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Abertham

Abertamy

Die Lage und Geschichte

Die Gemeinde Abertham liegt auf einer nach Süden orientierten Hochebene mitten im Herzen des Zentralerzgebirges. Das Städtchen ist nur von Weideland umgeben, im Winter ist es deshalb hier auch sehr windig und der Schnee wird oft mehrere Meter hoch aufgeweht. Die Straßen in so einer Gegend freizuhalten, war wirklich eine Kunst. Und es war für die auf den Export ihrer Waren orientierten Handschuhhersteller in Abertham wichtig, das auch nicht durch die Eisenbahn erschlossen wurde, diese Straßen ständig befahrbar zu halten. Heute ist das etwas einfacher, einst jedoch ist man wirklich ins Schwitzen gekommen.
Trotz dieser Beschwerlichkeiten lebten hier bis zum Jahre 1945 noch 3512 Einwohner in 420 Häusern. Der Hauptgrund für die hohe Siedlungsdichte war der Erfolg bei der Herstellung von Handschuhen. Die hiesigen Betriebe gaben 11 000 Menschen aus dem ganzen Zentralerzgebirge Arbeit. In Abertham selbst waren mit der Herstellung von Handschuhen 1200 Arbeiter beschäftigt.


Die Handschuhmacherei

Erstmals erwähnt wurde der Ort Abertham im Jahre 1525. In seiner Umgebung schürfte man in den Anfängen Silber und Zinn. Aus den Einkünften des Bergbaus wurde 1534 die Kirche gebaut. Später jedoch orientierte man sich hier, wie auch in den meisten anderen Städtchen des Erzgebirges, auf Heimarbeit. Die zweite Wohlstandswelle in der Mitte des 19. Jahrhunderts ver­dankte man dem hier geborenen Adalbert Eberhard. Er absolvierte eine Ausbildung als Hand­schuhmacher in Wien und gründete in seiner Heimat die erste Werkstatt für die Herstellung von ledernen Ausflugshandschuhen. Sein Unternehmen erwies sich als sehr vorausschauend und bald beschäftigte die Herstellung von Handschuhen die Mehrheit der hiesigen Bevölkerung. Die Zahlen stiegen ständig und die Handschuhe gingen hauptsächlich in den Export. Im Jahre 1937 führte man 5 655 000 Paar Handschuhe aus. Der größte Teil wurde in die USA, nach Kanada, England, Skandinavien und Südafrika verkauft.
Der Reichtum der hiesigen Bewohner zeigte sich auch an der Größe und Ausstattung der Stadt. Nach Joachimsthal war Abertham die größte Stadt des Erzgebirges. In dieser Zeit gab es hier drei Mittelschulen und zwei Spielplätze. Das Vereinsleben blühte und es wurde rege gebaut. Die früheren Holz- oder Fachwerkhäuser wurden durch steinerne Stadthäuser ersetzt. Deshalb gibt es auch einen solchen Unterschied zwischen Abertham und Bärringen, wo sich die ursprünglichen Fachwerkhäuser noch im Zentrum des Ortes erhalten haben.
Nach der Aussiedlung der Einwohner 1946 gelang es, an die Tradition der Handschuhherstellung anzuknüpfen. Im Jahre 1948 verbanden sich alle Firmen, Werkstätten und Außenstellen zu den Handschuh-Betrieben, mit Hauptsitz in Dobříš. Auch nach einer solchen Umstellung hatte der Betrieb Erfolg, aber seine Leistung sank fortwährend. Die Herstellung von Handschuhen wurde hier im Jahre 1998 eingestellt. Für Abertham ging damit eine sehr wichtige Epoche zu Ende. Seit dieser Zeit ging es für die Stadt ökonomisch und demografisch bergab. 90 % der Bevölkerung arbeitet nun anderswo – aus Abertham ist eine Schlafstadt geworden.
Trotzdem gibt es hier eine Gruppe aktiver Lokalpatrioten, die sich bemühen die hiesige Kultur wieder zu beleben. Dabei arbeiten sie eng mit dem sächsischen Erzgebirgsverein in Breitenbrunn zusammen.
In Abertham wurde schon immer guter Fußball gespielt. In den 50er Jahren kämpfte die hiesige Mannschaft gegen den Fußballverein aus Karlsbad sogar um einen Platz in der zweiten Liga. Aus Abertham stammt auch der bekannte Fußballer und ehemalige Spieler von Sparta Prag Horst Siegl.


Das Freibad

Unweit von Abertham, im Tal der Wistritz, befand sich ein Freibad mit dem wohlklingenden Namen „Wasser- und Luftbad“. Es bot einen damals sagenhaften Komfort – Umkleidekabinen, ein Imbiss, Liegestühle, Sonnenschirme, Musik. Das Schwimmbecken wurde aus dem Flüsschen Wistritz gespeist, dessen Wasser wärmte man jedoch vor. Ungefähr 200 Meter oberhalb des Beckens waren zwei Wärmebehälter installiert – zwei mit Holz ausgekleidete kleinere Becken. Das Wasser wurde nun zuerst dort hineingeleitet und aufgewärmt. Erst dann wurde es in das Schwimmbecken gelassen. Das Freibad war ein beliebter Treffpunkt und Ruheplatz an den hier seltenen heißen Tagen.

Gleich neben dem Freibad stand das Haus des Verwalters.
Das Bad war bis zum Jahre 1942 in Betrieb, danach waren durch die Luftschutzverordnung jegliche Menschenansammlungen verboten. In dieser Zeit richtete sich der Verwalter hier eine Karpfenzucht ein.
Nach dem Kriegsende fand sich kein neuer Verwalter, der sich um das Freibad gekümmert hätte und später wohnten auf dem Gelände Arbeiter aus den Joachimsthaler Bergwerken.


Plessberg

1895 baute der Wanderverein aus Abertham hier einen Aussichtsturm und später ein Hotel. Das Geld dafür verdiente sich der Verein mit der Organisation von Feiern und Konzerten.
Bis zum Jahre 1945 war dies sowohl für Touristen, als auch für Einheimische ein beliebtes Ausflugsziel. Von hier hatte man eine wunderbare Aussicht in alle Himmelsrichtungen. In der Nähe des Hotels war ein bekanntes Gartenrestaurant mit Sonnenschirmen und Musik. Die Tische standen um das ganze Gebäude und wurden von den Stammgästen aus den Ortschaften um den Pleßberg besetzt. An der Südwestecke saßen die Gesellen aus Salmthal und an der Nordwestecke die Leute aus Abertham und Bärringen.
Nach dem Krieg war der Pleßberg lange Zeit Sitz einer Armeeeinheit, die an diesem Ort bis zum Jahre 1958 stationiert war. Gleich nach der Wiedereröffnung des Hotels für die Öffentlichkeit wurden hier „Handschuh-Bälle“ organisiert.


Die Turnhalle

In den fünfziger Jahren begann man mit dem Bau einer großen Turnhalle in Abertham – oder eher einem kleinen Stadion. Dazu sollten außerdem ein großer Saal, eine Schwimmhalle, ein Restaurant und andere Räumlichkeiten gehören. Man nutzte für den Bau die billigen Arbeitskräfte der Zwangsarbeiter aus den Joachimsthaler Bergwerken sowie Alteingesessene, die ihre Verwandten in Deutschland besuchen oder wegziehen wollten. Jeder musste mit der Erlaubnis der Gemeinde oder des Arbeitgebers auf der Baustelle 70 Stunden abarbeiten. Der Bau wurde aber in den 80er Jahren eingestellt und die unvollendete Turnhalle gesprengt.


Články:

Gerhard Krakl – Die Geschichte von Ruhm und Fall der Handschuhbetriebe in Abertham.

Herr Krakl wurde 1940 in Neudeck geboren. In Abertham wohnt er aber bereits seit 67 Jahren. Seine Familie konnte nach dem Krieg in Abertham bleiben, denn seine Eltern waren Spezialisten auf dem Gebiet der Handschuhherstellung. Sogar ihr Haus konnte die Familie behalten; das war für die damalige Situation sehr ungewöhnlich. 1946 begann Herr Krakl tschechisch zu lernen.

In den 50er Jahren musste die Familie für die Joachimsthaler Gruben arbeiten. In den 60er Jahren begann Herr Krakl in den Handschuhwerken. Nach und nach hat er sich von der Pike auf bis zum Betriebsleiter hochgearbeitet.
Leider erst zu der Zeit, als sich die Werksleitung in Dobříš entschied, den Betrieb ganz einzustellen. Im Jahre 1998 musste die Fabrik Bankrott anmelden.

Herr Krakl erzählt von den Handschuhwerken als dem Motor Aberthams, und flicht weitere regionale Themen ein: erzählt vor allem von der Natur, dem Aussichtsturm auf dem Plessberg, von der nie fertig gebauten Turnhalle und von der schweren Gegenwart, in der sich die Gemeinde vom Niedergang der Handschuhwerke erholt und sich schrittweise auf den Tourismus orientiert.
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Neudeker Heimatbrief - rešerše textů o městě Abertamy / Abertham

Vážení čtenáři.

Přikládáme k vašemu použití index textů, které vyšly v časopise Neudeker Heimatbrief o městě Abertamy

Vlevo naleznete název přispěvku, dále autora.
Čísla v pravé části značí toto: Svazek, číslo časopisu a stránku s textem.
Např.: Voigtsgrün mit Bild 1 26 1

Pro vaši orientaci v naskenovaných Heimat Briefech hledejte podle čísla časopisu. Klikněte si v sekci Fotogalerie / Písemnosti / Neudker Heimatbrief na vybrané album, a zkuste najít přesné číslo časopisu.

Doufáme, že se Vám hledání v NHB ulehčí.
PM celý článek


Řezbář Jiří Lajn - sem do Abertam si přijeli pro sochu či betlém lidé ze všech kontinentů

Jiří Lajn, narozen 25. 11. 1945, je rodilý Pražan, který se ale v sedmdesátých letech přestěhoval do Abertam v Krušných horách, aby se zde živil jako krušnohorský řezbář. Nakonec se z něj stal více výrazový umělecký řezbář, jehož tvorba se rozšířila na kažadý kontinent světa. Klienti jezdí z celého světa za ním do Abertam kvůli jeho stylu řezby.

Hlavními tématy jeho tvorby jsou betlémy a sochy.

Povídání s Jiřím Lajnem se také věnuje dějinám města Abertam, Krušným horám a putováním kolem České republiky, které sám uskutečnil. celý článek


Zdeněk Lakatoš: Abertham ist die letzte Gemeinde im Zentralerzgebirge, die sich zu einem touristischen Ziel entwickelt

Zdeněk Lakatoš wurde bereits für die zweite Wahlperiode als Bürgermeister wieder gewählt. Es scheint, dass sich Abertham von der Depression erholt, die sich nach dem Bankrott und der Schließung der Handschuhfabrik im Jahre 1998 ausbreitete. Vielleicht lag es daran, dass Abertham den Sprung auf den Tourismusmarkt in den 90er Jahren noch nicht schaffte. Das Aussehen des Ortes braucht noch viel Engagement, mit einer idyllischen und reichen Gemeinde auf dem Gebirgskamm hat es noch nicht viel gemeinsam. Aber es geht aufwärts. In der Stadt wird der Bau eines Skiliftes zum nahen Plessberg und von da nach Merklin vorbereitet. Es soll so ein Skiareal mit längeren Abfahrtspisten als auf dem Keilberg entstehen. In Abertham gibt es auch den sehr aktiven Bürgerverein Abertamy, der heute der Motor in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist. Es soll wieder das traditionelle Winterfest gefeiert werden, das wir von alten Aufnahmen kennen. Und auch das Freibad wird saniert. Die Stadt Abertham sieht in eine erfolgreiche Zukunft. Dazu ist es aber nötig, den schon beschrittenen Weg weiter zu gehen und die Wirtschaft der Gemeinde auf den Tourismus einzustellen. celý článek


Zdeněk Lakatoš: Abertamy se jako poslední obec v centrálním Krušnohoří transformují na turistické centrum.

Zdeněk Lakatoš je od roku 2005 v čele města. Zdá se, že Abertamy se odrazily ode dna, když zde v roce 1998 byla zavřena továrna na výrobu rukavic. Možná tento pozdní bankrot způsobil to, že Abertamy se nestihly v 90. letech transformovat na příjmy z turismu. Vzhled města má k idylickému a bývalému nejbohatšímu městu na hřebeni hor daleko, ale vše se k lepšímu obrací. Ve městě se připravuje výstavba lyžařského vleku k blízkému Plešivci a z Plešivce i do Merklína. Vznikne tak lyžařský areál s delšími sjezdovkami než jsou na Klínovci. Vznikla naučná stezka. Udržují se okolní louky. Opravují se domy. Vznikají nové penziony.

Ve městě působí také velmi agilní občanské sdružení Abertamy, které je dnes hlavní silou v přeshraniční spolupráci. Chystá se také obnovit tradiční Zimní slavnost, kterou známe z krásných historických snímků. Taktéž se bude obnovovat koupaliště. Město Abertamy čeká úspěšná budoucnost, je ale potřeba v nastoleném trendu pokračovat a přeorientovat město na turismus. celý článek


Gerhard Krakl - Příběh slávy a pádu rukavičkářských závodů v Abertamech.

Pan Krakl se narodil v roce 1940 v Nejdku. 67 let ale již bydlí v Abertamech.
Jeho rodina mohla po válce v Abertamech zůstat, protože rodiče byly specialisté v oboru výroby rukavic. Rodina si mohla ponechat i rodný dům, což rozhodně nebylo zvykem.
V roce 1946 se pan Krakl začal učit česky.

V padesátých letech musela rodina pracovat pro jáchymovské doly. Od šedesátých let pan Krakl začal pracovat v rukavičkárnách a postupně se od píky vypracoval až na ředitele celého závodu.
Bohužel až v době, kdy se vedení závodů v Dobříši rozhodlo veškerý provoz zastavit. Bankrot továrny nastal v roce 1998.

Vyprávění o rukavičkárnách jako hlavním motoru Abertam se proplétá i dalšími regionálními tématy. Hlavně o místní přírodě, rozhledně na Plešivci, tělocvičně, která nebyla nikdy dostavena a také o těžké současnosti, kdy se Abertamy vzpamatovávají z krachu rukavičkáren a přeorientovávají se na turistické centrum. celý článek