberg ist ein Grund für viele Fragen.

Das Gespräch mit Frau Lorenz führte Ondřej Matějka.


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Hans Knabe aus Rittersgrün: Als Sohn Sudetendeutscher aus Goldenhöhe ist er heute von der deutsch-tschechischen Geschichte und Zusammenarbeit begeistert.

Hans Knabe wurde auf der böhmischen Seite des Erzgebirges geboren – in Goldenhöhe. Rittersgrün war die erste mögliche Station auf deutschem Boden beim erzwungenen Weggang aus der Heimat. Die Beziehung zum Erzgebirge war offensichtlich so stark, dass die Familie in der Nähe Böhmens, in Rittersgrün blieb.

Herr Knabe arbeitete für die Wismut und wurde auch Zeuge der erschütternden Ereignisse, während derer aufgeputschte Bergarbeiter aus Johanngeorgenstadt einen Lokführer brutal ermordeten.

Die Geschichte von Rittersgrün und ihrer ganzen Umgebung erzählt er uns sehr einfühlsam. Heute ist Hans Knabe Angestellter des Schmalspurbahnmuseums im Ort und beteiligt sich zusammen mit der tschechischen Seite an der Vorbereitung verschiedener Kulturprogramme. Im Rittersgrüner Museum können Sie sich eine Ausstellung über die Geschichte und die Natur des Erzgebirges ansehen und viele interessante Bücher zu diesen Themen kaufen.
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Johanngeorgenstadt mit den Augen des Bürgermeisters und eines Lokalpatrioten gesehen: Holger Haschek und Krystof Mayer.

Die Stadt Johanngeorgenstadt und deren Einwohner müssen sich wohl manchmal wie auf einer Achterbahn fühlen: eben war noch eine Konjunktur, wie es sie vorher noch nicht gegeben hat, dann gibt es wieder einen demografischen Niedergang ohnegleichen, Arbeitslosigkeit und neonazistische Umtriebe. Auf dem Erzgebirgskamm, inmitten von Wäldern, ist das Leben an sich schon schwer, vor allem wenn es hier keine Arbeit gibt. In der heutigen Zeit beginnt für die Stadt aber wieder ein wirtschaftlicher und demografischer Aufschwung. Die Öffnung des Grenzüberganges mit Breitenbach belebt einen alten Weg und die Bergstadt Johanngeorgenstadt mit ihrer Umgebung neu.

In diesem Interview erfahren sie etwas von Holger Haschka, der bereits seit sieben Jahren im Amt ist, über die Situation der Stadt. Hören sie von den ererbten Schulden aus DDR-Zeiten, von denen die Nachwendebürgermeister keine Ahnung hatten, und von den Beziehungen mit der tschechischen Seite.

Eines der Mitglieder im Stadtrat, Herr Krystof Mayer, stammt aus dem unweiten Breitenbach und engagiert sich sehr in der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit. Im Gespräch erinnert er sich an ein interessantes Kindheitserlebnis, als er mit ein paar anderen Jungen den Grenzbach übersprang. Sie wurden von der Grenzpolizei gefasst und nicht mehr zurückgelassen. In einer Odyssee mussten sie dann über Tetschen, Herrnskretschen, Dresden und Chemnitz nach Hause zurückkehren.
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Undine Theml – die Leiterin des deutsch-tschechischen Museums Bergmagazin im sächsischen Marienberg.

Die neu entstandene Institution braucht junge und dynamische Menschen in ihrer Leitung. Die Kuratorin ist nicht nur unter diesem Gesichtspunkt die richtige Frau am richtigen Platz. Die wunderschön sanierten Speicher der Stadt Marienberg beherbergen eine sehr gelungene Ausstellung zur Geschichte des Erzgebirges und die Stadt Marienberg. Sie können hier aber auch mehr über die politische Geschichte der deutsch-tschechischen Beziehungen erfahren.

Die Dauerausstellung bietet sich besonders für Schulausflüge, aber auch für alle anderen interessierten Laien an, die nicht nur wegen des Einkaufs, sondern auch zum Wohle ihrer Seele über die Grenze fahren.

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Peter Haine und die Geschichte des ersten ostdeutschen Kosmonauten aus dem Erzgebirge – Sigmund Jähn

Herr Haine ist Touristenführer in der Deutschen Raumfahrtausstellung in einer kleinen Gemeinde an der Eisenbahnstrecke zwischen Schwarzenberg und Klingenthal – in Morgenröte-Rautenkranz.

Dieses sehr moderne Museum können wir nicht nur deshalb empfehlen, weil man dort in einer originalgetreuen Nachbildung der Raumstation MIR Platz nehmen kann. Sondern auch, weil man einiges über den ersten ostdeutschen Kosmonauten Sigmund Jähn erfahren kann. Dieser Kosmonaut besucht seinen Heimatort auch heute noch, und dank seines Einflusses fand diese Sammlung zur Raumfahrt ihren Platz hier im Erzgebirge.
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Andreas Fleig und Ulrich Möckel - die echten Erzgebirglern. Oder Vogtländer?

Andreas Fleig war der erste Sammler, der hat mir alte Photos verleiht.
Ulrich Möckel ist der treuester Fan der Ausstellung Das wiederentdeckte Erzgebirge. Es heisst, dass die alte Bekannten haben sich getroffen. Das Gespräch hat Ondřej Matějka geführt.

Bei herr Fleig haben wir über Grenzlandgebiet, Sauersack, Hirschenstand und Frühbuss gesprochen. Auch über Grenzwachdienst a viele lustige Geschichte hate er gestagt....

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Ralf Fischer – der langjährige Bürgermeister des Gemeindeverbandes Breitenbrunn und Rittersgrün

Ralf Fischer ist bereits seit 18 Jahren Bürgermeister im malerischsten Winkel des sächsischen Erzgebirges – hier gibt es tiefe Täler, hohe Gipfel und wunderschöne Bergwiesen, Aussichten in die Landschaft, Trassen für nordic walking und für Skilangläufer – die Landschaft ist hier wirklich ein Kleinod des Erzgebirges.

Ist sich der Bürgermeister dessen bewusst? Hat er eine Vorstellung davon, wie die Schönheiten dieser Landschaft zu schützen sind? Was denkt er über die Installation von Windkraftwerken in dieser Region? Es scheint, dass der Bürgermeister auf diese Fragen klare Antworten hat.

Trotz aller Schönheit der Umgebung hinterließ auch hier die wahnsinnig schnelle Transformation der DDR in die neuen Bundesländer eines vereinigten Deutschlands seine Spuren. Hohe Arbeitslosigkeit, Firmenschließungen und der Weggang vieler junger Leute – mit all diesen Problemen kämpft er hier. Heute gibt es jedoch mehrere Schulen, eine Hochschule und auch den Kinderklub Waldameisen. Diese fleißigen Menschlein lernen von klein auf, wie der Wald, die Wiesen, die Tiere und die Häuser hier im Erzgebirge gepflegt werden. Vielleicht bleiben sie dann später hier und verknüpfen ihr Schicksal mit dem des Erzgebirges.

Sie haben hier ein großes Vorbild im Erzgebirgsverein, der heute von Klaus Franke geleitet wird. Ein kluger Mann, der auch die intensive Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein in Abertamy anstieß. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist am Ort der ehemaligen Kirche von Seifen zu sehen.
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Heinz Lehrer aus Frühbuss, der am Kriegsende aus dem Ausbildungslager der Wehrwölfe in Gablonz flüchtete

Heinz Lehrer wurde in Frühbuss im Neudeker Kreis geboren. Hier lebte er aber nur ein paar Jahre, als er schon erwachsen war. Denn seine Familie zog wegen der schwierigen Lebensbedingungen aus seinem Geburtsort nach Teplitz. In Teplitz lernte er vor und während des Krieges viele Tschechen kennen. Gegen Ende des Krieges wurde er zur Heimatverteidigung zu den Wehrwölfen nach Gablonz eingezogen. Von dort flüchtete er aber und lief von Gablonz bis nach Teplitz, wo er sich versteckte.

Nach dem Krieg wurde seine Familie vertrieben. Sie blieben jedoch in Ostdeutschland und leben heute noch in der Stadt Auerbach bei Klingenthal. Er besucht seinen Heimatort auf dem Erzgebirgskamm gern und oft.
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Rudolf Kovarik: Ausgewählte Erlebnisse aus der Geschichte und Meteorologie im Kreis Šindelová

Herr Rudolf Kovarik wurde geboren in Kraslice vor mehr als vierzig Jahren. Heute lebt er in Sindelov und betreibt hier Holzproduktion und trägt ein Werte von Messgeräten, die hier installierte die Böhmische hydrometerologische Institution. Seine Abmessungen betreibt er bereits seit dem Jahr 1976. Während dieser Zeit vermerkte er viele einmalige Schwankungen des Wetters.
Herr Kovarik ist aber ein Mensch mehrerer Seiten. Noch interessanter ist seine Erzählung über die Geschichte Sindelovs und Umgebung. Er ist nämlich der örtliche Chronikschreiber und versteht es schön zu schildern über das Schloss Favorit, über ehemalige berühmte Eisenhütten in Sindelov, welche wurden im Krieg ausgelagert in die Slowakei. Auch über die Vorrangstellung Prebuz´ als erster Ort in Österreich-Ungarn, wo Kartoffeln angebaut wurden. Eines der Themen des Gesprächs war auch das Massaker der Angestellten aus Krasna Lipa, Sindelov und Obory im Mai 1945.
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Pavel Káš: Ein neuer territorialer Plan wird gemacht von Kalek touristisches und Urlauberzentrum des Mittelerzgebirges. Und vor allem keine Windkraftwerke

Wenn Sie in Kalek (Kallich) ins Gasthaus kommen und möchten im Lokal wirken, dann kommen Sie zuerst an alle Tische, klopfen auf Sie mit den Fingern und grüßen. Dann kann es sein die örtlichen nehmen Sie schnell zwischen sich. Das ist ein örtlicher alter Brauch.
Der Herr Bürgermeister bereits seit dem Jahr 1993 sitzt am Tisch im Bürgeramt. Schon deshalb hat er genau im Visier, wen es durch Gemeinde Kalek (Kallich), Jindřichova Ves (Heinrichsdorf) Dorf und Nacetin (Natzschung) führt.
Seit den 70er Jahren war er hier Urlauber und seit Ende der 80er Jahre lebt er auch hier, weil er sein Haus in Jirkov dem Bergbau räumen musste.
Herr Kas setzte sich ein um die Erneuerung der Kaleker Kirche, welche eine schöne Dominante des ganzen Umkreises ist und ungefähr die schönstgelegene Kirche im Erzgebirge. Bei dem Anblick von ihr und der Gemeinde können die Menschen nicht unterstützen die Bilder von Josef Lady. Ja, wirklich so malerisch wirkt Kalek. Und in Zukunft wird ihre Schönheit noch erhöht. Er werden neue Häuser gebaut auf der Grundlage alter und eingerissener. Baulücken heilen so zu. Und es wird keine hässlichen Bebauungen, aber streng regulierte Gebäude nach örtlicher Tradition geben.
Die Zusammenarbeit mit örtlichen und auch sächsischen Deutsche ist sehr harmonisch. Das Leben hier an der Grenze im Gebirge verläuft gesellschaftlich schon lange Zeit. Im hiesigen Wirtshaus, wenn Sie ins Lokal kommen, so gehen Sie zuerst an alle Tische, klopfen auf diese mit den Fingern, grüßen alle an ihm und erst dann setzen Sie sich. Offensichtlich eine alte Tradition.
Im Kreis Kalek befinden sich viele interessante und touristische Ziele. Gabrielina Hut – ehemalige Gemeinde- ist aufgrund des Vorstehers ein Stück eidgenössische Alp im Erzgebirge. Unweit der Gemeinde befindet sich der Bach, der fließt bis zum Berg. Hier wachsen viele Pilze.
Kalek ist einfach eine sehr interessante Gemeinde, die ausnutzt ihre herrliche Lage, Nachbarn aus Deutschland und schöne Natur. Bestimmt kommen Sie hierher. Sie werden es nicht bereuen.
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Antonín Klíma aus Neudeck – sein Weg aus Wolhynien ins Sudetenland

Antonín Klíma stammt aus Wolhynien.

Seit 1864 lebte seine Familie dort. Alle gingen im Jahre 1947 von dort weg. Sie wohnten in Lubna in der Gemeinde Lutchard und lebten dort von einer intensiv betriebenen Landwirtschaft. In Wolhynien erlebten sie die Erniedrigungen durch die ukrainische und die deutsche Regierung vor und während des Krieges. Im Gespräch erzählt Herr Klíma die Geschichte seines Vaters, wie er einen russischen Offizier für einen Laib Brot rettete.

Diese Geschichte führt weiter bis zur Erhörung durch den tschechoslowakischen Staat, der den Wolhynier-Tschechen die Rückkehr anbot. Nach dem Transport ins einstige Vaterland verbrachte die Familie Klíma zwei Jahre in Mähren bei Hohenstadt. Erst nach dem Studium ging Herr Klíma nach Neudeck.

Herr Klíma bringt uns die Zeit und das Leben in Wolhynien näher und auch die Verhältnisse, die in den 50er Jahren und während des Hochwassers 1961in Neudeck herrschten. Er beschreibt auch, wie die Wolhynier-Tschechen in ihre frühere Heimat fahren und was sie über die neuen Eigentümer ihrer früheren Häuser denken, wie sie sich an ihr früheres Leben hier erinnern. Fühlen sie nicht etwas Ähnliches wie die Sudetendeutschen?


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Miroslav Filander: Gegen die Ansiedlung in Südmähren ist auch die Übersiedlung im Erzgebirge auf zwischenmenschliches bezogen sehr kühl

Miroslav Filander, Bürgermeister der Stadt Olovo kam ins Erzgebirge aus Znojemska (Znaim). Der Weg aus dem warmen Südosten in den kühlen Nordwesten ist wahrhaft ungewöhnlich. Der Grund dafür war genug Wohnraum und Arbeit. Die Familie Herrn Filanders kam zuerst aus Sindelov und später nach Olovi. Darum versteht es der Bürgermeister schön zu vergleichen die Art, wie man lebt in mährischen und erzgebirgischen Gemeinden. Es klingt für das Erzgebirge nicht sehr gut. Es fehlen hier Wärme, lustiger Umgang, Herzlichkeit in der Sprache. Naja, wir haben das verbessert.
Interessante Episode ist die Lage der Einwohner aus der Region Tschernobyl , der betroffenen ökologischen Katastrophe.
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Michal Urban: Rund um Hengsterben gibt es eine Reihe geheimer Dokumente des Bergwesens. Und mit der Zeit wird auch der Schacht freigelegt.

Michal Urban ist ein Urlauber aus Prag, der sich verliebte ins Erzgebirge im wesentlichen und dank der allgegenwärtige Überreste der bergmännischen Arbeiten. Es ist nicht nur die Geschichte geschrieben in einer Chronik, sondern sind es auch hauptsächlich die Reishügel, die Stollen, die versenkten Schächte und die historische Fotografie. Bei einem Streifzug durch diese vereinsamten und dunklen Plätze erwachte in ihm Interesse über Mineralien, Steine und Geschichte als solches. Er kennt die bergmännische Vergangenheit einer Vielzahl der Gemeinden im Kreis Hrebecne. Zugleich kennt er auch die Geschichte von Hrebecne selbst. Insofern Sie diese Ecke des Gebirges und die Geschichte interessiert, nimmt sie sicherlich ein Gespräch gefangen. Der ganze Artikel


Vladimir Melichar: CHKO Erzgebirge ist die Frage paarer Jahre und der Teams entschlossener Leute

Herr Vladimir Melichar ist Leiter der Agentur für Schutz der Landschaft und Natur in Karlovy Vary (Karlsbad). er wurde hier geboren und jetzt lebt er in Pila. Er weiß, was den Namen Erzgebirge kennzeichnend begleitet und zugleich kennt er alle Urereignisse der Sudetenentwurzlung. Diese Kombination des sozialen Verhaltens und Vorurteile stoppten das föderative Leben im Untererzgebirge und im Erzgebirge im seiner gesamten Länge. Somit gibt es hier nicht so viele Vereine, welche die Aufgabe haben sich um die Natur und Landschaft des Erzgebirges zu kümmern wie es z.B. im vielen kleineren und ohnehin geschädigten Isergebirge ist.

Das, was beitragen würde ein engeres Band zu bilden der Einwohner zu diesem Gebirge, den Respekt vergrößern zu den Bergen und das ihm positive Reklame verabreicht werden muss, wurde gebildet CHKO Erzgebirge. Was die Anzahl betrifft der wertvollen Naturstandorte dazu die entsprechende Kartographie Natur 2000 hat das ganze Erzgebirge von Kraslice bis zur Deziner Schneekoppe. Dank CHKO und dessen Arbeit konnten mehr Arbeitsplätze entstehen, die arbeiten konnten mit der Öffentlichkeit und ihnen lernten das Verhältnis zu diesem Gebirge zu erforschen. Das wichtigste ist aber das gute Auskennen - Verzonen von CHKO, damit nicht gestört wird die Entfaltung der erzgebirgischen Gemeinden. Seine Überzeugung wird die wichtigste Auflage für das Team, das sich – hoffen wir – bildet innerhalb einiger weniger Monate.
Wenn es Sie also interessiert, wie ausfiel das naturwissenschaftliche Audit Natur 2000 im Erzgebirge, was sind die wertvollsten Biotope des Erzgebirges, wie es aussieht mit der Bekanntmachung CHKO Mittelgebirge und CHKO Erzgebirge und oder wie die Windkraftwerke beeinflussen das Leben des Birkhuhns, hören Sie sich an dieses sehr wichtige Gespräch. Der ganze Artikel


Jiří Pop aus Schmiedeberg: Einige Jahre wuchsen hier überhaupt keine Pilze und Heidelbeeren wegen der Emissionen

Herr Jiří Pop ist Waldarbeiter, und verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Schmiedeberg. Er erlebte im aktiven Dienst eine Zeit, in der die Wälder des Erzgebirges drastisch abzusterben begannen. Als Mitarbeiter eines Forstbetriebes fing er mit den Kollegen gleich an, eine Lösung zu suchen, wie man zuerst die toten Bäume fällen kann und später dann, wie man den Wald wieder aufforstet. In der Gegend um Schmiedeberg ging ein Großteil des Waldes zugrunde. Heute jedoch wächst hier ein junger Mischwald.

Herr Pop erzählt uns von der Geschichte eines Waldarbeiters und seinen Bemühungen um die Kultivierung des Erzgebirges, die heute ihre Früchte zeigen. Vielen Dank!
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Johana Kovářová: Der Weg vom Kamm bis ins tiefste windstille und regenlose Tal.

Die Frau Bürgermeisterin von Warta - Johana Kovářová – ist begeistert bei der Sache. Der Fund der alten deutschen Chronik, in Leder gebunden und handgeschrieben, ist für sie ein erstrangiges Ereignis im Ort. In dieser Hinsicht hat Warta ein riesengroßes Glück. Denn die Chroniken anderer Orte sind unwiederbringlich verschwunden.

Frau Kovářová wurde in Weipert geboren, nach und nach zog sie aber immer tiefer in das Egertal. Wahrscheinlich mag sie es etwas wärmer. Das wundert mich überhaupt nicht, denn das Klima auf dem Erzgebirgskamm ist für Frauen nicht ideal, wie Jan Horník schon sagte.

Die Gemeinde Warta wird mit ihrer großen Fläche einmal die Grundlage für das sich in Vorbereitung befindliche neue Landschaftsschutzgebiet Mittleres Egertal bilden. Die steilen Hänge zwischen dem Erzgebirge und dem Duppauer Gebirge fordern das schon mit ihrer Gestalt. Die wunderschöne Atmosphäre des schmalen und tiefen Tales, ähnlich norwegischer Fjorde, werden durch das bunte Laube der Bäume ergänzt. Frühling und Herbst sind hier wirklich beeindruckend.

Dennoch hat ... nicht alle Trümpfe im Ärmel. Die stark frequentierte Straße zwischen ...Ostrov und Komotau stört sehr. Dennoch ist die Gemeinde einer der malerischsten Orte, die im Erzgebirge zu finden sind. Und es zieht hier nicht so...
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Thomas Wittig: Bürgermeister in einer Perle der sächsischen Renaissance im Erzgebirge – Marienberg.

Bereits mehr als zehn Jahre bekleidet er dieses Amt in der Erzgebirgsstadt. In unserem Gespräch stellt er mögliche Entwicklungen dieser Region vor. Er schätzt die Zusammenarbeit mit dem tschechischen Komotau. In Marienberg entstand ein bedeutendes Museum zum deutsch-tschechischen Erzgebirge – das Bergmagazin. Der ganze Artikel


Werner Stütz – Der letzte Erzgebirgler, der sich nur von Boden, Wasser und Luft des Erzgebirges ernährt.

Herr Stütz ist heute ein Begriff. Kein Besuch des deutschen Fernsehens kommt an ihm vorbei. Er wohnt in seinem Geburtshaus in der Gemeinde Kamenné. Am steilen Hang unter dem Kupferberg lebt und kümmert er sich, trotz seiner 74 Jahre, um eine bewundernswerte Wirtschaft. Stellen Sie sich bloß vor: Kühe, Hühner, Singvögelzucht, Bienen, Fische, Felder, Obstbäume. Das alles bewirtschaftet Herr Stütz nur mit Hilfe seiner Sohn und Tochter.

Herr Stütz stammt aus einer traditionellen Erzgebirgsfamilie und lebt immer noch am Ort seiner Vorfahren. Sein Leben hat der Kontinuität und dem traditionellen Leben und der Unabhängigkeit gewidmet. Wenn Sie wissen möchten, wie man früher im Erzgebirge lebte, dann kommen Sie nach Kamenné und beobachten das fleißige Schaffen dieser Familie. Hut ab…

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Zdeněk Lakatoš: Abertham ist die letzte Gemeinde im Zentralerzgebirge, die sich zu einem touristischen Ziel entwickelt

Zdeněk Lakatoš wurde bereits für die zweite Wahlperiode als Bürgermeister wieder gewählt. Es scheint, dass sich Abertham von der Depression erholt, die sich nach dem Bankrott und der Schließung der Handschuhfabrik im Jahre 1998 ausbreitete. Vielleicht lag es daran, dass Abertham den Sprung auf den Tourismusmarkt in den 90er Jahren noch nicht schaffte. Das Aussehen des Ortes braucht noch viel Engagement, mit einer idyllischen und reichen Gemeinde auf dem Gebirgskamm hat es noch nicht viel gemeinsam. Aber es geht aufwärts. In der Stadt wird der Bau eines Skiliftes zum nahen Plessberg und von da nach Merklin vorbereitet. Es soll so ein Skiareal mit längeren Abfahrtspisten als auf dem Keilberg entstehen. In Abertham gibt es auch den sehr aktiven Bürgerverein Abertamy, der heute der Motor in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist. Es soll wieder das traditionelle Winterfest gefeiert werden, das wir von alten Aufnahmen kennen. Und auch das Freibad wird saniert. Die Stadt Abertham sieht in eine erfolgreiche Zukunft. Dazu ist es aber nötig, den schon beschrittenen Weg weiter zu gehen und die Wirtschaft der Gemeinde auf den Tourismus einzustellen. Der ganze Artikel


Václav Kotěšovec aus Graslitz: Chronist in einer Stadt im Sudetenland zu sein – das ist heute wirklich keine einfache Aufgabe.

Herr Kotěšovec sammelt sowohl in seiner Freizeit, als auch als Angestellter der Stadt Graslitz Dokumente zur Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung. Viel Material musste er übersetzen. Derzeit bereitet er gleich mehrere Bände zur Stadtgeschichte und den Gemeinden in der Graslitzer Gegend zum Druck vor. Wir hoffen, dass sich ein Lokalpatriot findet, der ihre Herausgabe ermöglicht. Käme es nicht dazu, wäre das für die Region sehr schade. Das Material ist zurzeit leider nur bei ihm zu Hause einsehbar. Der ganze Artikel


Tomáš Hüttner – An der Spitze der erfolgreichen Gemeinde des Wettbewerbes „Dorf des Jahres“

Dem jungen Bürgermeister gelang es innerhalb von wenigen Amtsjahren aus Hochofen und Trinksaifen lebendige Orte voller Kultur und mit interessanten Ausflugszielen zu machen. Aus vergangenen Jahren übernahm er bereits viele Veranstaltungen, und weitere entstanden unter seiner Regie. Außer dem regelmäßigen Fußballturnier zwischen den Mannschaften der Einheimischen und der Wochenendurlauber gibt es unter anderem ein Traktorrennen und ein Drachenfest. Vor allem aber entstand ein Lehrpfad um beide Ortschaften, um die sie auch von größeren Gemeinden wie Neu-Hammer beneidet werden. In diesem Jahr gewann Hochofen im Wettbewerb Dorf des Jahres in der Kategorie Entdeckung des Jahres. Der Bürgermeister widmet sich jedoch nicht nur den „jungen“ Traditionen der Gegenwart, sondern organisiert auch Treffen mit ehemaligen Einwohnern des Ortes. Heute bilden beide Ortschaften einen wirklich malerischen Winkel des Erzgebirges, der ein schönes und zufriedenes Leben führt und auf der Karte des Erzgebirges hervorgehoben werden sollte. Der ganze Artikel


Stanislav Wieser: Von Plattenbauten im Gebirge bis hin zum strengen Landschaftsschutz

Herr Wieser ist eine angesehene Persönlichkeit des Karlsbader Kreises. Er beteiligte sich an vielen Bauprojekten im Erzgebirge, in der letzten Zeit ist er allerdings eher als Angestellter der Verwaltung des Landschaftsschutzgebietes Slavkovský les (Kaiserwald) bekannt. Er kennt also aus seinem Baustellen- und Investorenalltag auf der einen Seite sowohl den Druck ein effektives Gebäude zu errichten, und versteht es auch auf der anderen Seite diesem Druck in der heutigen Zeit zu widerstehen. Aus der Sicht des Landschaftsökologen kann er die Entwicklung der Grenzlandschaft von der Zeit der Vertreibung bis zur Gegenwart ausgezeichnet beurteilen – und entscheiden, was der Landschaft gut tut und was ihr schadet, in welche Richtung ihre Entwicklung in der Zukunft gehen wird.

Herr Wieser ist darüber hinaus nicht nur der Mitverfasser eines Führers durch das Erzgebirge sondern auch ein erfolgreicher Fotograf, viele seine Bilder können Sie auf etlichen Karten finden.

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Stanislav Děd – er ist Museumsleiter dort, wo es die meisten untergegangenen Gemeinden in Tschechien gibt

Stanislav Děd ist in der Gegenwart wahrscheinlich einer der fortschrittlichsten Leiter eines Kreismuseums - eines Museums also, das die Öffentlichkeit mit der Geschichte einer Region vertraut machen soll. Und das ist nicht immer eine positive Geschichte. Und es muss nicht immer unsere sein. Im Museum in Komotau wurden schon viele Ausstellungen veranstaltet, die sich mit der deutschen Vergangenheit dieses Kreises beschäftigten. Durch einen Hinweis der Stadt Pressnitz entschloss sich das Museum zur Ausstellung “Wie es damals war...”, die sich mit der Gewalt an den deutschen Bewohnern während der Vertreibung im Jahre 1945 befasste. Und dass diese Ausstellung nicht nur Interesse hervorrief, kann man sich leicht vorstellen. Genau deshalb ist es wichtig, auch Ereignisse aus der Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren, die uns Neusiedler im Grenzgebiet sehr treffen können. Es denkt sowieso niemand, dass wir nach den Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges völlig friedlich bleiben konnten. Zu den Stärken einer Nation gehört es auch, sich die Fehler und Gräueltaten der Vergangenheit einzugestehen.

Auch Herr Děd hat ein großes sprachliches Talent. Wunderschön erzählt er von der Geschichte des Komotauer Kreises, bekannten hiesigen Persönlichkeiten und eben auch von den Ereignissen im Jahre 1945.
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Jitka Samáková: Die Stadt Schlackenwerth beherbergt das achte Weltwunder

Schlackenwerth ist ein Ausgangspunkt für den westlichen, den Karlsbader Teil des Erzgebirges. Hier konzentrieren sich viele Menschen, die im Erzgebirge arbeiten. In der Vergangenheit, der Zeit der Uranbergwerke, entstand hier im Ort mit einem etwas günstigeren Klima und Terrain eine riesige Plattenbausiedlung, die das alte Stadtzentrum um ein Zehnfaches überragt. In der Gegenwart wird die Altstadt in der Umgebung des Schlosses weitgehend saniert. Und so können sich Schloss und Park erneut mit ihrem Titel “Das achte Weltwunder” rühmen. Das Stadtzentrum befindet sich heute auf einem riesigen Platz im Stile einer Sorela, die mehr und mehr als eine bedeutende Architekturleistung anerkannt wird. Sie ist das Ergebnis der letzten sozialistischen Bemühungen um eine urbanistische Konzeption im ehemaligen Ostblock. Später wurden nur noch einförmige Plattenbausiedlungen gebaut.

Frau Samáková arbeitet, obwohl sie noch jung ist, bereits zehn Jahre im Stadtrat. Im Gespräch verrät sie uns, welchen Weg Schlackenwerth beschreiten möchte, und ob die Stadt in irgendeiner Hinsicht mit Karlsbad rivalisiert.
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Robert Petro: Der Bürgermeister der denkmalgeschützten Gemeinde Platten

Platten ist eine Stadt, die sich langsam, aber sicher zu einer Perle der Architektur und des Urbanismus im Erzgebirge mausert. Auch wenn etwa 50 % der Gebäude in der Stadt abgerissen wurden, blieb ihr historischer Grundriss erhalten. Die Natur der Umgebung bietet zudem eine Vielzahl von Ausflugsmöglichkeiten.

In Zukunft erwartet die Stadt steigende Besucherzahlen, da in Breitenbach ein Grenzübergang eröffnet wurde.

Hören Sie hier die Visionen des Bürgermeisters.
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Romana Beranová: Die Suche nach untergegangenen Ortschaften in der Falkenauer Gegend

Frau Beranová schrieb zusammen mit ihren Kollegen aus dem Falkenauer Museum ein wunderschönes Buch, das die untergegangenen und erheblich zerstörten Orte des Falkenauer Kreises zusammenfasst. Wie viele Gemeinden gingen in dieser Region nieder, warum und in welcher Zeit?

Das alles erfahren Sie in diesem Beitrag.
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Rudolf Chlad: Früher litt das Erzgebirge unter der Obermacht des Böhmerwaldes. Heute ist das zum Glück nicht mehr so.

Rudolf Chlad ist in den 70er Jahren nach Gottesgab gezogen. Als gebürtiger Karlsbader hat er es im Tal unter dem majestätischen Keilberg nicht mehr ausgehalten. Es zog ihn aus dem Büro in die Berge. So wurde er Leiter des Bergrettungsdienstes, und übt diese Funktion bis heute auch aus.

Im Rahmen seiner Tätigkeit hilft der Bergrettungsdienst den Besuchern nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer. Heidelbeersammler verlaufen sich beispielsweise gar nicht so selten. Eine Sammlerin verlor sich im Moor bei Gottesgab und kam dort um. Im Winter verpassen Skifahrer das richtige Tal für ihre Abfahrt und finden sich in einer völlig unbewohnten Gegend wieder. Die Rettungsaktionen sind, bedingt durch die steilen Hänge, ebenso mühsam wie in anderen Gebirgen. Wegen böiger Winde und der Lage einiger Gemeinden direkt auf dem Erzgebirgskamm - was man außer im Böhmerwald sonst nirgends in Tschechien findet - nehmen auch die Rettungseinsätze für die hiesigen Einwohner zu.

Rudolf Chlad erzählt nicht nur von den Schrecken des Winters, sondern auch über das alte Gottesgab, die Natur des Erzgebirges und deren Zukunft.
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Stanislav Burachovič: Das Erzgebirge prägte mein Leben von klein an

Stanislav Burachovič ist ein großer Erzgebirgler, der sein Leben der Erforschung und Entdeckung dieser Berge gewidmet hat. Den Grundstein dafür legten seine Kindheitsbesuche bei den Großeltern in Frühbuss, seine Jungenabenteuer in verfallenden Orten. Die Schönheit der hiesigen Natur ist eine fortwährende Inspiration für Herrn Burachovič. Seine Geschichten sind ein Schatz für das Erzgebirge und wir sind sehr froh, dass wir sie in unsere Sammlung aufnehmen durften. Wenn es jemanden gibt, der in unserer Vorstellung ein plastisches und farbiges Bild dieser Berge entstehen lässt, dann ist es Stanislav Burachovič.

Er erzählt ganz spontan und malerisch von allem Wesentlichen, das die Beschäftigung mit diesem Gebirge für alle Diejenigen zu einer Sucht macht, die einmal den Genius loci des Erzgebirges entdeckt haben.

Stanislav erzählt von der Geschichte und der Landschaft, von den Traditionen und der Heimarbeit, er erzählt von den Legenden, er erzählt mit einer Begeisterung, die jeden Zuhörer erfasst. Auch in unserem Interview, für das er sich viel Zeit nahm. Dankeschön!
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Milan Michálek aus Neudek: Er dachte sich die Bezeichnung Porolaví (dt. - Gegend um Sauersack) aus und hob viele, jüngere Traditionen aus der Taufe

Milan Michálek kam nach dem Krieg aus dem mittelböhmischen Úval nach Neudek. Als Lehrer begann er sich bald in der Ausbildung der hiesigen jungen Leute zu engagieren. Im Rahmen dieser Tätigkeit spart er jedoch nicht mit Kritik an der Politik des Staates, der nach dem Krieg ein ethnisch reines Land voller eiserner Vorhänge, Isolation und Feinde hinter diesen schaffen wollte. Ebenso vertritt er die Theorie der entwurzelten Generation, die im Grenzgebiet nichts Wertvolles hervorbrachte und sich eher an der Zerstörung des Sudetenland beteiligte.

Herr Michálek ist aber nicht nur kritisch, sondern auch tatkräftig. Er baute Gesangs- und Sportvereine in Neudek auf, ist der führende Kopf hinter dem Konzept der so genannten "jungen Traditionen", die das Vakuum nach der Vertreibung der Sudetendeutschen ein bisschen mit solchen neuen Aktivitäten ausfüllen sollen, die mit der hiesigen Landschaft, der Geschichte und der Vorkriegskultur zusammen hängen.

Er ist der Mitbegründer von JoN - Jde o Nejdek (dt. - Es geht um Neudek) - einem Bürgerverein, der sich die Erneuerung des hiesigen Kreuzweges zum Ziel setzte. Und auch den noch nie verwirklichten Lauf von der Eisenbahnstation Neudek zum Bahnhof in Eibenberg. Er ist außerdem der Video-Chronist des Ortes und gilt als der Diplomat für die Sudetendeutschen. Als ehemaliger Bürgermeister beteiligte er sich auch an der ersten, berühmten Neudeker Wallfahrt, die als Vorreiter für die Aussöhnung mit den Sudetendeutschen gilt.

Herr Michálek hat wirklich viel zu erzählen.
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Ota Děták: Nach einem Besuch des ehemaligen Hauseigentümers hier in Boxgrün haben wir nun neue Freunde.

Ota Děták ist eigentlich Prager. Er erwarb aber ein Wochenendhaus im malerischen Ort Boxgrün. Diese Gemeinde, deren Atmosphäre an die 70er Jahre erinnert, ist heute vollständig in der Hand von Wochenendhausbesitzern, die alle Häuser schrittweise kauften. Hier ist es in der Woche ruhig, erst an arbeitsfreien Tagen kehrt in die Gemeinde Leben ein. Dennoch ist der Ort immer noch lebendig. Herr Děták ist ein Beweis dafür. Er stellte umfangreiche Informationen zu jedem Haus in Rehberg zusammen und schrieb ein zweisprachiges deutsch-tschechisches Erinnerungsbuch.

Vor ein paar Jahren besuchte ihn auch der Besitzer des Hauses bis zum Jahre 1945. Das Treffen war sehr herzlich und die Familie Děták hat nun neue Freunde, die regelmäßig hierher fahren.

Aus der hiesigen Kirche ist auch ein Wochenendhaus geworden. Sein Besitzer hat sie dadurch jedoch vor dem Abriss bewahrt. Das alles und noch mehr erfahren sie im folgenden Gespräch.
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Otto Kreissl: Ich war der Letzte, den die Kommunisten aus der zerstörten Gemeinde Wernsdorf verjagten.

Otto Kreissl erlebte eine solche schlimme Verfolgung seitens des nordböhmischen Kohlereviers, dass seine Seele bis heute keine Ruhe gefunden hat. Man merkt seiner Stimme die unendliche Müdigkeit aus diesem verlorenen Kampf an, den er von 1982 bis 1989 führte. Die Mühen galten der Rettung seines Heimatortes Wernsdorf, den die Kommunisten wegen eines Aschelagers für die unweiten Elektrizitätswerke Prunéřov 1 und 2 abreisen wollten. Auch weil am Ende gar kein Aschelager gebaut wurde, war sein Kampf umso trauriger, denn bis zur samtenen Revolution fehlten nur ein paar Monate.

Trotz aller Widrigkeiten zog die Familie Kreissl in das nahe Laucha. Wernsdorf verschwand von der Landkarte. Völlig umsonst. Heute stehen an dessen Stelle Industriebetriebe und verschandeln die hiesige Vorgebirgslandschaft.

Während seines Kampfes erlebte er die Praktiken, die im kommunistischen Regime für die erzwungene Aussiedlung angewandt wurden. Unbekannte Täter griffen seine Kinder und seine Tiere an, beseitigten Bäume und schalteten im ärgsten Frost Heizung und elektrischen Strom aus.

Diese mühselige Geschichte aus dem Erzgebirgsvorland können Sie hier hören.
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Pavel Palacký: Sechs Jahre suchte ich in ganz Europa die Burg meiner Träume, bevor ich auf Hauenstein im Erzgebirge stieß

Pavel Palacký hat sich einen schweren Lebensweg abgesteckt. Sein Anspruch wird aber durch eine riesige Portion Begeisterung und Berufung ausgeglichen, die ihn immer wieder anspornen. Im Jahre 2000 entschied er sich, nach sechs Jahren Suche, die Burgruine Hauenstein für anderthalb Millionen Kronen zu kaufen. Seitdem saniert er diese und versetzt sie in einen dem Erzgebirge zur Ehre gereichenden Zustand. Kein Zweifel besteht daran, dass das eine enorme Anstrengung erfordert. Wie viel Wissen, Freunde, Freiwillige und welch tolerante Ehefrau dafür erforderlich sind, steht noch auf einem anderen Blatt.

Pavel Palacký spricht sehr offen über seine Bestimmung und seinen Lebensweg. Wenn Sie einen Einblick in die Erzählungen des Burgherrn bekommen möchten, dann hören Sie hier herein.
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Pavel Rund: Der freiwillige Chronist aller Ereignisse seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in Schwaderbach

Pavel Rund wohnt in Falkenau. Seit den sechziger Jahren gehört ihm ein Haus in Schwaderbach. Ganz aus freien Stücken trug er eine fantastische Sammlung zu dieser Gemeinde zusammen. Angefangen beim Verzeichnis aller Häuser und deren vormaligen Eigentümern über Ausschnitte aus damaligen Zeitungen, Gerichtsbüchern bis hin zu einer umfangreichen Fotodokumentation.

Heute nennt er einen unerreichbaren Informationsschatz über die Gemeinde Schwaderbach sein Eigen. Viele Einwohner oder Wochenendhausbesitzer kommen mit Fragen zu ihm.

Herr Rund gehört zu den Schreibern, von denen es heute im Sudetenland nur noch wenige gibt. Sein Einsatz hilft viel vom Reichtum dieser Region zu schützen.
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Pavel Zelenka und Reinhilde Hlízová erzählen von Böhmisch Wiesenthal und von Stolzenhain.

Herr Zelenka aus Böhmisch Wiesenthal war lange Jahre der Chronist dieser Gemeinde. Er war hier Zeuge aller bedeutsamen Nachkriegsereignisse. Vom Abriss der Kirche bis hin zur derzeitigen Blüte des Ort, die es dem Skiareal am Keilberg verdankt.

Frau Hlízová gehört zu den ursprünglichen Einwohnern. Sie wurde nicht weit vom Schloss Eisenberg geboren, und wurde nach dem Krieg mit ihrer Familie nach Böhmisch Wiesenthal umgesiedelt.

Die Geschichten drehen sich um den demografischen Schwund der 1500-Seelen-Gemeinde, um das Wachstum von Weipert, das viele Bewohner einverleibte und erst dadurch den Charakter eines Erholungsortes möglich machte. Sicher interessiert den Leser wahrscheinlich auch die geplante Eisenbahntrasse durch den Keilberg mit dem längsten Tunnel in der Tschechischen Republik, die bereits zu Zeiten der Österreichisch-Ungarischen Monarchie gebaut werden sollte.
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Petr Pakosta aus Katharinaberg: Die Kommunisten wollten die Hänge des Erzgebirges abholzen, damit ihnen die Bäume nicht in die Kohle fallen. Das mussten wir verhindern.

Petr Pakosta war früher Bergarbeiter in Ostböhmen. Später wurde er in die Brüxer Gegend umgesetzt. Nach einem Unfall im Schacht musste er seinen Beruf aufgeben. Er studierte an der Pädagogischen Fakultät und arbeitete lange Jahre als Lehrer.
Petr Pakosta wurde eines der Gründungsmitglieder des nordböhmischen Bürgervereins Brontosaurus, der sich bemühte, die Pläne des totalitären Regimes für das Kohlebecken im Erzgebirgsvorland anzugreifen und zu kritisieren. Auch wenn es dem Verein nicht gelang, die Wälder der Kammpartien zu schützen, verdienen sie unseren DANK. Sie retteten die wunderschönen Buchenwälder der Erzgebirgshänge vor deren Vernichtung und der Entfernung jeglichen Grüns und des Mutterbodens. Über den Tagebaulöchern sollten ursprünglich nur die nackten Felsen stehen, die dann diese ganze dunkle Atmosphäre des Erzgebirgsvorlandes noch vervollständigt hätten. Aber zum Glück ist es nicht dazu gekommen, und den roten Potentaten zum Trotz grünen die Wipfel des Erzgebirges munter weiter.

Heute ist Petr Pakosta stellvertretender Bürgermeister in Katharinaberg im Erzgebirge, wo viele interessante und inspirative Projekte vorantreibt.
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Petr Rojík: Meine Eltern waren Romeo und Julia sehr ähnlich – die Zeit war ihrer Liebe nicht günstig. Zum Glück haben sie sich aber nicht auseinander bringen lassen.

Petr Rojík ist eine ganz besondere Seele des Erzgebirges. Er ist der gemeinsame Sohn einer Sudetendeutschen und eines Tschechen. Auch als diesen ein Jahr nach Kriegsende alle von der Hochzeit abrieten, lebten die jungen Leute weiter zusammen, heirateten und bekamen ein Kind. Und wie es oft bei den Kindern aus Mischehen vorkommt, bildete sich bei ihm eine sehr enge und intensive Beziehung zum heimatlichen Erzgebirge heraus. Petr Rojík studierte Geologie und arbeitet heute in der Firma Sokolovská uhelná. Einen großen Teil seiner Freizeit widmet er der Wiederbelebung der kulturellen Traditionen, die hier nach dem Weggang der Deutschen zurück blieben. Er schrieb ein wunderschönes Buch: „Die Geschichte des Zinnbergbaus im Westerzgebirge“ – das erste Buch der Gegenwart über das Erzgebirge, das uns dessen Genius loci näher bringt.
Petr erzählt fesselnd von der Geologie des Erzgebirges, ebenso von deutsch-tschechischen Wanderungen in Frühbuss nach dem Kriegsende, in dessen Umgebung die Geschichte seiner Eltern spielte.
Die Geschichten von Petr Rojík gehören ins „goldene Archiv“ des Erzgebirges.
Petr Rojík ist eine ganz besondere Seele des Erzgebirges. Er ist der gemeinsame Sohn einer Sudetendeutschen und eines Tschechen. Auch als diesen ein Jahr nach Kriegsende alle von der Hochzeit abrieten, lebten die jungen Leute weiter zusammen, heirateten und bekamen ein Kind. Und wie es oft bei den Kindern aus Mischehen vorkommt, bildete sich bei ihm eine sehr enge und intensive Beziehung zum heimatlichen Erzgebirge heraus. Petr Rojík studierte Geologie und arbeitet heute in der Firma Sokolovská uhelná. Einen großen Teil seiner Freizeit widmet er der Wiederbelebung der kulturellen Traditionen, die hier nach dem Weggang der Deutschen zurück blieben. Er schrieb ein wunderschönes Buch: „Die Geschichte des Zinnbergbaus im Westerzgebirge“ – das erste Buch der Gegenwart über das Erzgebirge, das uns dessen Genius loci näher bringt.
Petr erzählt fesselnd von der Geologie des Erzgebirges, ebenso von deutsch-tschechischen Wanderungen in Frühbuss nach dem Kriegsende, in dessen Umgebung die Geschichte seiner Eltern spielte.
Die Geschichten von Petr Rojík gehören ins „goldene Archiv“ des Erzgebirges.
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Marie Říhová: Weil die Mutter in den 30er Jahren einen Tschechen heiratete, bekamen wir 2 Jahre kein Fleisch

Frau Marie Říhová ist die letzte Einwohnerin der Gemeinde Kotlina. Zwischen Vysluní und Medenec ist sie die einzige dauerhafte Einwohnerin im gesamten Kreis. Sie ist hier so eine Art Behüterin der hiesigen Landschaft und ihrer Geschehnisse.
In den 30er Jahren heiratete ihre Mutter einen tschechischen Polizisten. Und von den örtlichen deutschen Nationalisten wurde die ganze Familie dafür eingefangen. Es begann Geschrei, Isolation und das Fortgehen deshalb, weil die Familie kein Fleisch bekam. Die Tante aber wurde im Oktober 1938 mobil und kam nicht zurück.
Frau Rilova blieb mit der Familie in Kolina und sie mussten nicht zum Abtransport, weil die Schwester ihrer Mutter schwer krank war und die Familie musste sich um sie kümmern. Später wollten die Eltern nicht mehr fortgehen und blieben so ganz in Kotlina.
Frau Marie heiratete nach dem Krieg. Der Ehemann zog von Nejdek (Neudeck) nach Kotlina. Zusammen sahen sie so der grauenvollen Verwüstung der Gemeinde und den umliegenden Dörfern zu. Sie erzählt interessant die Geschichte, welche hier in dem leeren zuhause geschah.
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Nationaler Mix in der Gemeinde Hroznětínn unter dem Kamm Wölfling

Frau Marta Rödigova war lange Jahre Lehrerin und arbeitete auch in der Gemeindevertretung. Deshalb geht die Rede ins Mikrofon so bestimmt und mit unverwechselbarem pädagogischen Akzent.
Bis Hroznetin kam sie nach dem Krieg aus Plzen (Pilsen) zusammen mit 3 Schwestern und den Eltern. Zu dieser Zeit lebten hier noch deutsche Einwohner. Hroznetin war eine ziemliche Industriestadt. Zu heute gibt es kein allzu großes Wissen.
Seinerzeit war Hroznetin bekannt dadurch, dass hierher übersiedelten die jüdischen Kommune aus Karlovy Vary (Karlsbad). Womit fesselt Hroznetin heute? Sollte das allein Hroznata sein?

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Jitka Gavdunova – Weipert wartet auf die Blütezeit

Frau Bürgermeisterin der Stadt Weipert ist eine energische Dame, welche die Stadt schon 5 Jahre leitet. Bis Weipert verfuhr sie sich einst mit dem Skiern und blieb hier zurück, weil sie hier ihren zukünftigen Mann traf. Sie traf die Entscheidung nach Prag zu gehen der Arbeit wegen. Niemals bereute sie diese Entscheidung. Ihr Umblick und Umsetzung in der heutigen Zeit hilft nach zurück zu formen die Gestalt Weiperts, den betroffenen demografischen und ökonomischen Abstieg der 90er Jahre. Aus der Stadt mit 13.000 Einwohners am Ende des 2.Weltkrieges ist heute eine Kleinstadt mit 3.500 Einwohnern geworden. Viele Häuser mussten abgerissen werden oder „saniert“, als die Deutschen begannen ihre drastische Bearbeitung der Stadt in Sachsen. Aus den größten Büchsenmachern Österreich-Ungarns wurde eine Provinzstadt an der Grenze.
In der heutigen Zeit aber erwartet Weipert den ökonomischen Boom und auch die Rückkehr ehemaliger Einwohner, die in den 90er Jahren aus der Stadt fortgingen. es füllen sich Wohnungen im Stadtkasten. In Funktion ist bereits ein Jahr der Grenzübergang für Motorisierte bis Bärenstein. In der Stadt entstanden Geschäfte, Sportanlagen, Wege für Skifahrer, Lifte. Die umliegende schöne Natur lockt zum Besuch.
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Manuela Prchalová: Es existiert eine Chance, wie das Erzgebirge in das Verzeichnis der UNESCO ausgenommen wird- Montana Gebiet

Frau Prchalova wurde in Vejprty (Weipert) geboren. Ähnlich wie die Mehrheit der kulturellen und ökonomischen Elite verließ sie mit der Familie die Stadt. Ferner lebte sie in Medenci und Kovarske. Sie stammt aus einer deutsch-tschechischen Familie, kennt diese Umstände der ursprünglichen Familie und Tradition, ebenso gut die Angst der Neubesiedlung durch den Krieg. Fühlt sich daher zu sein wie eine Brücke zwischen Tschechien und Deutschland.
Durch das Studium in Prag kehrte sie zurück nach Medenec, wo sie im Schacht war als Ökonom. Sie erlebte hier mit die Liquidation des Waldes auf Bergkamm.
In heutiger Zeit arbeitet sie für die Zentrale der Interreg in Dresden und unterstützt das gegenseitige Zusammenwachsen des Erzgebirges durch das Projekt der EU. Hat daher eine Menge Bespiele guter und schlechter Praxis. Auf beiden Seiten werden zur Zeit bedeutende Geschehnisse für das ganze Erzgebirge abgewogen. Es existiert nämlich die Chance, dass das ganze Erzgebirge registriert sein wird im Verzeichnis UNESCO als bedeutendes Gebiet mit bergmännischer Vergangenheit und vielen Erinnerungen deren Aktionen. Es müssen aber beide Seiten des Erzgebirges an einem Strang ziehen und sich für diesen Plan einsetzen bei ihrer Regierung.
Was sagt uns Frau Prchalova als neues vom Erzgebirge?
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Marianna Nováková: Erinnerungen nicht nur an den berühmten Fotografen Rupert Fuchs aus Neuhammer:

Frau Novakova ist wiederum aus einer gemischten Ehe. Von klein an wuchs sie auf in der Gemeinde Neuhammer (Novy Hamry) und weiß so eine Anzahl von Geschichten und Schicksalen, welche sich mit diesem malerischen Winkel des Erzgebirges verbinden.
Ihre Familie war eine von denen, die nicht weggingen, bei der Vertreibung, weil eine Epidemie sie lähmte. Trotzdem war dies nicht der einzige Grund, weshalb ihre Familie hier bleiben wollte. Hauptsächlich wegen der behaglichen Kindheit, die Frau Novakova hier erlebte. Auch über deutsche erzählt sie schön.
Neuhammer erlebte die Konjunktur durch den Krieg, das Werk richtete das Uranerz her.
Heute ist Neuhammer wieder eine aufgeblühte Gemeinde von Touristen, Erholungssuchenden und Sportlern.
Frau Novakova erinnert sich auch an Familie Fuchs, die im Haus gegenüber wohnten. Rupert Fuchs war ein unermüdlicher Fotograf des Erzgebirges.
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Das Erzgebirge mit vollem Bewusstsein. Ökologe und Botaniker Jaroslav Michalek aus Sokolov (Falkenau)

Jaroslav Michalek wirkt im Museum in Sokolov. Sein Hauptbereich ist Botanik. In seinen beschreibenden Arbeiten aber hat er auch die Kartierung des natürlichen Reichtums des Erzgebirges, seine Quellen und Schutz.
Wenn es Sie interessiert, wie sich das Erzgebirge formte, wie sich das Gebirgsvorland ändert über seine ganzen 130 km Länge, wie es mit Waldbestand im Erzgebirge ist, mit geschützten Pflanzen, Wild im Gebirge, neue Veröffentlichungen geschützter Gebiete, oder mit klimatischen Abnormitäten, hören Sie sich diese schöne, lehrreiche Schilderung an.

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Antonín Klíma z Nejdku - cesta z Volyně do Sudet /Antonín Klíma aus Neudeck - der Weg aus Ukraine nach Sudetenland

Pan Antonín Klíma pochází z Volyně.

Od roku 1864 tam žila jeho rodina. Všichni odjeli v roce 1947. Bydleli u Lubna v obci Lutcharda. Velmi intenzivně pěstovali zemědělství. Na Volyni zažili perzekuci bolševiků při zakládání kolchozů. Také zažili Ukrajinskou a německou nadvládu před a během války. V rozhovoru pan Klíma vypráví krásný příběh, jak jeho tatínek zachránil jednoho ruského důstojníka za pecen chleba.

Příběh se dál vine k vyslyšení prosby československého státu k návratu Čechů do Sudet. Po transportu do Čech, ztrávila rodina Klímova dva roky na Moravě u Zábřeha. Teprve po vystudování odešel pan Klíma do Nejdku.

Pan Klíma umí krásně vyprávět a dokáže hezky popsat dobu a života na Volyni a také poměry, jaké panovaly v Nejdku v 50. letech, v době povodně z roku 1961. Popsal také jak bývalý volyňští Češi se jezdí dívat zpět na Volyň a sledují nové majitele domů. Jak vzpomínají na svůj život zde. Je to vlastně velmi podobné pocitům sudetských Němců, nemyslíte?
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Antonín Pčouka - jak se z rekreanta stal starosta malebné obce Přebuz / Antonín Pčouka – vom Urlauber zum Bürgermeister des malerischen Ortes Frübuss

Pan Antonín Pčouka je původem z Prahy. Krušné hory a Přebuzsko si zamiloval jako rekreant. Před čtyřmi lety se stal starostou obce. Přebuz je dnes malá obec na hřebenu hor obklopena nádhernou přírodou. V současné době se zde plánují nové projekty ochrany přírody - Natura 200, ale také stavba apartmánů pro holandské turisty. Přebuz je proslavená svými tuhými a na sníh bohatými zimami a nenadálými zvraty počasí. Drsný život je zde základním znakem, který spojuje všechny obyvatele Přebuzi. Přebuz sousedí se zaniklou obcí Rolava.
Pokud se o obou obcích chcete dozvědět mnoho zajímavých informací, poslechněte si povídání pana starosty.


Antonín Pčouka stammt urspünglich aus Prag. Das Erzgebirge und die Gegend um Frübuss verzauberten ihn als Urlauber. Vor vier Jahren wurde er hier Bürgermeister. Frübuss ist heute eine kleine Gemeinde auf dem Gebirgskamm, umgeben von einer wunderschönen Natur. Gegenwärtig werden hier neue Naturschutzprojekte des Programms Natura 2000, aber auch der Bau von Apartementhäusern für niederländische Touristen geplant.
Frübuss ist für seine harten und schneereichen Winter und schnelle Wetterwechsel berühmt. Das Leben hier ist nicht einfach.
Frübuss liegt nahe der verschwundenen Ortschaft Sauersack. Wenn Sie über beide Orte mehr wissen möchten, hören das Interview mit dem Bürgermeister Herr Pčouka.
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Rosa Severová - příběh sudetské Němky, které byla domovina bližší než cokoliv / Rosa Severová – die Geschichte einer Sudetendeutschen, der die Heimat näher war als alles andere

Paní Růžena Severová se narodila v Jelení. Dětství a zbytek života prožila v Rudném. Kromě jednoleté anabáze po vyhnání v Augsburku. Ona ale tak tíhla k domovu, že se ilegálně vrátila zpět. Zde se jí narodil syn a ilegálně se musela i vdát. Celá čtyřicátá a padesátá léta byl její život ztrpčován problémy se státními úřady. Přesto zde zůstala a může tak vyprávět velmi zajímavý, i když pohnutý život. Příběh jako z červené knihovny

Frau Růžena Severová wurde in Hirschenstand geboren. Ihre Kinderheit und das weiter Leben verbrachte sie in Trinkseifen – ausser einem Jahr der Vertreibung in Augsburg. Es zog sie aber so sehr in die Heimat, dass sie illegal wieder zurück kehrte. Hier wurde ihr Sohn geboren, und illegal musste sie auch heiraten. In den 40er und 50er Jahren machten ihr die staatlichen Ämter das Leben sehr schwer. Dennoch blieb sie hier und kann uns nun ihre sehr interessante, wenn auch erschütternde Lebensgeschichte erzählen.

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