Česky Deutch
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Boxgrün

Srní

Kaadner Heimatbrief 1 P 2779 E
Nachrichtenblatt für die Heimatvertriebenen Landsleute aus dem Kreise Kaaden - Duppau mit regelmäßigen Beilage „Unser Sudetenland“
Folge 237, Verlagspostamt Kassel 1, Oktober 1969

Boxgrün Das höchstgelegene Dorf des Kaadner Gerichtsbezirkes und ehedem, seines Waldbesitzes wegen, die reichste Gemeinde des ganzen Bezirkes. Durch dies Iange Waldhutendorf führte die Strasse von Wotsch, durchs Rummelbachtal kommend, auf den Kamm des Erzgebirges (Aufnahme vor 1939)


Aus der Heimatkunde 1937:
Boksgrün und seine Umgebung

Das Dorf Boksgrün liegt am Hange des Erzgebirges. Die Berge sind hier sehr zusammengedrängt und fallen deshalb sehr steil zur Eger ab. Boksgrün liegt auf Glimmerschiefer und Gneis in einer flachen Mulde, welche steil zu beiden Seiten des Boksgrüner Baches ansteigt. Dieser fließt nach Osten und stürzt bei der Weihermühle in den Rummelbach. Nördlich von Boksgrün erhebt sich der Schwarzhübel (848 m), südlich der Müchenhübel (778 m). Am Ende des oberen Dorfes beträgt die Seehöhe (770 m). Der Grundbesitz der Ortschaft hat ein Ausmaß von 830 Joch und 585 Quadratklaftern Davon sind über 417 Joch Wald, der den Ackerboden in einem Bogen von Süd über Nord nach Ost umgibt. Die durch den Ort führende Straße zweigt im Tale von der Karlsbader Straße ab und führt in vielen Windungen durch das Dorf. Sie führt weiter über die Kammhöhe nach Stozenhain mit einer Abzweigung nach Hüttmesgrün. Sehr leicht ist von hier der höchste Berg des Erzgebirges, der Keilberg (1244 m), zu erreichen. Eine Wanderung von hier über Boksgrün ins Tal ist einer Alpenwanderung ähnlich. Nicht selten halten hier wegen der herrlichen Aussicht Kraftwagen und die Insassen jauchzen ins Tal hinab. Die Eger sieht man wie eine Schlange im Tal dahinziehen. Die an ihr liegenden Dörfer und Städte sicht man vor sich ausgebreitet. Bis nach Komotau und Priesen, sowie ins Erzgebirge gegen Kupferberg und weiter reicht der Ausblick. Gegen Süden liegt vor uns das Schlackenwerther Gebiet bis Karlsbad offen. Jede geänderte Stellung zeigt uns einen anderen Ausblick. Die nähere Umgebung von Boksgrün ist sehr waldreich. Laub und Nadelwald schmücken die Gegend. Vor wiegend besteht der Wald aus Fichten, die hier besonderes gut gedeihen. Hochwild sowie Birkwild beleben den Wald. Hirsche und Rehe kann man da beobachten. Auch der schlaue Fuchs ist hier zu Hause. Manchmal kommt er auch ins Dorf, um sich eine fette Beute zu holen. Sehr häufig kommt hier die Kreuzotter vor. An hellen Tagen kann man 4 bis 5 Stück beisammen liegen sehen, die dann wenn sie gereizt werden, furchtlos vorgehen. Im Winter wird die Natur etwas ruhiger. Große Schneemassen bedecken das Feld und Wiesen. Ein bis zwei Meter hohe Schneewände sperren die Straßen ab. Dem Fußgänger sind die verschneiten Wege ein Hindernis, Sportbetrieb, der etwas Abwechslung in die schweigende Natur bringen könnte, ist hier unbedeutend. Nur wenigen Durchzüglern kann man begegnen. Alles freut sich daher, wenn der stürmische und wilde Winter seinem Ende zugeht.
Die Bewohner von Boksgrün beschäftigen sich meist mit Landwirtschaft Diese ist nicht sehr ertragreich. Was der Bauer erntet, braucht er meist selbst. Es wird Korn als Hauptgetreide gesät. Von diesem bäckt ein Bauer sein Brot selbst (Hausbrot). Nun ist aber infolge des starken Gefälles des Gebirges ein großer Unterschied im Ertrage der Äcker. Ein Bauer im unteren Dorfe kann auch Weizen säen, während es im oberen Dorfe vorkommt, daß die Wintersaat vom Schnee ausgelesen wird. Die Milch, die das Vieh gibt, findet hier keinen Absatz. Es ist daher jeder Besitzer darauf angewiesen, sich der Schweinezucht zu widmen. Nebenbei bringt auch die Waldarbeit einen kleinen Erwerb. Die kleineren Besitzer, Häusler genannt, beschäftigen sich meist mit Waldarbeiten. Der eine oder andere betreibt eine Butter - oder Eierhandel.
Boksgrün erscheint in der Ortsgeschiche 1357 als Besitz der Probstei Wotsch und ist jedenfalls eine Gründung der Benediktiner von Postelberg. Johannes M. Matheus, Pastor in St. Joachimsthal, gedenkt in seinem 1565 geschreibenen „Sarepta“ des Richters im Boksgrün. Über das Lebensende dieses Boksgrüner Richters erzählt Lehman folgendes: „Der sonst wegen allerhand Weissagungen beschriebene Boksgrüner Richter ging von Kaaden nach Hause, sah unterwegs gegen Himmel und sagte zu seinen Gefährten: Heut soll ganz klar und hell am Himmel, da mich das Wetter erschlagen. „Ist‘s doch ganz klar und hell am Himmel, da seh Gott vor,“ Da der Richter fortgeht, erhebt sich ein schnelles Wetter, ein Blitz fährt nieder und schägt den Richter mausetot.
Über das Boksgrüner Gericht ist nichts Näheres bekannt. In der Verkafsurkunde Sathaner - Schlick wird Boksgrün erwähnt und 1547 gehörte es mit dem Freigerichte zu den Kronlehen Hauenstein. Dem Urbar von 1644 zufolge hatte Boksgrün 12 Bauern, 7 Gärtner und 6 Häusler. Der Protestantismus fand hier schon frühzeitig Anhänger. In der Schönwalder protestantischen Matrik finden sich 1564 vier Taufakte aus Boksgrün. In dieser Zeit wurde auch die Wotscher Pfarrei mit einem Pastor besetz.
Emil Päckert.
(Anmerkung: Dieser Richter, mit Namen Gosl, wohnte in Haus Nr. 30 dessen Hausnamen sich erhielt.)


Boksgrün (740 m)
Im äußersten nordwestlichen Winkel des Kaadner Bezirkes liegt am Ende eines nach Osten offenen kleinen Bachtales die Gemeinde Boksgrün (die Schreibweise ist nicht einheitlich; wir finden daneben auch Bolksgrün oder Bocksgrün und in einer Urkunde vom Jahre 1468 gar Bokßgrün).
Von Wotsch, durchs Rummelbachtal, führt die windungsreiche Straße über Kleingrün, das noch zur Gemeinde Wotsch gehört, auf die hier, bis hart an die Eger herandrängenden Vorberge des Erzgebirges, herauf. Einem Balkon gleicht thront es 400m über dem sich in sanften Windungen dahinschlängel-nden Tal der Eger, dem Kreuzstein (1027 m) und dem Wirbelstein (1094 m) im Rücken, flußaufwärts und flußabwärts einen weiten Ausblick bietend. So ist es nach der auf dem Kamm des Duppauer Gebirges gelegenen Siedlung Jurau (840 m), das höchst gelegene Dorf des Kaadner Bezirkes. Die obige Höhenangabe von 740 m bezieht sich auf den Standort der Schule.
Spät steigt der Frühling aus dem Tal herauf, kommt der Winter bald zurück; dies begünstigte und nötigste zum Spitzenklöppeln. Der Erzgebirgsdialekt endete hier.
Boksgrün hatte (nach dem Statistischen Orstlexikon der Tschechoslowakischen Republik auf Grund der Volkszählung von 1930) 45 Hausnummern mit 233 Einwohnern; seine Ortsgemeindefläche umfaßte 477 ha, die der Gesamtgemeinde 870 ha, Eingemeindet waren Erbelstein mit 9 Häusern und 57 Einwohnern und Höll mit 17 Häusern und 95 Einwohnern. Eingepfarrt war Boksgrün nach Wotsch (die 1573 beginnende Wotscher Taufmatrik nennt auch Boksgrün) und gehörte zum Postamt nach Warta. Es besaß aber selbst eine einklassige Volksschule mit 44 Schülern (1936), die seit 1867 in einem eigenem Gebäude, vorher im 1823 erbauten Gemeindehaus untergebracht war. Bis dahin wurde der Schulunterricht von Haus zu Haus erteilt. Daneben hatte es eine große Kapelle (geweiht 1866).
In Schallers Topographie von 1787 wird es unter der Fideikommißherr-schaft Klösterle als Boksgrün mit 41 Hausnummern angeführt.
Iw. Sommer: „Das Königreich Böhmen“ von 1846, ebenfalls unter der Klösterlischen Herrschaft erscheinend, heißt es; Boksgrün (auch Boxgrün geschrieben), Dorf, hat 44 Häuser und 262 Einwohner, liegt eine Stunde nordwestlich von Wotsch am Steinwalde; hier ist 1 exponierte von einem Gehilfen versehene Schule, eine Mühle an einem kleinen Bache.
Über die Gründung des dorfes lesen wir bei Stocklöw: „Den großen Wald an der mittleren Eger hatten zur Kolonisation die Klöster Postelberg (gegründet mindestens um 1100) und Doxan, wenn nicht aus der unmittelbaren Hand des Königs, so doch von böhmischen Großen erhalten. Dem Fluß entgegen rückte man dabei vor. Den Postelberger Benediktinern ist die Anlegung der Dörfer Kleingrün, Boxgrün und Endersgrün, Mühlendorf, Erbelstein ... zuzuschreiben.
Die Namensendung „grün“ weist auf eine Gründung durch deutsche Kolonisten hin, einer sehr gut zu verfolgenden Siedlungswelle, deren dichtes Netz dieser Endungsform im Egerlande zu Hause ist, und wovon der Westrand des Kaadner Bezirkes gerade noch auslaufend berührt wird. Die eingehenden Orstnamenforschungen von Ernst Schwarz führten zu folgenden Schluß: „Ein neues Rodungsnamengebiet, das sonst in Deutschland nirgends vorkommt, hat sich in der nördlichen Oberpfalz, im Vogt - und Egerlande herausgebildet, wobei es keinen Unterschied ausmacht, ob die ursprünglichen Siedler Oberpfälzer oder Ostfranken waren. Sie bideten eine Siedlergemeinschaft, in der sich ein mit ostfränkischen Merkmalen gemischtes Nordbairisches durchsetzte, und haben ihre Rodungen - grün - genannt. In Böhmen liegen 107 - grün - Orte vor, von denen 26 abgekommen sind. Die Namen tauchen seit dem 12. Jahrhundert in Oberfranken und Oberpfalz auf“.
Der Holzreichtum der erzgebirgischen Vorberge war in früheren Jahrhunderten eine gute Verdienstgrundlage - Boksgrün war seines Waldbesitzes wegen einmal die reichste Gemeinde des Kaadner Bezirkes - wie wir in Urbanstadt‘s „Geschichte des Pfarrbezirkes Wotsch“ nachlesen können; er schreibt dort: „Auch die Gemeinde Wotsch besaß von jeher das Recht, von jedem Floß Holz - 100 Stück in der Länge von 7 Prager Ellen - der Box - und Kleingrüner, das auf den Wotscher Gemeindegründen abgelagert wurde, ein Stück und zwar den nächst stärkesten Klotz als Lagerzins abzunehmen. Die Klötzer wurden unter die 15 Bauern verteilt. Dieser alte Holzhandel gab früher viel Verdienst und durch das ganze Jahr Beschäftigung für die drei Gemeinden Wotsch, Boksgrün und Kleingrün. Das Holz ging immer in Frühjahr auf der Eger fort. In Wotsch lag immer so viel Holz, daß von Haus zu Haus nur ein knapper Weg zum Durchkommen blieb.
Seit dem Jahre 1840 nahm aber, da Boksgrün und Kleingrün ihr Holz viel vorteilhafter nach Sachsen verkaufte, die Ablagerung derselben bei Wotsch schon bedeutend ab.
Dieser Geschichte von Wotsch ist zum Schluß noch ein kleiner Beitrag über Boksgrün selbst angehangen.

5. Das Dorf Boksgrün.
Boxgrün, Pogram 1547, Bokßgrün 1468.
Im Jahre 1547 war hier noch ein Freigericht (Erbrichter). Im Jahre 1591 wurde der Gallus Schneider aus Boxgrün von seinen Schwägern im Wotscher Gemeindewald erschlagen und auch daselbst verscharrt. Nach seiner Auffindung ward er auf dem Wotscher Kirchhof begraben. Im Jahre 1615 kommen der Georg Kunz Richter und Georg Weber Hauptmann zu Boxgrün als Pathen vor.
Nach dem Urbar vom Jahre 1649 waren 12 Bauern, 7 Gärtner und 6 Häusler. Im Jahre 1769 starb Kunz von Boxgrün in einem Alter von 100 Jahren.

Langhans.

Literatur:
1) Jaroslaus Schaller: „Topographie des Königreich Böhmen“, 7. Teil, Saatzer
Kreis; Prag und Wien 1787.
2) Johann Gottfried Sommer: „Das Königreich Böhmen“, 14 Band, Saazer kreis, Prag 1846.
3) Nikolaus von Urbanstadt: „Geschichte der hauptmannschaftlichen Bezirke Komotau. Saaz und Kaaden“, Komotau 1869.
4) Franz Josef Stocklöw: „Der Bezirk Kaaden“, Kaaden 1890.
5) Franz Slapnicka: „Heimatbüchlein für das Kaadner und Duppauer Land“, Prag 1937.
6) Ernst Schwarz: „Deutsche Namenforschung“, Band 2: Orts und Flurnamen, Göttingen 1949, Seite 194 - 95.
7) Anton Panhans: „Aus dem Egertal bei Klösterle“, Frankfurt / Main, 1965.

Boxgrün am Südhang des Erzgebirges
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Einer Folge des Kaadener Heimatbriefes entnommen.

In der Akten der Pfarrei wird der Ort Boksgrün schon 1357 erwähnt. Nach dortigen Ausführungen wurde er von den Benediktinern aus Postelberg bei Saaz gegründet und der späteren Probstei Watsch im Besitz Gegeben.
Frühzeitig fand der Protestantismus in Boxgrün Anhänger und in Alten Kirchematriken von Schönwald finden sich protestantische Taufakten aus Boxgrün.
Um 1500 gab es auch in Wotsch einen Pastor. Nach alten Kaufakten hatte Boxgrün ein Freigericht und gehörte um 1550 zum Kronlehen Hauenstein. Der Pastor Matheus aus St. Joachimsthal erzählte uns aus den Schriften über das Lehen und das Lebensende des Boxgrünern Richters, dem viele Weissagungen zugeschrieben wurden.
Die Bewohner waren Landwirte, die viel Schweinezucht betrieben. Kleinere Landwirte, Häusler genannt trieben nebenbei Eier und Butterhandel oder verdingten sich als Waldarbeiter. Der Ort selbst liegt in einer Mulde, durchflossen vom Boxgrüner Bach.
Nördlich liegt einer Schwarzhübel 848 m, südlich der Mükkenhübel mit 778 m. Die durch den Ort führende Straße verläuft nach Stolzenhain und Hüttmersgrün. Gar leicht ist der Keilberg 1245 a der höchste Berg des Erzgebirges zu erreichen.
Von den Höhen um Boxgrün genießt man eine schöne Fernsicht hinab ins Egertal, bis in die Gegend von Komotau und Saaz und in südlicher Richtung bis in die Gegend von Karlsbad.
Das Gebiet um Boxgrün ist sehr waldreich und viele Arten von Wildgeben sich ein Stelldichein. Bekannt war Boxgrün durchseien vielen Kreuzottern die sich dort aufhielten. Im Winter aber bedeckten große Schneemassen das ganze Gebiet.
Es ist bekannt, daß die Bewohner von Boxgrün heute noch zum Großteil dort leben, da sie im Jahre 1945 vielen Fremdarbeitern und Juden mit Lebensmitteln aushalfen und deshalb von der Aussiedlung zurück gestellt worden sind.

Dr. Wilhelm Dienelt.


B o k s g r ü n
(Bocksgrün a Boxgrün)

Post Warta

Gröse: 870 ha
Zahl der Häuser: 71

Zahl der Einwohner 1930/1939: 385 / 321 (Tschech.: 0)
davon röm.-kath.: 321

Seehöhe: 740 m

dazu gehören die Gemeinde:

ha Häuser Einwohner 1930
a) Boksgrün 477 45 233
b) Erbelstein 3 9 57
c) Höll 393 17 95


Einklassige Volkschule in Boksgrün mit 44 Schülern (1936)

Lehrkräfte 1936: OL Emil Päckert
HLn Ernestine Haas

Auch Bocksgrün und Boxgrün


Články:

Ota Děták: Nach einem Besuch des ehemaligen Hauseigentümers hier in Boxgrün haben wir nun neue Freunde.

Ota Děták ist eigentlich Prager. Er erwarb aber ein Wochenendhaus im malerischen Ort Boxgrün. Diese Gemeinde, deren Atmosphäre an die 70er Jahre erinnert, ist heute vollständig in der Hand von Wochenendhausbesitzern, die alle Häuser schrittweise kauften. Hier ist es in der Woche ruhig, erst an arbeitsfreien Tagen kehrt in die Gemeinde Leben ein. Dennoch ist der Ort immer noch lebendig. Herr Děták ist ein Beweis dafür. Er stellte umfangreiche Informationen zu jedem Haus in Rehberg zusammen und schrieb ein zweisprachiges deutsch-tschechisches Erinnerungsbuch.

Vor ein paar Jahren besuchte ihn auch der Besitzer des Hauses bis zum Jahre 1945. Das Treffen war sehr herzlich und die Familie Děták hat nun neue Freunde, die regelmäßig hierher fahren.

Aus der hiesigen Kirche ist auch ein Wochenendhaus geworden. Sein Besitzer hat sie dadurch jedoch vor dem Abriss bewahrt. Das alles und noch mehr erfahren sie im folgenden Gespräch.
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Zpráva o tom, jak jsme přišli k nákupu bývalého kostelíka v Srní u Boče v horách Krušných a o tom, jak jsme ho přebudovali na to, že se tam dalo přespávat. Libuše a Mirek Pavlíčkovi. Červenec 2005

Zpráva o tom, jak jsme přišli k nákupu bývalého kostelíka v Srní u Boče v horách Krušných a o tom, jak jsme ho přebudovali na to, že se tam dalo přespávat. Libuše a Mirek Pavlíčkovi. Červenec 2005

Všechno začalo tím, že jsme s Milanem Bartuňkem byli kolegové na jednom pracovišti. Milan, zřejmě první majitel chaloupky v Srní, někdy v roce 1972 se zmínil o tom, že strana a vláda vydala nějaké usnesení o tom, že z pohraničí musí zmizet zříceniny do třicátého výročí osvobození. Pro chudý MNV v Boči, kam Srní jako správní území patří, bylo velkou finanční zátěží likvidovat ruiny pustých stavení. K likvidovaným objektům patřil také kostelík. Příslušná instituce (snad Konstruktiva, oddělení demolic) zpracovala demoliční projekt s cenou prací údajně 40 tisíc Kč. celý článek


Kronika obce Srní. Sepsal Karel Syrový v letech 1975 - 1976

18.5.1975 sobota
Píše se podzim, druhá polovina října l.p. 1975. Je večer a ostrý severozápadní vítr venku. Srní nějak klíme. Sychravé podzimní počasí nevyvolává zvlášť silné touhy sdružovat se v shluky propletené lahvinkami dobrého vinného moku. Spíše jedinci či úzkými společnými zájmy spojené skupinky si vyhřívají záda u dýchajících kamen, svlažují okoralé rty vínem a upínají pozornost povětšině na mihotající se obrázky televize. Okna chaloupek ale vypadají daleko optimističtěji. Někde sice ospale, avšak pokud jde o celkový dojem, pokud se pozorovatel odpoutá a shlíží na tuto horskou vesničku z mírně vesmírných výšin, mžikají téměř rozpustile. Hlásí se hrdě ke svým majitelům - domečkům a bývalým honosným vesnickým domům a jsou ráda, že jsou, že existují, že nahradila dřívější shnilá okna a okénka. Z jejich svitu, i když mnohde tlumeného, vyzařuje pohoda a radost, do jejich plochy se transplantovalo zcela pochopitelné uspokojení dnešních majitelů chalup a chaloupek (nazývaných stroze úředně tu „rekreační chalupa“, tu „rekreační chata“). celý článek


Srní v Krušných horách, Josef Miksa, 1.6.2005

Srní v Krušných horách

Josef Miksa, 1.6.2005


Osud naši rodinu přivedl do Krušných hor, do obce Srní, německy Boxgrün. Letos to bude již 38 let co tam užíváme rekreační chalupu. Chalupa byla postavena v roce 1857, dožije se tedy letos již 148 let. Vesnice je to stará a díky rekreačním chalupářům přežila. Soused Karel Syrový a ing. Ota Děták se ujali bohulibé práce dát dohromady historii obce, její kroniku a požádal některé osadníky, mezi jiným také mne, o jejich přispění vzpomínkami či dokumenty. Rád se o to pokusím i když má paměť už je děravá. Spoléhám ale na pomoc ostatních členů naši rodiny. celý článek


VZPOMÍNKY RODINY KlÁRY SMAŽÁKOVÉ NA SRNÍ

Maminka, paní Klára Smažáková se narodila dne 12. března 1931 v Turzovce, okr. Čadca na Slovensku.Ani vám nebudu líčit to ubohé dětství, jaké si prožila na rodném Slovensku.
Nebylo ani divu, když maminka ve svých 17. letech Slovensko opustila a našla si druhý domov v Čechách, ve městě Karlovy Vary. Tam žila a pracovala. Jak říká maminka, nebylo to z počátku vůbec jednoduché, když taková vesnická holka přijde do poměrně velikého města.
No a aby těch starostí nebylo málo, čekala dvojčata. Přišla na svět 29.11.1954. Jak říkám, lehké to v životě vůbec neměla a k tomu ještě zůstala s námi úplně sama. V té době to bylo velice těžké vychovávat dvě děti a ještě bez otce. celý článek


(Ein Bericht von Frau Klementine Herrmann, geborene Seidl aus Boxgrün, Nr. 32)

(Ein Bericht von Frau Klementine Herrmann, geborene Seidl aus Boxgrün, Nr. 32)

Ich fahre immer wieder gerne nach Boxgrün. Das kann nur einer verstehen, der dort geboren und aufgewachsen ist.
Es sind 57 Jahre, seit ich meine Heimat Boxgrün verlassen habe, aber ich habe noch meine Erinnerungen, obwohl ich damals erst 12 Jahre alt war. Außerdem haben unsere Eltern uns Kindern das alles wiederholt erzählt, Deswegen kann ich es aufschreiben. celý článek


(Vzpomínky paní Klementine Herrmann, rozené Seidl z Boxgrünu, čp. 32)

(Vzpomínky paní Klementine Herrmann, rozené Seidl z Boxgrünu, čp. 32)

Stále jezdím opět znovu a znovu do Boxgrünu. Tomu může rozumět jen ten, kdo se tam narodil a vyrůstal.
Je to 57 let co jsem opustila můj domov Boxgrün, ale stále ho mám v paměti, přesto, že jsem byla v té době stará jen 12 let. Mimo to naši rodiče nám dětem všechno opakovaně vyprávěli. Proto mohu všechno popsat. celý článek


Vzpomínky na obec Srni. Heinz Kilian, Boxgrün Nr. 1,

Vzpomínky Heinz Kilian, Boxgrün Nr. 1,

Na dobu před válkou a na první válečné roky mám velmi slabé vzpomínky. Ve vzpomínkách mně zůstává, jaké byly hezké „večerní přástky“. Večer na „přástky“ chodilo samo od sebe stále více sousedů a střídali se v různých domech. Zde se paličkovalo, pletlo a vyprávěly se novinky.
Paličkování bylo také během války pro mou matku skromný dodatečný i když velmi nepatrný příjem. celý článek


Erinnerungen Heinz Kilian us Boxgrün Nr. 1

Erinnerungen Heinz Kilian us Boxgrün Nr. 1

An Die Zeit vor dem Krieg und die ersten Kriegsjahre kann ich mich nur sehr schwach erinnern. In Erinnerung geblieben ist mir, daß in den Vorkriegsjahren und den ersten Kriegsjahren die „Hutzenabende“ noch gepflegt wurden. Zum „Hutzen“ fanden sich immer abends mehrere Nachbarn, abwechselnd in verschiedenen Häusern zusammen. Hier wurde geklöppelt, und gestrickt und Neuigkeiten ausgetauscht. celý článek


Die Häuser des Dorfes Boxgrün von 1644 bis 1878. Dr. Johann Endt. Prag 1937.

Die Häuser des Dorfes Boxgrün von 1644 bis 1878. Dr. Johann Endt. Prag 1937. celý článek


Chalupy vesnice Boxgrün od 1644 do 1978 Dr. Johann Endt, Prag, 1937.

Chalupy vesnice Boxgrün od 1644 do 1978 Dr. Johann Endt, Prag, 1937. celý článek


Ota Děták: Po návštěvě bývalého majitele domu zde v Srní nám přibyli další přátelé.

Pan Ota Děták je Pražák. Rekreační chalupu si pořidil v malebné obci Srní. Ta je dnes již zcela v rukou rekreantů. Místní život zde ustal v sedmdesátých letech. Každý dům postupně koupili lidé z měst. Dnes zde panuje klidná atmosféra a o víkendu veselí. Přesto obec Srní stále žije. Důkazem je pan Děták, který zpracoval kompletní databázi informací o každém domě v obci. Sepsal česky i německy psanou vzpomínkovou knihu. Jeho fantasticky utříděný materiál si můžete prohlédnout v sekci Fotogalerie pod obcí Srní a také v sekci Písemnosti.

Před pár lety jeho dům navštívil také jeho majitel do roku 1945. Setkání to bylo vřelé a Dětákovi tak mají nové přátele, kteří se sem jezdí pravidelně dívat.

Místní kostel se také změnil na rekreační objekt. Jeho majitel tím ale zachránil kostel od demolice. To vše a mnoho dalšího se dozvíte v tomto rozhovoru. celý článek